kurt
lanthaler
fanes™.textverarbeitende
manufactur
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dieses jahr isses nu wirklich pech
an sonem tach geburtstach zu hamm
(schrieb er. und dann:)
Target change at HRS side this morning
...
nachtrag:
kam eben rein, so. das ja, das lassen wir uns gefallen. half way round.
(Annotate. AkuteZustaende. 09/11/09)
Zukunft? Ich bitt Sie!,
bitterschön,
ich mein: Warum nur sieht alles, was Zukunft sein sollt, so nach
Vergangenheit aus? Mir zumal. Könnten Sie mir das vielleicht sagen, am
besten gleich?«
Es war eine mir unbekannte Stimme, draußen vorm
Fenster wars über Nacht schlagartig bitterkalt geworden, ich hatte
vergessen, das Telefon auszustöpseln und, schlimmer noch, reflexartig
zum Hörer gegriffen, als es klingelte. (...) Zudem der Kaffee längst
nur noch lauwarm, weil die Zigarette aufm Balkon sich länger hingezogen
wegen eines sturmverworfenen Topfbaums, der wieder gradzustellen, was
zu einem zerbröselnden Untersetzer...
Dermaßen ein Sautag also, daß
mir Vergangenheit wie Zukunft längst schnurzegal, ernüchtert wie ich
war von der Gegenwart. Ich wär, hätt ichs gemußt, nicht mehr aus
dem Haus gegangen an dem Tag; da ein Ausritt aber von Haus aus nicht im
Programm, blieben nur mehr wenige Möglichkeiten, die Welt und ihre
Unbillen abzustrafen. Also sagte ich: »Wie bitte?«
Lange Pause. Und,
wenn ichs richtig verortete durch die Leitung, ein linker Lungenflügel,
der leis und durchaus nicht unmelodisch vor sich hinpfiff, synkopisch.
»Warum nur«, sagte die fremde Stimme schließlich, »sieht alles, was Zukunft sein sollt, so nach Vergangenheit aus?«
Vielleicht
habe ja irgendwer die Schraube verkehrtrum hineingedreht in die Welt,
antwortete ich und las die neuesten Meldungen aus dem LHC vom Monitor
ab. (Es ist dies mein täglich erstes Brot. Sehn, ob die Welt noch steht
und wie es ihr geht. Der Blick in die Entdeckungsmaschine
Teilchenbeschleuniger. Seit dem Tag, an dem ich den Leichtmatrosen Laik
aus Leuk zum Käptn und mitsamt seinem Schiff via Wurmlochfontäne auf
den Ütliberg - naja, ich will nicht anmaßend sein; also nicht: gebeamt,
sondern: - befördert hatte. Um mir im Gegenzug am Röntgenplatz einen
blauen, von groß zu größer werdenden Zeh zu holen. Das klingt jetzt
absurd, ich weiß, ist aber pure Physik.)
Preparing for stable beam to GLM. Transmission seems pretty good, now moving onto burning some paper.
Gute Nachrichten, dachte ich. Da wirds dem Kaffee gleich wärmer ums schwarze Herz. Und war prompt bessrer Dinge.
Also
erlaubte ich mir, die Leitung stand, die Lunge pfiff noch, höflich bei
der Fernsprechgegenstelle nachzufragen, wer denn da überhaupts sei, am
andren Ende.
»Wer ist da, wer war da, wer wird da sein?«, sagte die Stimme daraufhin. »Geben Sie mir die Antwort gestern.«
Ich bedankte mich und legte auf. Der Tag endete dann, später, mit Friede, Freude, sowie Eierkuchen.
Paper burning done, very nice beam spot, in the middle. That concludes this session of stable beaming.
(Annotate. Kürzestgeschichten. 09/11/09)
stadt am meer (1)
(Annotate. AkuteZustaende. 27/10/09)
...
es ist hier einiges nachzutragen, auch wenns, wie immer, nur
splattersplitter sind. man kommt aber, vor lauter arbeit, zu nichts.
(noch schlimmer: abgabetermine, in serie geschaltet. pfff.)
solang also: bildstatthalter.
(Annotate. AkuteZustaende. 18/10/09)
... wiedereinmal am horst j. rumgelesen: kann sein,
dasses n zeichner war: aber, tellgambbpedderskehlmannomann: war das n
schreiber.
(Annotate. AkuteZustaende. 18/08/09)
Qui non siamo proprio amici di Bocca. Ma se tal Casini dà a Bocca dell'infame (L'articolo di Giorgio Bocca è infame e ogni altro commento è superfluo),
allora, ragazzi, visto che parla 'stu curnutu* di Casini, leader del
partito ed amico di merendine nonchè di cannoli di quell'altro curnutu,
tale Totò Cuffaro: al teatro dei cannoli** siamo.
So' pazzi, questi. Se non so' pazzi, questi, so' delinquenti.
Se poi uno si va a leggere l'articolo del Bocca, origine di tutto questo ben di dio (>>> "In ogni paese siciliano
accanto alla Chiesa e al parroco c'è una caserma dei carabinieri e una
cosca mafiosa"), elugubrazioni come quelle di tale Ignazio La
Russa (MSI/Fronte della Gioventù/AN/CdL. Ministro della DifeSSa, vecchio fascista***) consolano.
Egli parla. Dei Carabinieri. "... come una delle principali, se non la
principale, eccellenza italiana riconosciuta come tale nel mondo."
(La principale. Mo siamo proprio nella m....)
So' pazzi, questi. Se non so' pazzi, questi, so' delinquenti.
* Nnâ Sicilia èssiri curnutu è na cosa assai gravi, picchì offenni l'onuri di l'ommu stissu e di tutta la sò famigghia. (http://scn.wikipedia.org)
** piece teatrale ancora tutto da scrivere
*** Auf La Russas Homepage steht dieser Tage zu lesen / leggiamo sul sito della Russa:
''Ringrazio
il ministro Maroni per avere concordato sulla mia proposta di
intensificare anche per i prossimi due semestri il concorso dei
militari nel controllo del territorio nell'operazione denominata Strade
sicure''. Lo afferma il ministro della Difesa, Ignazio La Russa,
sottolineando che in totale i militari impiegati ''saranno 4.250 a cui
si aggiungera' la grande professionalita' di carabinieri e polizia che
verranno impiegati congiuntamente''. ''Viene prorogato - spiega La
Russa - l'impegno dei 3 mila militari che scadeva domani 4 agosto e ad
essi il ministero della Difesa e' stato in grado di aggiungere la
disponibilita' di ulteriori 1.250 giovani militari che andranno,
anch'essi, a collaborare con carabinieri e polizia nei quartieri piu' a ..."

(da
es nicht nur italienische umstandszustaende sind, um dies hier geht,
und da so gut wie jedes deutsche kaff, vor ort besehen, und ingolstadt
mal als beispiel genommen, auszer dem heimischen kluengel auch noch die
spezierei der deutsch/italienisch/russischen/etc.-mafioesen
zusammenarbeit kennt (wenn auch nicht kennen oder bekennen will),
folgt, bei gelegenheit, demnaechst hier auch: uebersetzung.)
(Annotate. Dei cannoli. Del Tschenett. 14/08/09)
Ach!: von uns
(...)
Der
vor kurzem verstorbene, ach!: von uns gegangene, Tarzan am Prenzlauer
Berg, Adolf Endler, einer, der sein Leben lang hart gearbeitet, also:
geschrieben hat - nun, nicht sein gesamtes Leben lang: nach einer
abgebrochenen Buchhändlerlehre (das Gute im Menschen siegt eben immer)
arbeitete Endler, wissen die Lexika, als »Transportarbeiter und
Kranfahrer«. Was ihm prompt eine »Anklage wegen Staatsgefährdung«
einbrachte, weshalb er von Düsseldorf-West nach Berlin-Ost zog,
1955. Seither aber, jetzt aber wirklich, arbeitete er hart; - als
freier Schriftsteller, was sich zuallererst im Jahre Sechzig sinnfällig
in einem Lyrikband des Titels »Erwacht ohne Furcht« liederschlug.
biederschlug. miederschlug. niederschlug.
(...)
Auszug aus einer Kürzestgeschichte des Titels
"Das Geschrei des Buches der Tatjana Wpunkt".Irgendwann, unter anderen Umständen, hier: >>> nachzulesen.
(Annotate. Kürzestgeschichten. 03/08/09)
Sitze gerade, wenn sonst
grad nichts zu tun
ist, an dem libretto zu einem musical. fuer kinder. das
problem dabei:
der ausgangspunkt des librettos zu dem musical, das von grundschuelern
naechstes jahr aufgefuehrt werden wird in dem dorf, ist eine alte
geschichte, die ich in der grundschule dieses dorfes, gerade eben (das
heiszt: im letzten kindergartenjahr) zugezogen in das weindorf,
erzaehlt bekommen hatte, worauf, quasi umgehend, der geschichte und
ihrer erzaehlung eine exkursion, die sich damals ausflug nannte, an den
ort des grausligen geschehens folgte.
eine stunde ist es zu fusz, dann ist man dort: an den eisloechern. und
als ich, bei ansonsten
durchaus bereits sehr warmen temperaturen, dem lehrerinnenauftrag
folgend mich bueckte und meinen kopf zwischen die mannshohen
felsbrocken steckte, sah ich, was uns vorhergesagt worden war:
eiszapfen. mitten im fruehsommer, kurz vor schulschlusz, zu einer zeit
im jahr, an der einem der kopf von eis - wassereis, schleckeis, cono,
cornetto, ghiacciolo - nur so surrt.
ich wuszte jetzt also, aus anschauung, dasz es die eisloecher wirklich
gab. was nicht wirklich zu meiner beruhigung beitrug.
wenn es, erstaunlich genug, die eiszapfen gab, dann gab es auch die
eisloecher - und es gab sie, ich stand ja vor ihnen bzw., weil man das
ganze gebiet am fusz der mendel so nennt, in ihnen. und waehrend wir
noch erzaehlt bekamen, dasz die eiszapfen nichts als die folge eines
hochkomplexen ventilationssystems in der, wie es uns schien, endlosen
weite der waldbestandenen felsbrockeneinsamkeit seien, einer
ueberdimensionalen, berganziehenden geroellhalde, vor urewigen zeiten
entstanden in der folge eines bergrutsches gigantischen ausmaszes:
wahrend wir also erdgeschichte erzaehlt bekamen, um uns die eisloecher
und die sommerlichen eiszapfen darin zu erklaeren, wollte mir die
geschichte nicht mehr aus dem kopf, die uns einige zeit vorher in der
schule von ebendenselben, sich jetzt naturwissenschaftlich bemuehenden
lehrerinnen, erzaehlt worden war: ueber die entstehung der eisloecher.
es habe, an der stelle wo heute nichts als fels und geroell, vor
undenklichen zeiten eine reiche, eine sehr reiche, praechtige,
einzigartige stadt gestanden. die leute darin wie die stadt:
unvorstellbar reich. kegel aus silber und kugel aus gold, eine jede
tuer golden, die fenster edelsteinern, das pflaster faustgroszer
granat. undsoweiter. bis den bewohnern der stadt, deren namen uns
uebrigens, wenn ich recht entsinne, vorenthalten wurde, -
- bis den bewohnern der stadt der reichtum zu kopfe stieg und
sich gepflegte langeweile breitmachte. hybris. ennui.
Dans la ménagerie infâme de nos
vices,
II en est un plus laid,
plus méchant, plus immonde!
(...)
C'est l'Ennui!
(Charles Baudelaires. Le Fleurs du Mal. Au lecteur)
und da die bewohner der stadt am fusze der mendel, noch, nichts
von credit default swaps, schamlippenschoenheitsop's, wellness, ragazze
imagine oder A**i TT RS TFSI wuszten, pflegten sie hybris und ennui,
indem sie einen esel auf die straszen ihrer stadt trieben, ihm bei
lebendigem leibe die haut abzogen und ihn sodann mit salz einrieben.
woraufhin der esel ganz erbaermlich schrie, - und sie sich bestens
unterhielten.
bis urploetzlich, unter dumpfem grollen, ein teil
der mendel abbrach aus tausendmetriger hoeh und, kawummm!, auf die
stadt stuerzte, sie samt kegel und kugel und gold und esel und eseln
unter sich begrub, und eine ruh war. bis heut.
so ging die
geschichte. und so hab ich ein problem. nicht wirklich ein stoff fuer
ein musical fuer kinder, von ihnen selbst vorzutragen, oder?
einerseits.
andrerseits: die geschichte wird sich, weisz ich, noch erzaehlt.
gehoert zur gegend wie der teufelssitz auf der gleif (unweit der
eisloecher gelegen; hoechst unzuechtig, die geschichte, die) oder die
zwei weinkellereien, die direkt ans schulgebaeude grenzen. (die
geschichte vom judenritualgemordeten knaeblein zu montiggl, meinerzeits
noch in eine marmortafel gehaun, ist inzwischen geloescht, die
marmortafel verschwunden.)
ich habe also, fuers erste, dazu gepackt, zu dem eisloecherstoff: ein
krokodil (>>>
dieses hier, und >>>
dieses:),
krokodil ist immer gut, und die bedienungsanleitung, wie sich im
verlauf der auffuehrung des musicals auf der buehne ohne zuhilfenahme
von technischen hilfsmitteln sagen wir: ein schokoladeneis anruehren
laeszt. ich hoff es hilft.
(Annotate.
AkuteZustaende. Poetik. 15/07/09)
„So lange es Kunden gibt, die Bücher für einen Cent kaufen, wird es wohl Anbieter geben, die Bücher zu diesen Preisen anbieten.“
Auch das nennt sich: Literaturbetrieb. (zu lesen in: buchreport)
(Annotate.
AkuteZustaende. Betrieb. 15/07/09)
Pizzini
Dreizehn
Kürzestgeschichten. Für Franz Pichler.
i Modulation in f
franzp. pfranz. fpranz. pranzf. farpzn. fanrpz. prafnz. zranpf. pranfz.
prazfn. arznpf. frapzn. frapanz. pafranz.
iv Spadolins Kunst
War
er noch Regierungschef oder bereits der über Benitos Knobelbecher
gestolperte Verteidigungsminister? Wenngleich: Spadolin in schmucker
Paradeuniform: Das ja wohl ist Kunst am KörperBau. Er war jedenfalls.
War da gewesen. Es hat aber, und es wird, nie jemals jemand erfahren.
Selbigen Tages, das allerdings ist gewiß und belegt, kamen zwei Männer
in die Stadt, entstiegen dem Zug, nur um umzusteigen. Und hatten
festzustellen, daß kein weiterer Zug weiterführe; ob dem generellen
oder einem spezielleren Durcheinander zu verdanken, Staatsstreich oder
Streik oder simples Kataklisma, war weiter nicht auszumachen, gar auf
die Schnelle nicht, und außerdem eh schetzko. Hatten sie doch
tagsdraufs sich wieder in der Stadt einzufinden, in der sie heute
ursprünglich eigentlich nichts als umzusteigen, nunmehr aber, wegen
mangelnder weiterführender Möglichkeiten, zu verbleiben hatten. Es ging
also, natürlicher Rückzugsort, in den Buko. Der Rest würde, war man,
sich finden. Um einiges später dann, nach dem anderen Glas, fand sich
zudem die Überlegung ein, man könne genausogut heutnächtens wie,
eigentlich verabredet, morgenvormittagens sich ans Pissoir aufmachen,
und gleich mit der Arbeit beginnen. Kunst bleibt Kunst ist Kunst. E
vaffanculo. So wurde dann auch vergangen. Und als sich, am Pissoir am
Fluß angekommen, darin der Spadolin vorfand, den die ihn wie seine
Reise geheimhaltenden Dienste seit Stunden, wenngleich ohne Ergebnis,
frenetisch suchten, der damit also auch den Honoratioren der Stadt
abhanden, die an der Vittoria auf ihn gewartet, von ihm, das ja, seit
Jahren allerhand gewohnt, auch Verschwinden, wenn auch, noch nie, so
gänzlich und dermaßen auf Dauer: So denn dann begann die Kunst im am
Pissoir früher als geplant, Dank Spadolin und Din und Don. Und dem
Nachschub aus dem Buko.
v Die Krise des Alphabets
Was
ist mir, sagte er, um das Alphabet der Krise. Angesichts der Krise des
Alphabets. Und schnitzte sich einen Buchstaben. Legte ihn zu den
anderen. Und wußte: Im nächsten Winter dann würde er sie wieder alle,
in extremis, verbrennen.
ix Über das Steigen in der Eiswand und
das Gehen am Grad
ist
nichts zu sagen. Zu singen dabei aber wär: A sera quanno 'o sole se nne
trase / e dà 'a cunzegna a luna p' 'a nuttata / lle dice dinto 'a
recchia- I' vaco 'a casa: / t'arraccumanno tutt' 'e nnammurate
xiv
Goldfishs siebzehnte reise um die halbe welt
Hoert sich, sagte Goldfish, nicht
dir das sich an wie ein gedicht: ?
Das rauschen da, im linken ohr
vor dem der fischarzt warnte
Das anschwoll, ab, dann wieder an
sich schlieszlich doch erbarmte
(und keiner sonst, nur dieses rauschen)
Koennt man das fuern reim eintauschen
der oehrlings dich umarmte
- schon waer das spiel getan
Des tags wars Goldfish ganz aural
Goldfish war sich buckelwal
eben
erschienen:
Franz
Pichler. Bildhauer.
(Monographie. Arunda 76. 2009. 186 Seiten)
weitere
Kürzestgeschichten hier:
>>> Annotate. Kürzestgeschichten
Die Festung
Das
Übel hat ihn wieder angefallen. Die Sucht. Die Krankheit. Eigentlich
hat er gedacht, daß die Geschichte ausgestanden ist. Der Arzt hat ihm
Hoffnung gemacht. Und jetzt das.
Vor einem Monat noch hat ihm der
Doktor gesagt, daß er geheilt ist. Er hat es geglaubt und sich gesund
gefühlt. Wiederhergestellt. Ein neuer Mensch. Und jetzt das.
Nacht
ist es und die Nacht leuchtet orange hier unten. Mauern. Die
Scheinwerfer entlang der Stacheldrahtzäune. Ich muß hier raus, sagt er,
und dann hört er sich reden und erschrickt und schmeißt sich in den
Schatten, an die Granitmauer. Der Granit. 255.000 Kubikmeter, das
weitaus vortrefflichste und theuerste Material zu solchen Zwecken.
Schöner, fester, silbriger Stein, da, wo Mondlicht hinfällt; golden, wo
die Scheinwerfer auftreffen. Millimetergenau behauene Quader, übergroß,
alte Handarbeit, präzise. Und feucht. Als ob der unter der Festung
liegende Stausee übergelaufen wäre. Angestiegen bis hier herauf.
Ungemütlich ist es. Naß und kalt und anstrengend, in der Hocke. Und er
zittert. Vor Lust. Wieder in der Festung. Wieder da.
(...)
aus gegebenem anlasz. weiter hier:
>>> Annotate. AkuteZustaende
neu eingestellt:
aus "Passagen",
Roman in Arbeit.
>>>
Vernatsch. Passagen.
>>>
Das Museum der siebenundzwanzig Minuten. Passagen.
Neues vom Tschenett (I)
»Ich glaub' es nicht«,
sagte er. »... der Tschenett. Ist nicht wahr. Wo kommt der
denn her?«
»Nun«,
sagte Tschenett, »wenn wir von unmittelbar reden: aus Österreich. Ist
aber nicht ernst zu nehmen, war nichts als ein kleiner, berufsbedingter
Ausflug im Umweg, quasi. Eskorte für einen Transport, Messina –
Triestiner Hinterland. Was unsereins halt so noch abbekommt, in Zeiten
wie diesen. Und selber?«
Totò rührte in seinem Espresso, der
dermaßen ristretto war, daß der Löffel kaum naß wurde, und sah dabei
durch die Glasfront auf das Treiben vor dem Grenzcafè.
»Aus Österreich also«, sagte Totò dann.
»Ja.«
»Und: Wie ist das Wetter da?«
Schau über den Grenzstrich, dachte Tschenett, wer schiebt denn hier
Dienst seit zwanzig Jahren?
Und antwortete. »Zehn Grad. Fieser Nieselregen. Scheußlich, insgesamt.
Also allemal besser als die generelle Stimmung.«
»Was habens denn jetzt wieder, die Österreicher?«
»Verloren. Gegen Serbien.«
»Das ist doch schon länger her, oder?«
»Fußball.«
»Aah.«
undsoweiter. undsofort. neues vom tschenett. gelesen in wien im
oktober. wieder ausgegraben und jetzt hier eingestellt fuer den rest der welt:
Neues vom Tschenett (II)
Vorläufige Verkostungsnotizen.
Zu einer Biografie des Tschonnie Tschenett.
Er ist sicher ein ungewöhnlicher Weintrinker.
(Was täten wir, wenn wir sie nicht hätten, die ungewöhnlichen Weintrinker: hölzern wär unser Leben. Ein einziges Barrique.)
Er
ist einer, den die Werbestrategen nicht in ihr Kalkül ziehen, einer,
der nicht auf der Abonnentenliste der Hochglanzmagazine steht, er
verfügt über keinen vollklimatisierten, prozessorgesteuerten
Weinkeller: dieser Herr namens Tschonnie Tschenétt. Und trotzdem ist er
kein Held. (Man kanns auch deutlicher sagen: eine ziemlich gescheiterte
Figur.)
Allein die verquere Orthographie sollte Warnung genug sein. Und die knappen biografischen Angaben. Tsch. Tsch., (...)
undsoweiter. undsofort. neues vom tschenett. vor zeiten i.A.
geschrieben, wieder ausgegraben und jetzt hier eingestellt fuer den
rest der welt:
Goldfishs
zawanzigste reise um die halbe welt
>>>
in Annotate. Gedichtenǂwerfen
Goldfishs vierzehnte
reise um die halbe welt
>>>
in Annotate. Gedichtenǂwerfen
Y tu,
Brindisi
Y tu, Brindisi, pitla
sor? chi te à pa fat fé
chël che te es fat?
(ert stajoves?
mo piec.)
(...)
oder:
Vedla ciantia y medudia nueva
nsci gëjons y aspitons
sun dis nueves
y emozions nueves
y uni di nes ie na fossa
y uni zigareta na esplojion
(...)
Poesies
tla traduziun tl ladin de Rut Bernardi. Hier: >>>