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Stand 09.04.2009



Grobes Foul

Roman. Haymon Verlag, 1993. Diogenes Taschenbuch, 2000



Der einzige Ort, an dem ich mich vor der Staatsmacht einigermaßen in Sicherheit fühlen konnte, war der Holzschuppen, der an die Rückseite des Haus Waldfrieden gelehnt vor sich hinmoderte. Hierher traute sich sonst keiner.
Die Holerstauden wucherten, seit der Besitzer gewechselt hatte, in aller Ruhe in den Himmel, die Brennesseln gingen einem bis zur Hüfte. Aber sobald man sich durchgekämpft hatte, tat sich ein kleines, ruhiges Plätzchen auf, an dem man seine Ruhe vor der Welt hatte.
»Hier«, sagte ich und tat einen Schnaufer. »Das ist er.«
»Was?« sagte das kleine Ding.
»Der Ort, an dem einem die Welt den Buckel hinunter rutschen kann.«
Sie sah mich ziemlich skeptisch an. Und setzte sich dann neben mich.
»Das kann sie mir überall.«
»Aber hier geht es leichter«, sagte ich.


August 1989. Ein Uhr nachts, der Diesel geht zu Ende. In diesem Augenblick hat Tschenett der Typ, der ihm gerade um ein Haar vor die Zugmaschine gesprungen wäre, gerade noch gefehlt. Es handelt sich um den bekifften Fahrer eines Ferraris, der auf dem Seitenstreifen liegengeblieben ist. Sein Name: Paolo Canaccia, gefeierter Stürmerstar des AS ROMA, der seinen Ferragosto-Trainingsaufenthalt in der Kleinstadt in den Bergen verbringt. In der Folge lernt Tschenett das Innenleben der italienischen Fußballszene genauer kennen.
Fußball, Drogen, Korruption - das ist wie: Der Ball ist rund.


Presse:

»Inzwischen eine Kultfigur im Genre - genaue Milieuschilderungen, feine Gedankenspiele, sauber durchgestaltete Dramaturgie.« (Buchkultur)

»Tschenetts maskuline Theatralik erinnert in vielem an die Helden Philippe Djians. Der Plot ist wohl durchdacht und wird spannend entwickelt. Die südtiroler Syntax ist eine sprachliche Gaudi, die Lanthalers Roman zu einem vergnüglichen Leseereignis macht." (Kölner Illustrierte)

»Lanthaler gräbt tiefer und gerät damit an die Wurzeln der Übel. (...) Er erzählt genau, und dabei spannend, er erzählt witzig, ohne Souveränität und Wahrheitsgehalt einzubüßen. Er erzählt so, daß jemand, der in zweihundert Jahren Genaueres von unserem heutigen Tun und Lassen wissen wollte, mit einem solchen Buch bestens bedient wäre.« (Ö3, ORF)

»Die Alternative zum gängigen Asphalt-Krimi.« (News)

"Dem Autor gelingt es, Witz, Spannung und gute Milieubeschreibungen miteinander zu verbinden." (buchreport.magazin)



 

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Un grave fallo
traduzione italiana


Textprobe