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Goldfishs reisen um die halbe welt
50 gedichte
zuzueglich eines nachschlags
und eines essays
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Radio : hoeren : Oe1
Peter Angerer hat die Montage-Maschine angeworfen. Und also:
Oe1: Tonspuren
Montag, 15. Oktober 2012, 21:00
"Irgendwann ist man dann nolens volens Schriftsteller."
Der Autor Kurt Lanthaler
Feature von Peter Angerer
Wiederholung am Donnerstag, 18. Oktober 2012, 16:00
Und auch online hoerbar
Info: http://oe1.orf.at/programm/317396
Goldfishs zwoonsekksigste reise um die halbe welt
Goldfish aeugte. um die ecke
sasz ne fette weinbergschnecke
(Und das ist sowas von
voellig normal. am ural)
Nur der weinberg war weit weg
Grosze trauer also bei der schnegg
Und so sagte sie und sprach : oh
lieber Goldfish, hoermabitte : ach!
kannste mir nich huckepacken schwimmen
in eine gegend, wo sie weinberg wimmen?
Denn wo weinberg, das weisz ich vinal
ist weinbergschneck des Goldfishs buckelwal
(aus dem ferragosto-goldfish wurde dies eine mal aus gruenden ein
septembri(ni)ger : an damen&herren, kunden&lieferanten, &
freunde elektropostalisch verschickt : nunmehr auch hier nachgereicht.)
Ist erschienen
Winkler/Lanthaler/Hanni
FRANZ HELD
Vordadaistische Texte aus Jenesien
»Der Schriftsteller Franz Herzfeld (Franz Held) wurde letzter Tage
infolge Geistesstörung der Irrenabteilung des hiesigen Spitals zur
Beobachtung übergeben.« Mit dieser Meldung in den »Bozner Nachrichten«
vom 28. Februar 1900 endete, vorerst, das nomadische Leben des
Schriftstellers und Freigeistes.
Franz Held, geboren vor 150 Jahren in
Düsseldorf, lebte u. a. in Berlin, München, Weggis in der Schweiz,
Aigen bei Salzburg und in Jenesien bei Bozen.
Franz Held veröffentlichte ab 1887 Dramen, Prosa und Gedichte. 1895
wurde Held in München wegen Gotteslästerung angeklagt. Daraufhin floh
er mit seiner Familie in die Schweiz, später lebte sie auf einer
Almhütte bei Salzburg. Im Sommer 1899 verschwanden die Eltern über
Nacht spurlos und ließen die vier Kinder in der Hütte zurück. Held stirbt 1908 in der
»Landesirrenanstalt« Valduna, Vorarlberg.
Während Franz Held und seine Frau, die Textilarbeiterin und
Anarchistin Alice Stolzenberg um 1900 in psychiatrische Anstalten
eingeliefert werden, wachsen ihre vier Kinder als Waisenkinder auf.
Zwei von ihnen – John Heartfield und Wieland Herzfelde – gründen gut
zwei Jahrzehnte später mit George Grosz die Berliner Dada-Bewegung.
Dabei beziehen sich die Söhne immer wieder auf die Texte ihres
politisch engagierten Vaters, der wegen anarchistischer und angeblich
gotteslästerlicher Gedichte 1895 verurteilt wurde und sich daraufhin
aus Deutschland absetzte. Durch sein Untertauchen verschwanden seine
Bücher aus den Regalen der Buchhandlungen und sind seither in
Vergessenheit geraten – dies, obwohl er zu Recht als Vor-Dadaist
bezeichnet werden kann. Diese Textsammlung begibt sich auf Spurensuche.
Werke (Auswahl): »Gorgonenhäupter« (1887), »Der abenteuerliche Pfaffe
Don Juan« (1889), »Manometer auf 99!« (1893), »Trotz Alledem!« (1894).
»Seine Phantasie ist vorwiegend malerisch
angelegt – er sieht scharf und deutlich; und er taucht seine Feder gern
in Makartsches Kolorit: schwellender Purpur, exotische Pflanzen,
wollustige Frauenleiber – daneben aber auch Bilder des Todes, modernde
Leichen und heiße Kampfesszenen sind die Lieblingsthemen seiner Poesie.«
Julius Brand über Franz Held, 1888
»Wir sind sind gewiß nicht prüde, aber das schweinische Wühlen im
Schmutz der menschlichen Selbsterniedrigung können wir nimmermehr als
Poesie anerkennen.«
Sonntagsblatt des Bundes, Bern, über Franz Held, 1888
304 Seiten mit Abb.
ISBN 978-88-7283-429-9
Edition Raetia 2012
He He He DA DA
– Franz Held, John Heartfield, Wieland Herzfelde
Bozen-Bolzano, 04.10. – 26.10.2012
Ein interdisziplinäres Kunst- und Literaturprojekt kuratiert
von Hans Winkler und Martin Hanni produziert von Lungomare Bozen-Bolzano
in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Bildungsausschuss Jenesien,
der Edition Raetia, dem Filmclub Bozen und der Akademie der Künste in
Berlin
Donnerstag, 04.10.2012, 18.30 Uhr
Filmprojektion im Filmclub Bozen
John Heartfield, Fotomonteur
D 1977 | 65 Min. | Regie: Helmut Herbst, Drehbuch: Tom Fecht
Freitag, 05.10.2012, 19 Uhr
Lungomare Bozen-Bolzano
Eröffnung der Ausstellung
He He He DA DA – Franz Held, John Heartfield, Wieland Herzfelde
mit einer Live Filmvertonung:
Dada Sonore, Hommage an Renè Clair: »Paris qui dort« und »Entr’acte« (1923)
Musik von Stefano Bernardi & ziZ
Samstag, 06.10.2012, ab 15 Uhr
Jenesien/San Genesio
He He He DA DA–Fest
(Treffpunkt um 15 Uhr bei Lungomare und anschließende Seilbahnfahrt)
15.30 Eröffnung der »Franz-Held-Bibliothek«
16.00 Lautpoetische Wanderung mit Martin Abram bis
zum Gruberhof in
Afing
17.00 Marende beim Gruberhof
18.00 Buchpräsentation Edition Raetia »Franz
Held – Vordadaistische Texte
aus Jenesien« mit: Hans Winkler, Kurt Lanthaler, Martin Hanni
19.30 Franz Held-TRIS
www.lungomare.org
http://www.franz-held.com
http://www.raetia.com/index.php?id=1708
Terminankuendigung : Lesung
»Goldfish, Glühwurm, holy shit und Murmentenfett«
Das Heft, in welches ich meine italienischen Gedichte niederschrieb
Ist mir während des Winters in Berlin abhanden gekommen.
Sprachspiele/Linguaggi in gioco
Sonntag/domenica, 7. 10. 17:00 Uhr
Schloss Pienzenau, Meran/Merano
Es lesen Stefano Zangrando und der Unterfertigte (welcher Obiges zum Vortrage bringen wird). Moderation: Martin Hanni
Η γυναίκα έδωσε στον άντρα ένα μήλο. Oder so.
Der Satz: »Die Frau gab dem Mann einen Apfel.« scheint simpel.
In Englisch z.B. kann man ihn auf drei Arten formulieren (die
möglichen deutschen Permutationen überlassen wir dem Leser):
# The woman gave the man an apple.
# The woman gave an apple to the man.
# An apple was given to the man by the woman.
In Griechisch gibt es (und haben wir) einige Möglichkeiten mehr.
Frage also, dieser Tage:
Ist das pure Zeitverschwendung und Verkompliziertheit, die in der Folge
notgedrungen dazu führt, daß (u.a.) in der Londoner City über
Griechenland entschieden wird (in vergleichsweise armer Sprache)?
Also:
# Die Frau gab dem Mann einen Apfel
# Η γυναίκα έδωσε στον άντρα ένα μήλο.
# Η γυναίκα έδωσε ένα μήλο στον άντρα.
# 'Εδωσε ένα μήλο η γυναίκα στον άντρα.
# 'Εδωσε η γυναίκα ένα μήλο στον άντρα.
# 'Εδωσε στον άντρα η γυναίκα ένα μήλο.
# Στον άντρα έδωσε η γυναίκα ένα μήλο.
# Στον άντρα έδωσε ένα μήλο η γυναίκα.
# 'Ενα μήλο δόθηκε από τη γυναίκα στον άντρα.
# 'Ενα μήλο δόθηκε στον άντρα από τη γυναίκα.
# Δόθηκε ένα μήλο από τη γυναίκα στον άντρα.
# Δόθηκε από τη γυναίκα στον άντρα ένα μήλο.
# Δόθηκε στον άντρα ένα μήλο από τη γυναίκα.
OΛΑ 1 €uro. Όλα ένα ψέμα. Part Two.
»Many Greeks
believe – correctly – that many of the country’s political leaders and
rich elite, the filthy rich oligarchs who run the country and drink
wine out of the skulls of the poor, don’t pay taxes and hide their
money in secret bank accounts in Switzerland and offshore accounts
where they can’t be taxed.
They’re right, of course, but there’s no way to prove it because
the Swiss, who delight in hiding and laundering money from criminals,
Nazis, crooks, and tax evaders of all stripes and countries, won’t
reveal who is using their banks.
Greek politicians know that, of course, so they went through the
transparent charade of asking the Swiss Bank Association to release the
names of rich Greeks banking in Switzerland, knowing full well it would
be refused, and it was. Now they can say, “Hey, we gave it a shot,” and
laugh all the way to their Swiss banks, which are so secretive even
James Bond used them in Casino Royale.«
Schreibt Andy Dabilis, ehemals »Boston Globe«, seit 2004 Korrespondent (Southeast European Times, Athens Correspondent at Greek Reporter) in Athen.
OΛΑ 1 €uro. Part One >>> hier:
(Vorgemerkt zur einarbeitung ins glossar zu: Odessa. >>> hier mehr:)
«Das sind durchgeknallte Künstler, die irgendeinen Mist ablassen»
Christoph Mörgeli (als SVP-Politiker) dixit.
Heute sagt sein Arbeitgeber, die Uni Zürich: Medizinhistoriker Mörgeli wird entlassen. »Hauptursache für die Kündigung ist die von der Universität als ungenügend eingestufte Arbeitsleistung von Mörgeli als Kurator.«
Ach!, Helvetia.
Felseld, dessen Name
aus einem dieser erschreckend zufälligen administrativ
en
Versehen resultierte, die sich, im Nachhinein, immer als kalte, wenn
auch nicht geplante Absicht herausstellen, Felseld also war das
Ergebnis eines Versehens, wenn auch im Wortsinne.
Felsfeld, Wilfried. So hatte es sein Vater vor Zeiten dem Gemeindeschreiber in die Feder seiner Amtsbücher diktiert.
Der Gemeindeschreiber aber hatte seit dem allerersten seiner
seither an einer schier endlosen Perlenschnur gereihten Amtstage seine
liebe Mühe mit dem f, dem kleinen. (Nie aber eines mit dem F. Klare Sache, das: ein Strich, zwei Striche.)
Es sah ihn, dieses f, immer so seltsam blinzelnd an. So ich will ja nur spielen, geh weiter, es war ein Etwas an dem f, das auf und davon war, sobald der Gemeindeschreiber genauer hinsah, ein Etwas, das sich samt dem f
mit einem leisen Knistern ins Nichts auflöste, direkt vor seinen Augen,
jedesmal aufs Neue: und so hatte er seinen Kampf von Anfang an verloren
gegeben. Und sah immer ein wenig geknickt in die Welt, seitdem. Wenn
auch leise.
Öffentlich, zum
Beispiel, ein Wort, das in amtlichen Textormulierungen häuig vorkam,
schrieb der Gemeindeschreiber, nach einer ganzen Reihe von ziemlich
verschnupten schritlichen Auorderungen des Bürgermeisters, dem atalen
Fakt endlich abzuhelen, im Sinne der Öentlichkeit und ihrer
Anorderungen an eine unktionierende öentliche Verwaltung, deren Ausicht
wiederum ihm als Kop des Gemeindeausschusses von Amts wegen augetragen,
olglich habe er sich, der Gemeindeschreiber, geälligst etwas einallen
zu lassen, und zwar soort, sonst hele er ihm weiter, und zwar in die
tiesten Verließe des Gemeindearchivs, wo er, so sich ürderhin kein
Fortschritt einstelle in der Sache, und zwar lugs, leißig Staub egen
düre ür den Rest seines mikrokealen Lebens.
»Oder bin ich errückt, und laß mir das geallen, als Bürgermeister?«, schrie der Bürgermeister.
»Verrückt schreibt man mit Vogel-Vau«, sagte der Gemeindeschreiber. »Und mikrokephal mit ph.«
Und ging trotzdem in sich und versuchte, tagelang, wochenlang,
endlich zu einer Lösung zu kommen in der Sache, wobei er, um sich nicht
unnötig abzulenken, jedes Wort sorgsam vermied, das mit dem ominösen
Buchstaben (so er kleingeschrieben) verseucht war. Sobald aber
Gemeindebürger von ihm die Eintragung neuer, nachgewachsener Bürger ins
Gemeindebuch wünschten samt dem gewünschten und von ihm einzutragenden
Namen – Nun: da war er machtlos. In Sachen des einen Buchstabens.
Bis eines Tages die rettende Idee sich einstellte.
Und seither schreibt der Gemeindeschreiber, wann immer der
unglückselige Buchstabe sich einstellt, diesen als seinen großen
Bruder, also öFFentlich.
Felselds Vater aber hatte seinen Sohn ins Gemeindebuch eintragen lassen, bevor dem Gemeindeschreiber die glorreiche F-Idee gekommen war, und also hieß Felseld seither: Felseld, Wilried.
Weiter lesen:
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.
16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961.
Quellenverzeichnis Leipzig 1971.
Stichwort F. In: Bd. 3, Sp. 1210 ff.
Wir führen einen offenen Dialog
Die Geschichte geht so:
Αρνούνται οι ελβετικές τράπεζες το άνοιγμα λογαριασμών βουλευτών
Die Mitglieder des (letzten) Parlaments unter der
kommissarischen Übergangsregierung Papadimos hatten (mit Ausnahme der
Abgeordneten der Nea Dimokratia) den Generalsekretär des Parlaments
Athanasios Papaioannou ermächtigt, eine Anfrage über Existenz und
Guthaben von Bankkonten griechischen Abgeordneter an das
Außenministerium der Schweiz zu leiten, von wo es an den Verband
Schweizerischer Bankiers übermittelt wurde.
In seiner Antwort vom 24 Juli 2012 an das griechische Parlament schreibt die Schweizerische Bankiersvereinigung / SwissBanking:
»Wie wir Ihnen bereits in unseren E-Mails vom 25.
April 2012 und 11. Mai 2012 erklärt habe, ist es nicht Politik des
Schweizer Bankenverbands, Anträge mit einem derartigen allgemeinen
Inhalt an die Gesamtheit seiner Mitglieder weiterzuleiten. (...) Mitglieder
des (griechischen) Parlaments können sich direkt an ihre Banken wenden,
falls sie ein Konto in der Schweiz führen. Die schweizerischen Banken
sind jedoch nicht verpflichtet, Bescheinigungen auszustellen, dass eine
konkrete Person kein Konto bei ihnen führt.«
Auf der homepage der swiss-banking-gnome formuliert (»Wir über uns«) sich das dann so:
»Wir fördern das weltweite Image des Finanzplatzes Schweiz.
Wir führen einen offenen Dialog mit einer kritischen nationalen und internationalen Öffentlichkeit.«
...
»Wegen des internationalen Drucks auf
Steuerflüchtlinge und der geplanten Abgeltungssteuer gehen wir davon
aus, dass insgesamt Hunderte Milliarden Franken aus der Schweiz
abfließen werden.«
UBS-Vermögensverwaltungschef Jürg Zeltner
in dem Magazin »Schweizer Bank«, letzthin, ziemlich unleichthin.
(Kann doch nicht sein. dann mueszten die ja irgendwann sogar einmal
arbeiten, fuer ihr geld. anstatt klaglosen schwarzgeldbesitzern
supergebuehren (überrissene gebuehren : sagt der
sprachhelvetismus dazu) abzuziehn.
Ach!, Helvetia.)
OΛΑ 1 €uro. Όλα ένα ψέμα.

(Vorgemerkt zur einarbeitung ins glossar zu: Odessa. >>> hier mehr:)
Für sowas gibbts föllig zurecht 100.000 Euronen vorschusz vom »Verlag«:
»Die Überwindung der Akne hat Spuren hinterlassen.«
Das ist doch mal n vorschlag
: 18 % einkommensteuer auf den ersten verdienten euro
Greece’s lenders, the Troika of the European
Union-International Monetary Fund-European Central Bank (EU-IMF-ECB)
which is putting up $325 billion in bailouts, has proposed there be
only four tax brackets:
18 percent for those making 0-22,000 euros
35 percent for 22-45,000 euros
40 percent for 45-100,000 euros
45 percent for over 100,000 euros
(Vorgemerkt zur einarbeitung ins glossar zu: Odessa.)
Had been bolted away with
When this novel first appeared in book form a notion got
about that I had been bolted away with. Some reviewers maintained that
the work starting as a short story had got beyond the writer’s control.
...
Nur dasz es diesmal nicht eine short story ist, die uebern kopf beyond the control waechst : sondern eine novelle.
(Mit absicht? - Nein, mit marmelade!)*
Worum gehts? Immer noch: Ap' ta sínora. >>> hier mehr:
* das filetstueck eines witzes, der so beginnt: Herr Lehrer
(daran merken wir : es spielt sich in der vergangenheit), Herr Lehrer!,
der Franzl hat mir mein Brot auf den Boden geschmissen. Lehrer: Mit
Absicht? Fortsetzung s.o.)
Aus der reihe : pflegebeduerftige paralipomena :
Wer öfter mit sich selber pennt. Ist Rezensent.
Goldfishs dreiundfuffzichste reise um die halbe welt
Erstens war das weltmeer da
und zweitens die einoede
drittens die kalaffkissa
und ihre kleine goere
Viertens, was verwunderlich
ein dickes packen plunder
sowie, vollkommen unsichtbar
ein krimenkapazunder
So sasz im fuenfeck man
im gold, und was ein wunder
es war der buckelwal
der da daununder
(Auszug aus einer kurzen Rede zur Poetik, versuchsweise gehalten)
Ansatz 3: Von Sprachen. Und deren Miß-Brauch.
Um auf Literatur als solche zu sprechen zu kommen, quasi im
Rösselsprung, und ihr Verhältnis zu Sprache: das ist,
selbstverständlich, ein Verhältnis des Mißbrauchs, das zwischen
Literatur und Sprache. Ein ab-usus. Dient doch Sprache dazu, den Erwerb
von zwei Kilogramm Kartoffeln zu verhandeln sowie deren Preis.
(Das gilt natürlich nicht
im Falle, man zöge sich eines meiner ebooks aus dem Netz. In dem Falle
diente Sprache, wohl vergeblich, höchstens dazu, Grünen wie Piraten zu
erklären, daß »Kulturflatrate« und »Kulturmark« auch nichts anderes
wären als Sozialhilfe, und also dankend abgelehnt wird.)
Ein literarischer Text aber, und also, bemächtigt sich, ist er
gelungen, ganz usurpatorisch der Sprache – er mißbraucht sie
fürchterlich. Das ist dann Literatur.
Die häufig, und gerade in ihren mehrheitsfähigeren, verkaufbaren
Spielarten, dann allerdings so tut, als ob rein gar nichts wäre, mit
den Sprachen:
– Von der Sprache, in der sie schreibt, also nicht allzu viel weiß: hat diese doch prävalent dem Vorwärtskommen eines Ungetüms namens Plot zu dienen.
– Und von der Sprache, in die sie sich schreiben würde, nähme sie ihre Sache ernst, schon gar nicht.
Letzteres, also die Sprache, in die geschrieben wird (im Unterschied zur Sprache, in der geschrieben wird) scheint mir einen zweiten Blick wert zu sein.
An einem vollkommen hypothetischen Beispiel festgemacht: Es schriebe da
einer in Deutsch einen Roman, der in Mexiko City spielt. Und eben nicht
(ausschließlich) auf dem Gelände der dortigen Deutschen Botschaft. In
diesem Roman würde sodann, zum über den reinen Inhalt hinausgehenden
Zeichen und Beleg der mexikanischen Verortung des Romans, das ein oder
andere »caramba!« in die Dialoge filtriert, sowie, ab und an, Tortillas oder cerveza erwähnt, idealerweise kursiv gesetzt.
Das ist, spitz formuliert, der Normalzustand der Verfaßtheit von
Literatur. Und das hat gute Gründe: Die der Vermittelbarkeit, zum
Beispiel. Des stillschweigenden Abkommens zwischen Sender und
Empfänger, sich nicht zu überheben.
Andersherum besehen: Ein deutscher, in Mexiko City spielender Roman,
dessen Dialoge überwiegend im mexikanischen Spanisch geschrieben sind:
wäre zumindestens: unverkäuflich.
Was aber ist mit einem Mittelding, einem Halbhybrid, wenn Sie so
wollen? Einem Roman also, der die »andere« Sprache ernster nimmt als
bloß als touristischen Farbklecks, der ab und zu signalhaft wie lieblos
ins Kapiteleck gerammt wird? Der sich diese »andere« Sprache aneignet,
sie in die »eine« implantiert, gegen alle Immunabwehr. Und was
schließlich, in diesem Zusammenhang, wären dann: die Immunsuppresiva?
Die Aneignung der »anderen« Sprache in die »eine« ist die Erfindung einer vorläufigen Neu-Sprache. Und:
Die Aneignung der »anderen« Sprache in die »eine« ist sicherlich auch
eine »contaminatio«, unter Umständen auch im Sinne Pasolinis.
Und damit auch – wenn, wie eingangs gesagt, Literatur Sprache mißbraucht – sozusagen ein Mißbrauch höherer Ordnung.
Mißbrauch der »anderen« – als der nicht eigenen – Sprache also: Dessen
ich mich hiermit schuldig bekenne, – und, wenn auch nur halblaut, Herrn
Pasolini verdächtige.
Um es kurz zu machen (Geständnisse sollten par tout kurz bleiben, alles
andere wär: autobiographisch, und das ist von gegen Null tendierendem
Interesse; zudem sei mir, aus Gründen des Zeitrahmens, Beleg- wie
Beweisführung erlassen):
also: Natürlich ist es eine zwangsweise, zudem unlizensierte, von den
Betroffenen, den Ent-eigneten, nicht genehmigte Aneignung, wenn ich (da
es ein Geständnis ist: darf ich von mir, das heißt: meiner Arbeit
sprechen), … wenn ich zum Beispiel das Arberesh, die alte italienische
Variante des Albanischen also, in einen Roman aufnehme. Oder
Napuletane, also Napoletanisch, sprechen lasse, in einem anderen Roman.
Griechisch, Brindisinu, und Chinesisch. Oder eben Italienisch. Zumal
von, sagen wir, Hamburg aus gesehen. Oder Innsbruck.
Soweit das Geständnis. Folgt nun die Verdächtigung:
Unter Umständen ist diese Aneignung der »anderen« Sprache mehr als
»nur« der Spaß an der Freud, mehr als »nur« Frage der Melodie und der
Musike, mehr als »nur« der Versuch, den Dingen wie den Wesen nahe zu
kommen. Unter Umständen ist es auch der Versuch: Von sich weg zu
kommen, Sicherheiten und Gewißheiten zu verlassen. Und schließlich
auch, wenn Sie so wollen, von sich abzulenken. Zum Preis von,
abschließend angemerkt, Conquista, Kolonentum, und Kolonisation. Dem
Risiko des Miß- wie Un-Verständnisses ausgesetzt auf dem Weg in die Piccole patrie, die kleinen Heimaten, wie sie im Gründungsakt der pasolinischen Academiuta stehen.
(Man weiß übrigens von
Arno Schmidt, daß er ein passables Englisch schrieb, in seine Texte.
Aber ein völlig unverständliches Englisch sprach. Tatsächlich hielt er
– abseits des Rundfunkes, was gesondert zu betrachten wäre, ich sage
nur: Tonschnitt – nur eine einzige öffentliche Lesung: 1956, in einem
Schülerheim. Und flüchtete mit dem letzten Wort in die Kulisse.)
(...)

(mit Marco Russo und Angela Felice)
Aus:
»
De l'invenzione delle lingue
Von der Erfindung der Sprachen
Über usus und abusus der »anderen« Sprachen in literarischen Texten;
anhand einer äußerst begrenzten Auswahl dargelegt. Und von der
Errettung durch die Glossare.
Dell'uso e dell'abuso delle »altre« lingue in testi letterari; che si
vuol dimostrare utilizando un ristrettissimo campione. E della salvezza
nel glossario.
«
Tja, so warns: Made in Germany
»Sie klauten Ideen, kopierten Produkte
und fälschten Qualitätssiegel: Deutsche Unternehmer galten im 19.
Jahrhundert als dreiste Industriespione und ihre Produkte als
Ramschware. Zum Schutz führten die Briten das Schandsiegel "Made in
Germany" ein.
...
Fast hemmungslos kopierten deutsche Firmen britische Produkte und
brachten ihre qualitativ zweitklassige Ware dann zu Dumping-Preisen auf
den Markt. Ein extrem niedriges Lohnniveau und nahezu unbegrenzte
Arbeitszeiten in Deutschland machten es möglich. "Billig und schlecht"
seien die heimischen Produkte, resümierte der deutsche
Maschinenbauprofessor Franz Reuleaux während des Besuchs der
Weltausstellung in Philadelphia 1876, wo auch deutsche Firmen ihre
Produkte präsentierten. Das vernichtende Urteil über seine Landsleute
machte zur Genugtuung der Briten weltweit Schlagzeilen. "Cheap and bad"
- die Deutschen hatten ihren Ruf endgültig weg.«
(Vorgemerkt zur einarbeitung ins glossar zu: Odessa.)
Welcome to the machine III
62065 25-Aug 12:57
126496 LHCb Giovanni V.
Dead time too high for VELOC happened a few times. There was no time to actually read the alarm display!!
messages appeared and disappeared too fast.
The system has recovered without any intervention!!
Felseld, von dem bekannt
ist, daß er ein studierter
Landwirtschaftler ohne irgendeine Ambition, das Erlernte auch in die
Praxis umzusetzen, Felseld ging eines Tages seines Weges sowie völlig
absichtslos durch die Landschaft, sozusagen lustwandelnd.
Und stieß, Felseld, prompt auf eine ziemliche Überraschung. Und
zwar an einem frühen Freitagnachmittag, zu einer Zeit also, als andere
noch arbeiteten. »Das wäre, wüßte ich's nicht besser und
hätten mich meine langjährigen Studien nicht bestens darauf vorbereitet
…«, sagte er zu sich und sah sich um: er stand wirklich allein auf
weiter Flur, »das wäre« fuhr er also und beruhigt fort, – Felseld war
einer, der auch nurmögliche Überraschungen am liebsten mit schonmal
keinem teilte, »… das, tatsächlich wäre jetzt … eine Überraschung.«
Und war stehen geblieben.
»Ist es.«
Da stand doch wirklich ein Bär in Braun. In Leib und Leben. Vor
einem Bienenstock, dem seine ganze, also ziemlich massive,
Aufmerksamkeit galt. Das aber, erstmal, war nun keine wirklich
Überraschung für Herrn Felseld.
Die Presse hatte ausführlich berichtet über die Invasion der
Bären (kurz zuvor vom Sterben der Bienen), zudem war er, Felseld, trotz
alledem, immer noch sozusagen vom Fach. Bienenaufzucht gehört, im
weitesten Sinne, durchaus zur Landwirtschaft. Aber. Aber.
Der Bär trug Imkerhut und Imkerschleier. Der Hut saß etwas knapp.
Soweit keine große Überaschung: Felseld entsann sich einer
Flurbegehung seines ehemaligen Institutes, der er nur gefolgt war, weil
sie in die Weinhügelgegend Grazens geführt hatte.
Gar nichts mitzubekommen vom eigentlichen Zwecke war ihm nicht
gelungen, damals. Und so wußte er zum Beispiel, daß Imker
Thymian-Geist zur Vereinigung von Völkern einsetzen, mit Anisöl Bienen
anlocken und sie bei Räuberei mit Apisol beruhigen. Undsofort.
Felseld also sah vor sich einen zu voller Größe aufgerichteten
braunen Bären, der ganz offensichtlich auf dem letzten Stand der
Imkereitechnik war. Hut und Schleier.
Etwas aus der Mode gekommen allerdings, und bei dem Bären hier,
wohl aufgrund seiner normalerweise etwas abgelegenen Lebensweise, noch
nicht so richtig in seiner Illegalität angekommen, war das dritte
seiner Imkerwerkzeuge: eine Imkerpfeife, aus der es mächtig dampfte.
Das, dachte Felseld, als er sah, wie der Bär an seiner Pfeife
pfaffte, das: wird dein Untergang sein, Meister. Entweder so. Oder so.
Ziemlich nachdenklich
sind wir heute«, sagte der eine.
»Wer?«, sagte der andere, nach einer Weile.
Statler, der eine, der mit den Büchern, und Waldorf, der andere
und mit Kastenwägen im Geschäft, saßen wieder einmal oben auf ihrem
Balkon und also im Hochparterreschaufenster des Vasenladens ihrer
Nachbarschaft. Draußen war es Sommer und saukalt. Und hier drinnen
brannte Keramik im Ofen in besseres Leben. Es ließ sich also sein.
Zumal sie keine Keramik am Hut hatten, Statler und Waldorf. Dafür den
Blick auf die Straße. Auf der gerade nichts Nennenwertes zu sehen. Wie
übrigens die letzten Stunden auch.
»Wer schon …«, sagte Statler.
»Nachdenklich? Du? Ich habs für reine Schweigsamkeit gehalten,
deinerseits«, sagte Waldorf. »Die allerdings durchaus unüblich ist, ich
weiß.« Dann schwieg er. »Also vielleicht doch Nachdenklichkeit. Es
geschehen Zeichen und Wunder. In dem Falle.«
»Nun: … ich habe letzthin was gelesen.«
»Ach.«
»Und vielleicht sollte ich besser nichts mehr lesen«, sagte Statler.
»Du, mit deinen Büchern im Geschäft: wie soll das gehn?«
»Das geht schon. Da gibt es durchaus berühmte Beispiele.«
»Wer?«, sagte Waldorf.
»Marco Polo.«
»Der liest nicht?«
»Mann: Den hab ich gelesen. Gestern. Ich hätt es besser bleiben lassen sollen.«
Draußen auf der Straße versuchte ein zu großes Vehikel sich mit Anlauf in einen zu kleinen Parkplatz zu zwängen.
»Wenn du so was fährst, sind die paar Tausender Strafzettel und
Rechtsanwaltsrechnungen auch schon egal«, sagte Waldorf. Es war nicht
auszumachen,
»Und was schreibt dieser Polo?«, sagte Waldorf, während er den Manövern des Vehikels aus der Polo-Groß-Familie zusah.
»Er erzählt von den Bürgern von Felech«, sagte Statler. »Die
seien Menschenfresser gewesen. Soweit alles klar. Aber jetzt kommts:
Jeder, schreibt er, verehrt den ganzen Tag lang das, was sich am Morgen
seinen Augen zuerst gezeigt hat.«
»So«, sagte Waldorf. Und meinte die blechern zur Ruhe gekommene Einparkarie.
»Ja«, sagte Statler. »Verehrt, was er morgens zuerst sieht. Ich habe es getestet. Und versucht.«
»Verstehe«, sagte Waldorf. »Also: Falls es Kaffee war, keine
Sorge. Es werden schon Kathedralen gebaut samt Religionszugehörigkeit,
für diese Kaffeekapseln. Da sollte das mit der Verehrung dann auch
organisiert klappen.
Statler schwieg.
»Sag schon«, sagte Waldorf.
»Es war mein Bauch«, sagte Statler.
Weiter lesen:
Heinz Knobloch. Schlemihls Garten.
Verlag Das Arsenal. Berlin 1989
Laufende emgedichte 12
(etude auf die letzten wochen)
Irgendwann sind alle gags verschossen
Irgendwann sind alle reime abgeraucht
Irgendwann ist gut, dann wird beschlossen
Irgendwann sei auch ersatz verbraucht
Irgendwann, da gehts an die gonaden
Irgendwann ist wirklich schicht im schacht
Irgendwann, man halte es zu gnaden
Irgendwann : da ists vollbracht
Und fuer (unverbesserliche) nostalgiker : der rest, ruecklaeufig, hier >>>
Bruessler spitzen : Wo ist das problem?

Vorhersage : es wird ein freundschaftspiel. immerhin ist man der beste kunde. des drittweltbesten.

Quelle: SIPRI Fact Sheet, March 2012
Alarme in Zona Cesarini
Deswegen, Signor Ispettore,
deswegen habe ich den Mann mit seiner lächerlichen Anzeigetafel
erschlagen. Seitlich an die Carota. Er fiel um, die Tafel neben ihn,
die Leuchtziffern flackerten noch kurz auf. Und aus und vorbei. Man
zerstört nicht ungestraft die Zona Cesarini. Insomma, ho fatto quello
che si doveva fare.
Natürlich hat man sich die Geschichte als Verschwörung größeren
Ausmaßes vorzustellen. Dazu muß man kein Paranoiker sein. Es war
Sonntag für Sonntag zu beobachten, die Sache spielte sich vor aller
Augen ab, und anfänglich, vor einigen Jahren also, aber fragen Sie mich
nicht nach dem Jahr, anfänglich war es den Kommentatoren sogar
aufgeregte Randbemerkungen wert.
Vor aller Augen also. Wie Sie wissen, eine der
Grundvoraussetzungen für eine funktionierende Verschwörung: die
maximale Öffentlichkeit. Zehntausend Leute in einem Stadion sind eine
ganz schöne Öffentlichkeit und wenn sie die fünfzehn Fernsehkameras
mitrechnen und das, was an ihren Kabeln hängt, die Öffentlichkeit der
Öffentlichkeit, verstehen Sie, wieso keiner die Verschwörung entdeckt
hat.
Renato Cesarini, Italoargentinier, geboren 1906, gestorben 1969.
Torino, 13 dicembre 1931. Si giocano gli ultimi minuti di
Italia-Ungheria, con risultato fermo sul 2-2. Ha la palla l'ala destra
italiana Costantino, che si avvicina all'area di rigore magiara ma
tergiversa; su di lui, come un avversario, si getta Cesarini, lo
carica, fa pochi passi, tira e segna. Era alla sua terza partita in
nazionale e dopo aver marcato una rete all'esordio Italia-Francia, a
gennaio, si era ripetuto a Berna nel marzo, pareggiando proprio negli
ultimi minuti.
Es war die Geburtsstunde der Zona Cesarini, Signor Ispettore.
13. Dezember 1931. Es war Cesarinis drittes Spiel in der italienischen
Nationalmannschaft. Und es steht, seit Ewigkeiten schon, 2:2 gegen die
Ungarn. Da stibitzt sich Cesarini den Ball vom Fuß eines Kollegen, als
ob’s der Gegner wär, geht aufs ungarische Tor los, links, rechts,
Schuß, Tor. Wenige Sekunden vor dem Schlußpfiff. So schießt er sie
immer, seine Tore. Vor dem Schlußpfiff. In der Zona Cesarini.
Cesarini muß Einstein gekannt haben. Höchstwahrscheinlich von
einem Urlaub am Lago Maggiore her. In Einsteins Nachlaß fanden sich
zwei Postkarten, cordiali saluti, gezeichnet Renè. Mehr nicht. Was
bezeichnend ist. Cesarini selbst hat seine gesamte Korrespondenz 1943
vernichtet, am Brenner winkten die Tirolerhüte Hitler zu.
Vielleicht sollten Sie den Fall abgeben, wenn Sie sich für
Fußball und die moderne Physik nicht interessieren. Man ist als
Polizist ja so schon geschlagen genug.
Natürlich ist die Anwendung der Einsteinschen
Relativitätstheorie auf die letzten Minuten eines Fußballspieles eine
hochkomplexe Sache. Weil man ja, und das ist der Clou, nie so genau
weiß, wann die letzten Minuten angebrochen sind. Gut, der
Schiedsrichter schaut auf die Uhr. Aber was sieht er da?
Und so weiteten sich die letzten Sekunden eines Spiels zu
Ewigkeiten, und Cesarini wurde ihr Gebieter. Schoß seine Tore in den
vierdimensionalen Raum, der auch als Nachspielzeit bekannt ist. Keine
Sekunde zu früh (Gegentor), keine Sekunde zu spät (Schlußpfiff). Er
herrschte unangefochten über diesen schmalen Korridor zwischen
Spielende und Spielaus, wußte lange vor dem Schiedsrichter, wann der
abpfeifen würde. Er war der Reisende in der Zona Cesarini. Er verstand
ihre Regeln, kannte ihre Gesetze, die der Rest der Welt nur ahnen
konnte. Wann pfeift die Pfeife endlich ab?
Man kam, sämtlichen theoretischen Unterlagen waren von Einstein
und Cesarini ja vernichtet worden, man kam, als man nach dem zweiten
Weltkrieg sich wieder mit wichtigeren Dingen beschäftigen konnte, man
kam und kam der Zona Cesarini nicht auf die Schliche. Also sprach man
von ihr wie von einem unerklärlichen Naturereignis. Was sie letztlich
ja auch ist. Und man verfluchte und vergötterte sie. Je nach Spielstand
und Spielausgang.
Aber insgeheim saß man zu Konferenztische und versuchte, der
Zona Cesarini, diesem ungelösten der letzten großen Welträtsel
beizukommen. Versprach sich ökonomische wie militärisch-strategische
Vorteile, wenn nicht gar Vorherrschaft davon. Vertraute auf die pure
Brachialgewalt vernetzter Großrechner. Was natürlich nicht gelingen
konnte. Und so kam der Tag der großen Verschwörung.
Und es traten schwarzgekleidete Männer an die Seitenlinie und
hoben ihre Tafeln, und von denen leuchteten diodene Ziffern die obskur
errechnete Nachspielzeit in die Welt. Und jeder konnte, addierte er die
Zahl auf der Tafel mit der Zahl auf seiner Uhr, das Spielende
vorhersagen.
So hatte man, weil man sie nicht erklären konnte, die Zona Cesarini abgeschafft.
Deswegen, Signor Ispettore, deswegen habe ich den Mann mit
seiner lächerlichen Anzeigetafel erschlagen. Seitlich an die Carota. Er
fiel um, die Tafel neben ihn, die Leuchtziffern flackerten noch kurz
auf. Und aus und vorbei. Man zerstört nicht ungestraft die Zona
Cesarini. Insomma, ho fatto quello che si doveva fare.

(R.C., stehend, 1. v.l.)
Der Begriff der Zona Cesarini wird längst auch im übertragenen Sinne benutzt:
für »in allerletzter Minute«, »in extremis«.
Beispiele aus der italienischen Tageszeitung »La Repubblica«:
»A meno che anche nella mattinata si aggiungano altre
rinunce. In questo caso occorrerà intervenire in "Zona Cesarini".
L'alto numero di assenti potrebbe far scattare la linea dura adottata
nel 2008, quando …«
(zu Abiturprüfungen. 190612)
»Milano (e l’Italia) si possono ancora salvare in zona Cesarini. Ma il tempo a disposizione è pochissimo …«
(zu EXPO 2015. 180612)
»ND e SYRIZA accreditati entrambi del 25 % circa. Tutti e due a caccia in zona Cesarini non solo degli astenuti del mese scorso …«
(zu Wahlen Griechenland. 170612)
Der tag, an dem wir
Der tag, an dem wir
den fischen die namen
von saengern gaben: |
|
| War ein guter tag |
Καζαντζίδης |
|
Νταλάρας |
| Der tag, an dem
wir |
Τσιτσάνης |
beim essen der fische
die lieder der saenger sangen: |
|
| War ein guter tag |
Γαύρος |
|
Μπαρμπούνι |
| Der tag dann, an dem die |
Πεσκαντρίτσα, la rana
pescatrice |
fische uns namen
von saengern gaben:
War ein guter tag |
|
aus: Egnatía
odós (I-XVI)
Fortschreibung der gleichtiteligen gedichte des bandes
Offene Rechnungen. Ανοιχτοί
Λογαριασμοί
Berlin. Sonntag, 17.06. Bank Ru(i)n.

Die SZ weisz es. Hat es nur falsch verortet:
»Sollten die Griechen am Montag die
Banken stürmen, wollen EU-Kommission und die EZB noch am gleichen Tag
ein Expertenteam nach Athen entsenden. Offiziell würde die Mission als
"technische Hilfe" deklariert, treffender wäre die Beschreibung, dass
die Fachleute die Führung der griechischen Zentralbank vorübergehend
übernähmen.« (17.06.12)
Keine Auszahlungen

»In einem ersten Schritt würden alle Kreditinstitute geschlossen und alle Geldautomaten abgestellt.«
Done.
PBank Finanzcenter Bergmannstr, 10961 Berlin. Heute mittag. Im Vorgriff.
ZDFVideotext
| Griechen werfen Russen raus |
205
|
| Und das ist erst der Anfang |
206
|

Riceviamo, traduciamo, e volentieri pubblichiamo (17.6.12, ore 15:00) (*)
(Unverlangt eingesandt, haben wir folgendes manuskript uebersetzt und stellen es unseren lesern gerne zur verfuegung. die red.)
So, liebe freunde, mal n laengeres gedankenspiel (© arno schmidt);
oder eben, wems beliebt, ein thought experiment :
Angenommen, italiens parlament, regierung und staatspraesident sind
kommenden montagmittags (und wieso nicht, wir italiener spielen gerne)
… die sind also ausnahmsweise mal genau einer meinung. und erklaeren
mit allen konsequenzen italiens sofortigen austritt aus euro und eu.
das geht. das ist rein rechtlich locker moeglich. auszerdem ist eh
schon sommer, und vor oktober hat hier bei uns keiner mehr grosz lust,
ne schaufel in die hand zu nehmen.
Montag, den 18.6. also, erklaert italien seinen austritt aus euro und eu, mit sofortiger wirkung. was bedeutet das?
Es waer das erste mal in der westlichen welt (der rest der welt kennt
sowas zur genuege), dasz ein land komplett in schutt und asche gelegt
wird. ohne dasz ein einziger bomber aufsteigen muszte. eine rakete
gezuendet wird. oder spezialeinheiten sich das schlachtermesser
zwischen die zaehne klemmen.
Frage: welches land zerfaellt zu schutt und asche, innert weniger tage?
griechenland: no
irland: no
portugal: no
spanien: no
italien: no
No piigs.
Die gehen an den strand, schwimmen ein paar runden, und spucken dann wassermelonenkerne in die gegend.
Das realexistierende schweinesystem da drauszen fuehrt naemlich
unweigerlich dazu, dasz (laengeres gedankenspiel, thought experiment)
zuallervoerderst, genau: Deutschland, in die steinzeit zurueck (sich)
(ge) (bomt) (wird).
Wie das technisch genau laeuft : dazu befragen Sie am besten den
bankberater Ihres vertrauens. und vertrauen Sie mir : es ist technisch
unausweichlich. (ich sag mal : target-salden, zb)
Also : Mal sehen, was wir italiener kommenden montagmittag zwischen
dolce und caffè zu mittagsmenueabschlusz, waehrend wir uns den ranzen
streicheln, so entscheiden werden.
E: Alfredo, per la Signora Germania una grappa auffe ause! aus dem 5eliterkanister. Unde gute glukke furde spiele.
(*)
Was dieses dr.cksblatt FTD kann
Σύσταση προς τους ψηφοφόρους
Αγαπητές Ελληνίδες, αγαπητοί Έλληνες
...
Wahlempfehlung
Liebe Griechinnen und Griechen
(Ach! : ftalphaville dagegen …)
was also FTD kann, koennen andere blaetter schon lange : uebersetzen.
Egnatía odós. Πέντε
Κι εντέλει
όλα είναι
μονάχα ζήτημα
οπτικής γωνίας :
το αν δηλαδή
έρχεται κανείς ή φεύγει
Und am ende
ist alles nur
eine frage
der blickrichtung :
ob man denn
kommt oder geht
aus: Egnatía
odós (I-XVI)
19:18 EEST
Εκλογικό θρίλερ δείχνει το έξιτ πολ
Too close to call
Σκληρή μάχη μεταξύ της ΝΔ (27,5%-30,5%) και του ΣΥΡΙΖΑ (27%-30%)
δείχνει το ενιαίο exit poll. Στο 10-12% το ΠΑΣΟΚ, Ανεξάρτητοι Έλληνες
και Χ.Α. στο 6-7,5%, ΔΗΜΑΡ 5,5% - 6-5% και ΚΚΕ 5-6%.
Waehrenddessen hier voodookueche (>>> wieder)

Ragu alle salsiccie siciliane. Zu ehren der Magna Grecia
Protektorat. Is doch ne erprobte idee
»Aus diesem Grund wäre es klug, darauf hinzuarbeiten, Griechenland zu einem europäischen Protektorat zu machen.«
Thomas Straubhaar, Tagesspiegel, Berlin. 06.05.2012
Schweizer Ökonom, leitet das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut
...
Der letzte, ueber den ich im zusammenhang mit »Protektorat«
schreiben durfte, landete in einem roman :
»Ich bin alter
Nationalsozialist und SS-Führer und darf für mich in Anspruch nehmen
...
Die uns in jungen Jahren in der Kampfzeit anerzogene Bereitschaft,
Aufgaben zu suchen und nicht auf sie zu warten, der ständige Einsatz
für die Bewegung auch nach der Machtübernahme, haben uns früher als
sonst üblich in Verantwortung gestellt.
Diese Aufgabe glaube ich
hier im Protektorat gefunden zu haben.
Heil Hitler! gez. Dr.
Hanns Martin Schleyer.«
(und meinte damit das »Protektorat Böhmen und Mähren« seligen angedenkens)
20:35 EEST : grad werden die doerfer ausgezaehlt
Προβάδισμα της ΝΔ δείχνει το exit poll
Ν.Δ. 28,6-30,0% - 127 (18,85%)
ΣΥ.ΡΙΖ.Α. 27,5-28,4% - 72 (16,78%)
ΠΑ.ΣΟ.Κ. 11,0-12,4% - 32 (13,18%)
ΑN.ΕΛΛΗΝΕΣ 6,8- 7,8% - 21 (10,61%)
ΧΡ. ΑΥΓΗ 6,5- 7,1% - 19 (6,97%)
ΔΗΜ.ΑΡ. 5,8- 6,6% - 16 (6,11%)
Κ.Κ.Ε. 4,8- 5,6% - 13 (8,48%)
Meanwhile: François Hollande's Socialist party wins absolute majority
in French assembly
Hatte gelegenheit,
einem radiojournalisten gestern auf nachfrage zu sagen:
Waer ich griechischer linker : ich wuerde mir mit
ner 3kiloschweren schraubzwinge die nase dichtklemmen und ND waehlen. (das
italienische turarsi-il-naso-prinzip)
'cause:
ellada ueber/untertaucht irgendwie 3-9 monate, dann wird italien
an die wand gestellt (POR und ESP interessieren zu wenig, zu wenig zu
holen. CYP ist am montag dran, was mir recht ist, ua wg einer
popenverseuchten und russenversuefften bank namens CPB/MIG) : DEU und n
paar andre in folge aber tiefst in der scheisze; und GRE ist +/- aus
dem schneider.
Dann waers allerdings zeit, GREintern endlich richtich klarschiff zu
machen. kalfaktern, kombuesen und kielholn. dem pack an den sack. und
dann gibts in GRE so wenig eine ND wie in italien eine DC. kein PASOK
und kein PSI. kai kanena SB. und : die popen graben kartoffeln im
klostergarten.
Wuerde ich machen. evtl sind wir hellenen nach n paar hundert osmanischen jahren nicht immer ganz dumm. evtl. we 'll see.
(die taktik wird uebrigens indirekt dadurch bestaetigt, dasz ein
in zuerich lehrender wirtschaftshistoriker heut dem Tagesanzeiger
gesagt hat: er wuerde syriza waehlen. http://bit.ly/Mde8zh)
schon klar, oder?
65ste minute. DEN1:1GERPOR1:1NED
New Democracy leader Samaras begins his speech as results indicate party will have a clear victory. SYRIZA’s Tsipras called to congratulate.
93ste minute. DEN:GER
Griechenland, sagt das
deutsche fernsehen, sei
: eine loesbare aufgabe
Na also : wieso nicht gleich
(Das war, schreibt mir
ein leser, auch nicht
die frage. vielmehr :
ob deutschland loes
bar sei. ich sag : ich
reich es weiter)
…
On bloomsday
it rains
like doomsday
Zwischen Bloomsday und Doomsday
wirds höchste Zeit für eine Reise. Also :
Goldfishs femtifemte reise gjennom et halvveis verden
Goldfishs funufluffzichste reise durch die halbe welt
Mensch fish!, sagt goldfish, waeres mein
das : erstens will ich gluecklich sein
ich waere zweitens ueberaus vergnuegt
– was mannem fish denn prompt ambart ansieht
mit dem er krillkrault quer durch welt
und meer und mehr – und weiter
waers dann nicht mehr schwer
Im nahverkehr von fjord und belt
zum bleistift, tummelt sich das all
es – musz nur aufgezeichnet werden
Sagt goldfish, und er pfeift gebaerden
greifend sich, den ollen buckelwal
Goldfish singt, naechtens : Ankuendigung
Samstag, 16. Juni 2012, ab 23:03 Uhr
auf Radio Oe1
Nachtbilder - Poesie und Musik
»Goldfishs reisen um die halbe Welt«
Von Kurt Lanthaler. Es liest Cornelius Obonya
Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser
Mit Musik von Abaji: Oriental Voyage
Um sich mit Goldfishs buckelwalgesaengen eine auszeit zu goennen : vom oeffentlichen schaugroeln.
Zur feier des tages erscheint zudem an besagtem 16.06. an diesem ort
und also hier : als epiphanie : ein taufrischer Goldfish.
Ordnungsnummer ± 60.
+++ werbeeinblendung +++
Weiterhin kaeuflich erhaeltlich sind zumal:
Goldfishs reisen um die halbe welt
Papierbuch : ISBN 9783852187341 / EUR 14,90
Elektrisches Buch: ISBN 9783852187495 / EUR 10,99
+++ werbeeinblendung +++
Passend zum tage:
Endlich mal serioese forschungsarbeit.
E. S. Benilov, C. P. Cummins, and W. T. Lee
alle drei : Department of Mathematics, University of Limerick, Ireland:
Why do bubbles in Guinness sink?
Laufende emgedichte 12
23ste minute. DEN:POR
Und rein. Lwiw aber
das ist ein schoenes
wort. ich kenn den ort
natuerlich nicht, weil
ich nicht allzuviele orte
kenne. da sammlich
lieber worte wie Львів
(wozu also so n rundes
ding auch gut sein kann)
und Львов und לעמבערג
und Լվով und Lemberik
77ste minute. DEN:POR
Allein vorm tor
ist auch allein
Da tut mannen
lieber : erst
gar nicht rein
(und drei minuten
spaeter dreht der
wind. es bluten
die substituten)
64ste minute. NED:DEU
Schurnalist mecht ma
sei : »Özil trägt den Ball
über das halbe Spielfeld
und schiebt ihn zu Müller,
der holt eine Ecke heraus.«
Derweil, also um 1894
schreibt einer lyriker so
was : »Ein Moder-Hirn
dort hat geschäumt.«
Laufende emgedichte 12
53ste minute. GRE:CZE
Gekas staubt ab. ganz so
als ob n kleiner huettenputz
dem erdbeben abhelfen wuerd
(Ich stell mir eben das dilemma
unsrer tante da oben im partisanen
public viewing vor : der griechin
die in der ČSSR aufnahme fand
Ob sie an fuszball intressiert, das
weisz ich nicht. gespielt wird
sie nicht haben. zuviel schrapnell
im leib, den rest des lebens lang
aus deutscher produktions)
Und uebrigens: nach ende vorrunde
koennen wir griechen gern nach hause
Da gibts genug zu tun. auf die
strasze zu gehen, zum beispiel
Die ruestungsvertraege : kawumm
einseitig kuendigen. D.F.A.USA
ersatzlos ins rohr schaunlassen
Den tuerken n liebesbriefchen
Und die popen : rackzack : aus
dem parlament schmeiszen, sollten sie
sich nochmals zur angelobung da vorn
hinstellen, die baertigen saekke
samt ihren drecksikonen

Laufende emgedichte 12
93ste Minute. POL:GRE
Das spiel gelaufen. die
andern spiele laengst
seit je geschichte. da darf
die linke taz denn auch getrost
sich sowas in den titel
schreiben : (und weiter hoffen)
»Jetzt ist Polen offen«
(war tag 1 der laufenden emgedichte 12. fuer ganz haertnaeckige ruecklaeufig komplett versammelt hier: >>>)
The discovery of a sensory organ
Es goldfisht sich wie gehabt
Goldfish schwamm durch den ural
Goldfish war sich buckelwal
munter weiter : und zwar dermaszen :

A new sensory organ, found within the
chin of rorqual whales, is responsible for coordinating the
biomechanics of their extreme lunge-feeding strategy. Left, a fin whale
after lunging; right, anatomy of the new sensory organ.
Art by Carl Buell, arranged by Nicholas D. Pyenson / Smithsonian Institution
» …
Here we report the discovery of a
sensory organ embedded within the fibrous symphysis between the unfused
jaws that is present in several rorqual species, at both fetal and
adult stages.«
in: Nicholas D. Pyenson et. al.: Discovery of a sensory organ that coordinates lunge feeding in rorqual whales. Nature. Published online 23 May 2012
____________
Und es sind – soviel annonce musz sein – des Goldfishs reisen um die halbe welt nunmehr auch als elektrisches buch zu haben.
Unter ISBN 9783852187495
Natuerlich auch weiterhin als auf unser aller hochgeschaetztem papier gedruckte ausgabe:
ISBN 9783852187341.
Sie haben die wahl. Wir die wale.
Pass mal uff, Alta
sagte die Stimme am Telefon, »paß mal uff, ikk hab dir da nen Vorschlach zu untabreitn. Also, Alta...«
»Ich höre«, sagte ich.
Immerhin war mir die Stimme unbekannt und der Mann hatte sich nicht vorgestellt.
»Also, Alta, ikk komm jetzt mal direktemang zu Potte: …«
Und er mußte mich für einen anderen halten. Einen jungen. Denn es gibt
in der Sprache der Inselbewohner Berlins eine Grundregel: Je jünger der
Adressat, um so zwingender, daß man ihn mit Alta (Alter) anspricht.
Und falls man mitten auf einer belebten Straßenkreuzung mit »Wo solls
den hinjehn, junga Mann?« angeredet wird, ist das ein deutliches
Zeichen dafür, daß man die Tür zum Speisesaal des Geriatrischen
Pflegeheimes grob verfehlt hat und der Gehhilfe wie der Orientierung
altersgemäß schmerzlich ermangelt.
Insofern hatte es sich der Anrufer eben gerade gröblichst vertan an mir.
»Na denn machenSe mal hinne mit dem Potte, junga Mann«, sagte ich also.
Bei Bedarf und Laune kann ich auch halbpassables Einheimisch.
»Die Sache ist nämlich diese, welche«, sagte er, »und daß wir einen neuen König für Deutschland brauchen.«
»Ich weiß«, sagte ich, »ist auch schon wieder eine ganze Weile tot, der gute Rio Reiser.«
»KommSe mir nich von der Seite, ja?« Konfus, der Gute. »Wo war ich?
Richtich: Also, Alta, uffjepaßt, einmalje Jelegenheit. Entweder sachste
jetzt ja, oder det wars dann jewesen. Also, wat is nu: willste, oder
willste nich?«
»Watten?«, sagte ich.
»Na, mit det Könichszeuchs, Mann, ey!«
Falls er auch verwirrt war, waren wir schon zwei.
Ich versuchte es also mit einem Trick und sagte: »Avviso alla gentile
clientela: pregasi aspettare in linea … Avviso alla gentile clientela:
pregasi aspettare in linea …«
»Da kannste mir mal, mit deim Schinesisch«, sagte der Mann, »aber
hochkant, mein Juter. Und nu laßma rüberwachsen: Machstes, oda machstes
nich?«
»Das mit dem König?«
»Bingo.«
»Bongo«, sagte ich, »mach ich nicht. Heut schon Zeitung gelesen?«
»Wasn dattn?«
»Da stand, der König war auf Elefantenjagd und hat sich dann die Hüfte
gebrochen. Und der Königssohnessohn hat sich bei Schießübungen in den
Fuß …«
»Watten?«, sagte der Mann, dessen ganze Aufmerksamkeit ich jetzt hatte.
»Ja nu«, sagte ich, »… in den Fuß geschossen.«
»Au Backe«, sagte der Mann.
»Das war wieder der König. Ist im Palast gegen ne Tür gelaufen. Backe,
Auge, Nase: alles blau. Und deswegen auch: Danke der Nachfrage, aber
ich möchte lieber nicht König werden. Wenn das jetzt noch möglich ist,
mit der Umbuchung.«
»Na jut, mal sehen, was sich machen läßt«, sagte der Mann. Und legte auf.
Io so. Noi sappiamo.
(Noch jemand, der gerne launiglustige italienische kitschkrimis schreiben moecht? nur zu.)
aus: »Odessa«. Roman in Arbeit. Der wiederum nichts als eine Vorarbeit
zu dem Roman »Das Δ des Deltas«
mehr zu Sera: hier >>>
Im uebrigen
liesze es sich auch, wollte man denn fuer einen augenblick den gewohnt
liebgewordenen blickwinkel verlassen - allein deshalb, weil es ein
winkel ist - im uebrigen also liesze sich unser thema auch
folgendermaszen sehen:
schriftstellerinnen und schriftsteller bezuschussen mit ihrer
arbeit massiv die (kultur)budgets der gemeinwesen, in denen sie leben
und arbeiten: also supranationale sprachraeume, staaten,
bundeslaender/regionen, provinzen, staedte, bezirke und doerfer.
Termine
Radio
OE1 Nachtbilder - Poesie und Musik
Samstag, 16. Juni 2012. 22:35 Uhr
»Goldfishs reisen um die halbe welt«
Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser
weiter hier: >>>
Ellada. Essen. Was man an einem 6.5. eben so tut. Wenn man die Wahl hat.
(kochen zu ehren der griechischen wir-haben-nix-zu-waehlen-wahlen)








Dazu Marzemino. Sodann:

Respektive, transliteriert:
Nea Dimokratia: 18,85. 108 Έδρες
SYRIZA: 16,78. 52 Έδρες
PASOK: 13,18. 41 Έδρες
Aneksartiti Ellines: 10,60. 33 Έδρες
KKE: 8,48. 26 Έδρες
Chryssi Avghi: 6,97. 21 Έδρες
Demokratiki Aristera: 6,11. 19 Έδρες

Tags darauf dann – und jetzt wirds hart – :
TOP of GREECE. Zürich. Weinverkostung.
Es ist ein ausgemachter Skandal!
stand da, fein säuberlich, Buchstabe um Buchstabe liebevoll auf den Zettel einer ortsansässigen Bierbrauerei gemalt.
»Es ist ein Skandal! Sie sind ja NIE da! Wenn man Sie braucht. gez. Ihr griechischer Freund.«
Nun hatte ich keinen griechischen Freund – was in Zeiten wie
diesen weder Schad noch Schand ist, und von Nachteil nicht sein mag –
nie gehabt, so weit mir erinnerlich. Und außerdem wußte ich nichts von
den Griechen. Außer, daß sie manchmal Pferde vorbei bringen. Ich hatte
mich aber bereits umgesehen: nichts Pferdeartiges weit und breit. Nur
dieser Zettel auf der Eingangstür zu meiner Firma Fa. Kleines Büro
für alles - Immer für Sie da.
(...)
weiter hier >>>:
Seit jeher ein Mann
mit ebenso weitreichenden wie verzweigten Geschäftverbindungen, so sehr seit jeher, daß es das Wort Diversifizierung
noch nicht gegeben, zu Beginn seiner Karriere, und das Wort streuen wie
das Wort streben war allemal nur in der Landwirtschaft in Gebrauch;
seit jeher so einer, hatte es sich Herr Thalfär, der Mann mit dem
Akzent auf dem ä und dem Widerwillen zur Welt als solcher, längst zur
Angewohnheit gemacht, vom Schlimmsten auszugehen, wobei er dem Ausgang
gewohnheitsgemäß noch eine Portion Abschreibung hin zum
allervorstellbarsten Generaldebakel einrechnete. Und hatte nicht
schlecht gelebt damit, ein Leben lang, Herr Thalfär.
(...)
weiter hier: >>>
Mutter Gottes, vertreibe uns den Putin
Mutter Gottes, werde Feministin
Богородица, Дево, Путина прогони
Путина прогони, Путина прогони
weiter hier: >>>
Das ist schonmal die halbe arbeit :
einen vernuenftigen titel gefunden zu haben.
De l'invenzione delle lingue
Von der Erfindung der Sprachen
Über usus und abusus der anderen Sprachen in literarischen Texten;
anhand einer äußerst begrenzten Auswahl dargelegt. Und von der
Errettung durch die Glossare.
Dell'uso e dell'abuso delle altre lingue in testi letterari; che si
vuol dimostrare utilizzando un ristrettissimo campione. E della
salvezza nel glossario.
Ellada, von Freunden umzingelt. Elladas Freunde, von Freunden umzingelt.
ACT OF THE GOVERNOR
weiter hier: >>>
9 March 2012
THE GOVERNOR OF THE BANK OF GREECE
Taking account:
a) The Law 4050/2012 “Rules of amendment of titles issued or
guaranteed by the Hellenic Republic with the Bondholder’s agreement”
(Government Gazette A’ 36/23.02.2012 of the Hellenic Republic);
b) ...
#
Issue Number: 2012030901
15 "YES" votes
Bank of America Merrill Lynch
Barclays
Credit Suisse
Deutsche Bank AG
Goldman Sachs
JPMorgan Chase Bank, N.A.
Morgan Stanley
UBS
BNP Paribas
Societe Generale
Citadel Investment Group LLC
D.E. Shaw Group
BlueMountain Capital
Elliott Management Corporation
PIMCO
0 "NO" votes
Mal wieder zeit
Es ist mal wieder zeit
ein richtiges gedicht zu schreiben
und nicht schon wieder
diesen strunzen firlefanz
Es ist mal wieder zeit
an dieser zeit zu leiden
und nicht schon wieder
kichernd totentanz
Es ist mal wieder zeit
das end der zeiten auszurufen
und in dem rufen noch sich an
dem rufen zu verschlucken
(: Und dies noch hinterher : und
dann is endlich alls in butter :)
Es wird mal wieder zeit
eins dieser drecksgedichte
auf papier zu schreiben
anstelle statt von in computer
die b-protokolle #103
Ach!, so schrieb es sich
mir heut aufs blatt : wie
schoen, wenn man mal
nichts zu schreiben hat
die b-protokolle #100
Er spielte mit geheimnissen. und er
beging dabei, genau besehn, verrat
So dasz man nunmehr sagen
kann : verdienter fluch der boesen tat
So wird aus dem verraeter ein verratner
ein mehrfachfalschspielender literat
Und aus der babelok wird die burrnesha
und lacht : da sie das spiel gewonnen hat
(on the way from azzurro to odessa)
die b-protokolle #97
Ich weisz ja nicht, ob das so rechtens
doch sah ein ausgewachsnes pferd
ich mit nem einzgen satz und so, als
ob nix waer, grad uebern tresen hechten
die b-protokolle #95
Die Meldung des Tages wäre
also«, sagte der eine der beiden älteren Männer zum anderen, »wäre also folgende: Niagarafälle: Japanerin stürzt in den Tod – Männerleiche entdeckt.«
»Wenn man davon ausgeht, der Tag sei bereits zu Ende und es käme
nichts besseres mehr nach: in diesem Falle: ja«, sagte der andere der
beiden älteren Männer.
weiter hier: >>>
Laufzettel/Arbeitsauftrag
Dann nimmste dir mal heute
aus den woerterbucheintraegen
sehen bis seher : die
seheintruebung vor
die b-protokolle #79
Dies ist die geschichte des regen
schirmverkaeufers von brindisi
– l'umbrellaru brindisinu, eigentlich –
dessen geschaeftsidee schaendlich
geklaut von einem, der geschichten
beruflich an die leute brachte und
damit auch die geschichte des regen
schirmverkaufers von brindisi
– l'umbrellaru brindisinu, eigentlich –
welcher letzterer sich nie im leben
erdreist haette, ueber seinen regen
schirmverleih in brindisi auch nur
eine zeile zu verfassen. zumal die
geschaefte, anders als die geschichten,
nicht sonderlich gut gingen. so nun
hat sich der geschichtenverkaeufer, da
es in b schnee regnete, aus des
regenschirmverkaeufers vermoegen
flugs einen regenschirm erstanden
fuer vierneunundneunzich. welt
die b-protokolle #77
Passagen
Elegia friulana. Mal d'America. Und retour.
(Vorankündigung eines textes als einer reise)
Habla
un poco más fuerte, porque ya me estoy poniendo más sordo que Buñuel y
más ciego que Borges, que es la condición ideal para un cineasta: ciego
y sordo. (1)
Wo die Alpen gerade noch
auszumachen und das Mittelmeer eben schon zu erahnen ist, in diesem
Zwischenbereich, diesem NichtMehrDasEine und NochNichtDasAndere, liegt
die Birri-Mühle. Il mulino Birri. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts an die
Roggia Brentana gebaut, einen Kanal, der um 1760 in die Trasse der von
Aquileia nach Kärnten führenden Via Iulia Augusta gegraben wurde.
Es ist flach, das Land hier, und die Wasser fließen immer
gemächlicher - bis auf den Tag, an dem sie reißend übergehen so weit
das Auge reicht, natürlich - in diesem Teil Friúlis, der, seit es den
Giro d'Italia gibt, rennradtechnisch als reine Überführungszone (2)
gilt, Atemholen für die nördlich gelegenen großen Bergetappen, die so
gern »mörderisch« genannt werden; in diesem Friûl zwischen mare und
monti, in dieser »zona di confini«, wie Fernando Birri im Gespäch mit
Fernando Orso sagt, liegt die zweitausend-Einwohner-Gemeinde Sante
Marie la Lungje. Lungje wiederum leitet sich wohl ursprünglich aus dem
Slowenischen lóka für Au ab, und liegt so gesehen irgendwo zwischen Ost
und West.
(...)
Pasolini, sui cunfíns, über die Grenzen, an den Grenzen:
Il soreli scur di fun
sot li branchis dai moràrs
al ti brusa e sui cunfíns
tu i ti ciantis, sòul, i muàrs.
(...)
(1)
Fernando Birri in: Adolfo Colombres (Hrsg.): Cine, antropología y
colonialismo. (2ª edición amp). Ediciones Del Sol, Buenos Aires, 2005
(2) »Delle tappe come questa, che gli intenditori definiscono
‚di trasferimento‘, si suol dire che non hanno storia.« »Von Etappen
wie dieser, die Kenner als 'Überführungsetappen' bezeichnen, sagt man
gemeinhin, daß sie keine Geschichte erzählen.« Vasco Pratolini über die
17. Etappe (31. 5., Jesolo - Trieste) des Giro d'Italia 1955. Der Giro
2009 fuhr die selbe Strecke ab. In: Vasco Pratolini. Al Giro d'Italia.
Casa editrice Otto/Novecento. Milano 2010
Goldfishs einundfuenfzigste reise um die halbe welt
Der tag ging auf
der tag ging unter
und hinter jedem
neuen alten tag
lag meisenmunter
einandrer. dann klang
: Παλιό τραγούδι
και νέα μελωδία
Und alte melodey
und neues lied
Gesang, sagt goldfish
haelt sich tagelang
Fish swim - Worauf man bei goldfishs-recherchen so trifft:
(auch so reimt es sich : respekt)
Fish swim
Birds fly
Daddies yell
Mamas cry
Old men
Sit and think
I drink
Rezitiert by Mr D in TTRH : >>> anhoern
Original by Mary Gauthier. Drag Queens in Limousines. 1999
hier: http://tinyurl.com/6fljhr7
Soeben erschienen:
Inga Hosp, Almut Schüz, Zeno Braitenberg (Hrsg.): Tentakeln des Geistes. Begegnungen mit Valentin Braitenberg. Raetia Verlag.
darin
L‘uomo delle macchinette
(für Valentin Braitenberg)
Sie nannten ihn also, seit Jahren: L‘uomo delle macchinette.
Anfänglich hatte er sich darüber noch erregen können, durch Mund und
Nase geschnaubt und dabei den Kopf geschüttelt. Bis er begriffen hatte,
daß es einzig dieses uomo delle macchinette, dieses grobe
Mißverständnis war, das es ihm weiterhin erlaubte, in der Halle von
Roma Stazione Termini, nun: seinen Studien nachzugehen. Tagaus, tagein. (...)
Persen
Era una brutta storia. In
realtà le storie erano due. Erano state. Ma così come spesso accade con
le storie, queste hanno la caratteristica, l’impulso, se si vuole, di
trasformarsi incontrandosi. Si attorcigliano, vorticano, si
intrecciano. Cosicché alla fine è diventata veramente una brutta
storia, quella che è successa. Per questo, quando era ormai accaduto
quello che è accaduto, così come nella vita, essa è doppiamente passata
e finita. Non averci mai a che fare con le storie. Le storie, lo stesso
se brutte o belle, al contrario che nel resto della vita, non finiscono
mai, ed alla fine non hanno una fine. E questo è bello. Anche nelle
brutte storie. Come questa. Finché vengono scritte.
E adesso gli aveva fatto arrivare una cartolina sulla quale,
poiché per mesi interi l’aveva seguita nel suo viaggio, c’erano tre
indirizzi diversi, due dei quali barrati, una veduta un po’ sbiadita
del porto di Livorno visto dalla Fortezza Vecchia, con le parole:
Fratello, dove ti trovi adesso? O brother, where art thu?
Nessun intestatario, nessun saluto. Nessuna data, nessun mittente.
Eppure, naturalmente, sapeva da chi arrivava la cartolina. E annotò su
un suo foglio a lettere di piombo: e adesso?
Oh Fratello, queste erano
state le prime e le ultime due parole, che l’altro, che suo fratello
non era, gli aveva dette, ma anche allora niente di più che queste due
parole.
(...)
(Tradotto da Aldo Mazza e Dominikus Andergassen. In: Ad alta voce. Edizioni Alpha & Beta, 2011)
segue qui: >>>
Lanthaler: un racconto sullo spettro della follia
(...) L'autore di «Persen» è bolzanino di nascita, ma vive
da più di venticinque anni a Berlino. È autore originale ed estroso, di
non facile comprensione nella struttura delle sue opere più che nel
lessico, a cui piace giocare con le storie ed intrecciarle. «Persen» è
la storia della vita solitaria di un ragazzo, il cui unico forte legame
è quello con il fratellastro Tschonnie Tschenett marinaio giramondo con
il quale ogni tanto si ricongiunge. Sullo sfondo il tema della follia,
della paura di finire in un manicomio, siamo a Pergine («Persen» in
italiano è Pergine) negli anni '80 e l'eco della vecchia struttura
psichiatrica esiste ancora. (...)
Alto Adige, 27.02.2011
§ 90 Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland
Verunglimpfung des Bundespräsidenten
(1)
Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von
Schriften (§ 11 Abs. 3) den Bundespräsidenten verunglimpft, wird mit
Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) In minder schweren
Fällen kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49
Abs. 2), wenn nicht die Voraussetzungen des § 188 erfüllt sind.
(3) Die Strafe ist
Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, wenn die Tat eine
Verleumdung (§ 187) ist oder wenn der Täter sich durch die Tat
absichtlich für Bestrebungen gegen den Bestand der Bundesrepublik
Deutschland oder gegen Verfassungsgrundsätze einsetzt.
(4) Die Tat wird nur mit Ermächtigung des Bundespräsidenten verfolgt.
...
Kleiner tipp an den beraterstab des bundespraesers:
Die verunglimpfungen finden sich bei bedarf hier >>> und hier >>> usw usf (linkklick meinerseits hiermit ermaechtigt) ;
... und was da rechts oben in der toten banderole steht ist zum einen
italienisch und zum anderen sueditalienisch : und uebertraegt sich,
korrekt, so ins deutsche: "und jetzt zeig mich an, du gehoernter
schluffi"
Zustaendig waere dann die Staatsschutzkammer des Landgerichtes, hoho!
Die verhandelt ansonsten sowas:
(1) Bei den Landgerichten,
in deren Bezirk ein Oberlandesgericht seinen Sitz hat, ist eine
Strafkammer für den Bezirk dieses Oberlandesgerichts als erkennendes
Gericht des ersten Rechtszuges zuständig für Straftaten
1. des Friedensverrats in den Fällen des § 80a des Strafgesetzbuches,
2. der
Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates in den Fällen der §§ 84 bis
86, 87 bis 90, 90a Abs. 3 und des § 90b des Strafgesetzbuches,
3. der Gefährdung der Landesverteidigung in den Fällen der §§ 109d bis 109g des Strafgesetzbuches,
4. der
Zuwiderhandlung gegen ein Vereinigungsverbot in den Fällen des § 129,
auch in Verbindung mit 129b Abs. 1, des Strafgesetzbuches und des § 20
Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 4 des Vereinsgesetzes; dies gilt nicht, wenn
dieselbe Handlung eine Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz
darstellt,
5. der Verschleppung (§ 234a des Strafgesetzbuches) und
6. der politischen Verdächtigung (§ 241a des Strafgesetzbuches).
Vi perdete
cinquant' anni
italiani
Fedele Conte Mamai
Bombolo e l'anguilla
Babà, baccalà, bresaola
e
bottarga
Per colpa del vostro
editore di fiducia
Il
Delta
Romanzo
2012 : das faengt ja gut an :
Hoeren Sie auf freirad : 12 goldfishene halbweltreisen vom 12erturm
Aus 12 goldfishen entstanden 2009 ebensoviele kleine
klangstuecke. tagelang strahlten sie, eine lyrichthysche
klanginstallation, von einem turm ab, der der 12erturm genannt wird.
Jetzt, puenktlich zu beginn des 12erjahres, strahlt freirad sie aus.
Zu hören auf FREIRAD, in den ersten beiden Jännerwochen:
von Montag bis Samstag: 02.-07.01. und 09.-14.01. täglich kurz vor 9 –
um 08:56 Uhr und die Wiederholung am selben Tag von 12:00-12:04 Uhr.
Als Webradio: hier:
http://www.freirad.at/FlashPlayer.html
Enjoy. Und dank an die freirad macherInnen
Black as night, sweet as love, hot as hell
EXTRACT FROM NAPULE BY KURT LANTHALER
TRANSLATED BY NÓRA BUTLER
»No« says Ciro. There is a decisiveness to this no that makes me sit up and listen.
I can see it for myself, of course: the caffè
in this particular establishment isn’t what it might be. Hotel coffee,
no more no less. But this morning Ciro seems to know no tolerance and
instructs the night porter-cum-breakfast waiter to order us four caffè from the café on the Piazza Carità and furthermore, mi raccomando, they had better arrive hot, properly hot, e normali. Normal.
I know that stretch by now and can clearly
picture the bustling crowds on the Via Toledo. No easy task. The café’s
messenger boy will have some job running over here with his tray.
My night porter/waiter goes along with this: either he knows o’prufessore
or he knows of him. Or else the latter’s grim charisma is enough to
convince him, for there is a greyness to Ciro’s face that is
entirely new this morning.
And so I wait. Someone will surely explain to me the meaning
behind this uncommon morning excitement and the emotional state of my
two companions. Ciro, however, is only just getting started. »Perché,« he says,
»because we have reached the point, alas, where you have to be so
bloody careful with Neapolitan coffee sellers. It’s a disgrace. Se venne Napule pe nu soldo e nun ce sta ‘o soldo.
Naples is being sold down the river. Assuming that anyone would buy
her, which they probably wouldn’t.« Still he makes no move to enlighten
me.
Right, I think, it’s clearly got nothing to do with me then.
Perhaps the pair of them suffered some kind of simultaneous
prostate attack last night. It can happen. Apparently.
»… I’ve been on the hunt for a stronger word than disgrace
for a while now. There are days when I mull over words from morning
till noon, from noon till dusk. And yet I always come back to the same
one: vergogna. Disgrace.«
»Totò leans back in his plastic chair. It is difficult to make out whether he is nodding or rocking.
He says nothing so I say nothing either.
»The disgrace,« says Ciro, »the disgrace is that in order to get a good old-fashioned Neapolitan caffè you now have to ask or should I say practically beg for a caffè normale.
What the hell is that? As if you should be ashamed of the fact that you
don’t particularly want to drink that other stuff, that blatant
American imposition, sweetened with Nutella or whatever other muck it
is that they mix into it.«
Ciro, I think, what’s wrong with you? I for one would be first
up to give my life for a properly made cup of coffee, but today, now,
here? And with such vehemence?
Tell me that something else is going on here.
But Ciro won’t oblige me, continuing instead to gripe about the
treachery and heartlessness of the modern-day coffee roaster*. He
swears vigorously. It’s all a bit loud.
I sit it out. Totò twiddles his thumbs. He is
in on this, I’ve figured that out already. I have also figured that
these two gentlemen, for whatever reason, are going to wait for their
coffee to arrive before they put me in the picture. A sailor’s agony. A
lorry driver’s flashing lights. Kicking the bleary-eyed.
Something like that.
Sometimes the rules of the game are stupid but you choose to
observe them anyway. Irrespective of the game, rules are rules. I
console myself with this. Time passes. And so forth.
»And …« says Ciro, »Never have I had to wait so long on a caffè as I have today. These messenger runners just don’t seem to know what running means anymore.«
Finally it clicks. Ciro is in filthy humour.
For as long as I’ve known him he has never worried about being in hurry.
Ciro scratches his head, Totò rocks back and forth.
I start to work things out. There are three
of us but Ciro has ordered four cups of coffee: who’s missing? And
hasn’t the conference already started? Why is the sun shining as if
tomorrow were ferragosto, the
fifteenth of August? In the middle of January? What can have happened
last night to have turned the world upside down like this?
»Eccoci qua.«
Here we are. My night porter/waiter insists
on personally escorting the messenger boy to the terrace, serving us
the caffè from the tray as if
just drawn from his very own machine. And so it is him that Ciro
pays, generously, with a few Euro included as a tip, leaving me
wondering whether he just wants to get rid of the pair of them or
whether in fact he has suddenly cheered up this morning. The messenger
and my night porter/waiter instantly vanish to divide out the money in
a dark corner somewhere, unwilling to treat us to the remainder of the
spectacle. I strain my ears in their direction: not a sound to be
heard, seasoned professionals both.
»E insomma,« says Ciro, »può andare,
that’ll do.« He really is being ungracious today. The caffè has hardly
suffered at all on its way down the Via Toledo, the runner really must
have run it. Which is more than could have been expected of him.
Ciro looks into his cup, Totò looks into his
cup: they are reading the coffee grounds. I hold back. I don’t want to
hear it. But I will.
*
But Ciro won’t oblige me, continuing instead to gripe about the treachery and heartlessness of modern-day coffee roasters.
I may be hopelessly old-fashioned and stubborn to the point of
incapacitation but they’ll never get me to buy into these perversions;
it amazes me, in fact, that they’ve even sprung up in Naples at all.
Milan and Trieste is one thing: if those Austrians want to drink their
damn ciofèca then let them.
But it is the fact that the cafés of this city have now started
extolling the virtues of these monstrosities that really upsets me. The
names they come up with are as tasteless as they are inventive: Caffè Vesuvio (with cream and chocolate chips), Caffè nocciolato (with hazelnut cream) or cioccolattato (with chocolate cream), Caffè Brasiliano, Viennese, Irlandese, Veneziano.
There are only three or four cafés left that I know of that are
resisting this unspeakable trend and protecting their baristi from the
ignominy of having to faff about with creams and foams and bits and
bobs as if they were in a bloody nursery. A good coffee should be
exactly as it is described by Mikhail Bakunin, not a native Neapolitan
exactly, but one who clearly learned something from his time in Italy
(1864-67) working on his Anarchist theories. Black as night, sweet as love, hot as hell is how coffee should be
he said, to which I would add: like the chasm of the soul itself.
Incidentally, the only thing left to the likes of us to defend
ourselves against the joints selling these new-fangled abominations are
the words of the playwright Courteline: man would sooner change his religion than his coffee. All is not lost, not yet. I can still discuss with my barista whether to use seven grammes of powder or eight, whether to opt for Robusta or Arabica
or a mixture of the two, how much coarser he should grind his beans in
rainy weather, whether he should adjust his machine to seventeen bars
of pressure or to eighteen, whether he should brew the coffee for 25
seconds or for 29, whether he take into account the concerns of ladies
worried about their lips and their lipsticks and refrain from serving
cups that are quite so boiling hot. The Palermans might like to drink
their glass of water afterwards but I drink it as I have always drunk
it – beforehand.
And if, says Ciro, if all else fails and
Starbucks cafés continue to mushroom across the face of the earth with
their own particular brand of tastelessness, if they proudly proclaim
to be bringing their same-tasting (that is to say non-tasting)
coffee to people in their 5140 branches in 24 countries, if they
threaten, worst of all, to try to teach coffee to the Greeks ( they
appear already to have succeeded in this country) then there is but one
last resort: I shall reach for my own humble espresso pot. For here I
favour the words of the great Eduardo de Filippo: Io,
per esempio, a tutto riuncerei, tranne a questa tazzina di caffè, presa
tranquillamente qua, fuori al balcone, dopo quell’oretta di sonno che
uno si è fatto dopo mangiato. E me lo devo fare io stesso, con le mie
mani. I, for example, can happily go without many things, but
not without this cup of coffee, taken quietly out on the balcony after
the hour’s nap granted to oneself after eating. And I must make it
myself, with my own hands.
That’s easily explained, says Angela, this
business of wanting to make it yourself. You men just don’t seem to
want to let go of the privilege of grabbing something iron at least
twice a day in the hope of warding off the evil eye…
Transkript der Weihnachtsrede des Bundespräsidenten
(gemaesz der TV-Aufzeichnung am 21.12.2011)
"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Sie sitzen vermutlich gerade im Kreise Ihrer Lieben, der
Tannenbaum ist geschmückt, die Lichter brennen. Die Kinder warten
gespannt auf ihre Geschenke. Und mir hat man unlängst (>>>) freundlicherweise geraten, 'einfach mal die Klappe zu halten'. Ich wünschen Ihnen allen also noch einen schönen Abend."
(na : klappt doch. herzlichen dank dem aufmerksamen leser dieser seite fuer die zusendung des transkriptes)
Ein Wiener Termin gefaellig? Urauffuehrung
Weihnachtskonzert des Ensemble Wiener Collage
"Alle zwei Jahre lädt das Arnold Schönberg Center zum inzwischen
traditionellen Ensemble Wiener Collage Weihnachtskonzert: was aber auf
dem Programm steht ist nicht einfach ein Konzert, sondern vielmehr eine
regiebetreute Reise durch die ungeahnten Möglichkeiten der Weihnacht,
wobei auch die Geschmackssinne im anschließenden Buffet auf ihre Kosten
kommen sollen. Neben dem Fixpunkt “Weihnachtsmusik” von Arnold
Schönberg und der “Wintersonnenwende-4” von Ramon Lazkano darf man
dieses Mal, am 19. Dezember, neugierig sein auf Uraufführungen von
Petra Bachratá, Herbert Grassl, Dietmar Hellmich, Rudolf Jungwirth,
Manuela Kerer, Ludmila Samodaieva und Wolfgang Seierl."
Manuela Kerer: zu singen (UA)
für Bass, Sprecherin, 2 Violinen, Cello, Klavier, Akkordeon und Klarinette.
Nach einem Text von Kurt Lanthaler
zu singen
(aus den b-protokollen : schnee)
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Alberi che cadevono
com' era caduta
la neve : di notte
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Und baeume, die fielen
wie schnee gefallen
war : des nachts
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die b-protokolle / #2
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Am schnee lags nicht. es
lag im schnee : ein
lachendes gesicht. mehr
nicht. so lasz es
liegen. und lasz
federn. fliegen
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die b-protokolle / #3
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(
swar kein tachnich
sich auf reis zu gebn
: jezz, dada schnee
plattueberfrorn unn
eisgeworrn die
altn fallen lecht
)
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die b-protokolle / #4
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Es bleibt ja, wenns so schneit, nur eins :
schneemann oder reim. ich reims
Ein schneemann waer zum beispiel jetzt
stuend er am falschen gleis, zerfetzt
Son reim aber, das kann man sehn
bleibt ewig stehn
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die b-protokolle / #5
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Und baeume, die fielen
wie schnee gefallen
war : des nachts |
Alberi che cadevono com' era caduta
la neve : di notte
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Ensemble Wiener Collage im Arnold Schönberg Center
Montag, 19. Dezember 2011, 19:30
... 13 ... 12 ... 11... And still counting.
Wir hatten hier ja bereits, in unverdaechtigen zeiten, gelegenheit, ihn als das zu benennen, was er ist : ein arschloch.
Und hiermit geendet :
"He!,
bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch. Einfach mal
die klappe halten. und appanasche schnappen. fuer den rest des
kuemmerlichen lebens."
Nun ist es quasiamtlich raus : Die appanasche scheint ihm nicht zu reichen, dem
bundespraesidenten Wulff.
Also laeszt er sichs reinstecken. von
finanzhaien und schrottjuwelenhaendlern. und, parlamentarisch dazu
nachgefragt, bequemt sich das W. einer falschaussage und luege.
(die es, m.e. und anders als die dt. presse das z.zt. schreibt, auch streng
formaljuridisch ist : einfachmal mal nachsehen : die w.'schen
monatlichen zinszahlungen zum "privatkredit" muessen - per forza - in
die anlage KAP der einkommensteuererklaerung des kreditgebers
aufgenommen werden : wenn das nicht der deutliche beleg eines
geschaeftes ist.)
Das bundesarschloch, dessen amtssitz einen kurzen spaziergang von
meinem finanzamt entfernt liegt, mit dessen, also meiner, hilfe Wulffens
lustwandeln durch die welt gerade (basis)finanziert wird (die extras
uebernehmen in die schweiz steuergefluechtete), das bundesarschloch
ist, ueber selbiges hinaus, also nicht nur ein dauerdummschaetzer,
sondern auch noch geldgeil und ein luegner. (zudem wohl strafrechtlich
belangbar.)
Und das hier hat der Wuff sommers vor
jungen menschen (und nobelpreistraegern; nur zweitere - eh klar -
tauchen im datei-titel der bundespraesidialamtsseitig erstellten
redenpdf auf) zu lindau ausgeschieden :
"Das Versagen von Eliten bedroht langfristig den Zusammenhalt in der
Gemeinschaft, in der Gesellschaft. Wer sich zur Elite zählt und
Verantwortung trägt, darf sich eben auch nicht in eine eigene
abgehobene Parallelwelt verabschieden."
Sprachigkeit
Zur poetik. ein teilaspekt als kaempfer & impost
Literatur ist: geschichten erzaehlen. (es gab es literatur, lang bevor
es schrift gab.) und geschichten erzaehlen – von roman bis lyrik – sich
ueber die sprachen. sprachen ergeben orte. fremde sprachen fremde orte.
und orte menschen. und menschen geschichten. und fremde sprachen fremde
orte fremde menschen fremde geschichten. das ganze dann : sprachigkeit.
(notiz, bei umordnungsarbeiten wieder an die oberflaeche getreten)
Sparare ...
... Swarovski con le fionde
(detto italiano)
...
Henning Meyer, London School of Economics
zu den Folgen der heutigen londoner EU-Entscheidungen:
«Die schottische Regierung will ein Referendum über
Schottlands Unabhängigkeit abhalten. Mittelfristig will Schottland zur
EU und auch den Euro einführen. Das könnte zum Bruch des Vereinigten
Königreichs führen.»
Na, das wird doch noch was.
Quelle: Interview in Tagesanzeiger.ch
Es ist dem Leopold
das Gold nicht hold, sang Herr
Thalfär den alten Schlager vor sich hin. Und wußte, daß es ihm, und
keiner wußte davon, ganz anders ging.
Er hatte sich, vor Jahren bereits, lang vor dem hysterischen
Boom der Gurus des Goldes, ebensolchenes in den Unterschenkel
implantieren lassen; von einem verschwiegenen Bukarester Chirurgen. Und
zwar dermaßen, daß ...
Neues, in sachen goldfish
Goldfishs reisen um die halbe welt
50 gedichte zuzueglich eines nachschlags
und eines essays
Gebunden mit schutzumschlag
ISBN 978-3-85218-734-1, EUR 14,90.-
Haymon Verlag
lieferbar
Brief vom kleinen wannsee
Ach! es beruechten mir leute
sie haetten den fish in haenden
Ich meinereins kann mich grad
nur an kleistens grab wenden
Nur Deutschland ist sicher, alles andere geht unter
(titelt Die Welt heut)
:
Tatsaechlich, der p u r e horror : die vorstellung, m i t Schland unterzugehn.
ich geh schon mal vor. kommtmir blosz nich nach, wa!
notizen zu einem glossar zu einem roman.
der roman : noch zuend zu schreiben.
also weiter :
Aπ' τα σύνορα
Per moi. Kurz vor halb acht
Was ist das, was
mich traurich macht
kurz vor halb acht
: das ueberlebte leben?
Ich bittSie. hat
sich so ergeben
War nie geplant, und
isses weiter nicht
Der rest chronistenpflicht
Per enne. post nach b.
Es liegt ein bein
fuer sich allein
und sagt: ich moecht
mal wieder wandern
Da meldet sich ein
zweites bein
und sacht: ach
frag n andern
mir ist heut mehr
nach tanzen
und den blasz
blauen pomeranzen
Mit blau, so sagt
das erste bein, mit blau
da koennt ich dienen
Und mo. und schokobienen
Oh du!, so sagt das zweite bein
verfuehrer du. was fuer ein
auftritt wird das werden
hier auf dieser schraegen erden
Nichts Neues. In Sachen. Goldfish, Goldfish. Zieht seine Kreise. Leise.
Und, wer weisz wieso?, : gerade laufen hier
jede menge Goldfishe auf. fuer heut der eine.
(fuer den winter wird heftige proliferation erwartet.)
stand by.
Aπ' τα σύνορα
Laeuft zur zeit noch unter dem streng geheimen projekttitel : Odessa.
Man koennt auch sagen : der alte Kavafis hat beschlossen,
dann doch n paar schritte zu fusz zu gehen. an die sínora.
He!, bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten.
Nachtrag vom 02/09/11 zu
Lieber Herr Bundespräsident : Mit verlaub, Sie sind ein arschloch.
zu lesen unter dem eintrag vom 24/08/11 >>>
Das laeszt man sich natuerlich gern gefallen:
Italien freibeutend retten
fotozusendung eines lesers, wiener buchhandlung
falls Sie weitere dermaszen erfreuliche kombinationen entdecken : her damit
unerfreuliches behalten Siebitte fuer sich
Lieber Herr Bundespräsident : Mit verlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten.
E sta canzone è dedicata a quella gente
ca parra parra e un ci ‘nni futti niente
Ελλάδα brennt. so sind
gedichte, die hier liegen,
ploetzlich : obsolet. was
schreiben also, wenn das
geschriebne laengst
schon ueberschriebn?
Ἐλέου. Αἰδοῦς, Φήμης, καὶ Ὁρμῆς.
Erbarmen. Ehrfurcht, guter Ruf, und Eifer.
Misericordia. Verecondia, Fama, ed Impeto.
Goldfish, Goldfish
Und, wer weisz wieso?, : gerade laufen hier
jede menge Goldfishe auf. fuer heut der eine.
(fuer den winter wird heftige proliferation erwartet.)
stand by.
Goldfishs segsunreichste reise um die halbe welt
Es ist am morgen nie ein vogel hoch geflogen
(das waer nur ueble nachrede, wenn ueberhaupt)
So denkt sich Goldfish, und
er denkt sich : morgenstund
ich sach mal : goldimmund
: damit, da gehnsmer bitte weiter
Die besten voegel fliegen morgens nur
knapp uebern boden (innen bogen)
Falls sie denn fliegen. der rest sitzt
klamm am ast. und spielt fantast
So ist im leben alles bestens eingericht
sagt Goldfish. Und sagt : wieso (auch) nicht
Anlaeszlich der "Giornata Nazionale del Sacrificio
del Lavoro Italiano all’Estero" sowie ferragosto
Herr Thalfär lachte
auf. Er, der in einem nur wirklich Interessierten bekannten
Kellerlokal in der Silbergasse einen sehr kleinen Laden in
Im&Export noch sehr viel kleinerer elektronischer Geräte betrieb
(für die andere meist den Kammerjäger rufen), war seit geraumer Zeit in
Gold investiert.
Da waren ein Prämolar und zwei Molare, gesamt also drei
Backenzähne, ein massiver Gehstockknauf (samt Messingüberzug: die Welt
ist im Zweifelsfall schlecht) sowie ein bei Bedarf und entsprechend
kaltem Willen mit einfachstem Werkzeug schnell freilegbares
250-Gramm-Implantat im Unterschenkel. (...)
L'uomo delle macchinette
Valentin Braitenberg zum Geburtstag
Sie nannten ihn also, seit
Jahren: L'uomo delle macchinette. Anfänglich hatte er sich darüber
noch erregen können, durch Mund und Nase geschnaubt und dabei den Kopf
geschüttelt. Bis er begriffen hatte, daß es einzig dieses L'uomo delle
macchinette, dieses grobe Mißverständnis war, das es ihm weiterhin
erlaubte, in der Halle von Roma Stazione Termini, nun : seinen Studien
nachzugehen. Tagaus, tagein.
(...)
Erscheint im Herbst
Andrer Verlach, andre Sach, aber:
Erscheint auch im Herbst, ist grad im Druck:
Egnatía Odós
XIII. Δεκατρία
Also hammse mir nach Griechen
land geschickt. Στο ’πα και στο
ξαναλέω / στο γιαλό μην κατεβείς /
Ο γιαλός κάνει φουρτούνα / και σε
πάρει και διαβείς. Dalaras
Schoen und gut, sagte das Gegen
ueber, nur: Wenn ich die Griechen
schon nicht verstehe, wieso sollte
ich dann Griechisch beherrschen?
(...)
Erscheint im Herbst, ist grad im Druck:
Egnatía Odós
XII. Δόδεκα
E sta canzone è dedicata a quella gente
ca parra parra e un ci ‘nni futti niente
Ellada brennt. und mir
hier hauens die fassade
presslufthammern raus
Was, Ελλάδα, in Deinem
falle wiedrum luxus waer
(...)
Tschiggfrey
(ein starker Qualmer), der sich sein Leben lang, das grad mal
eben halbjahrhunderlich, Tschiggfrey - ein wenig kurzatmig allerdings
bereits - hatte sich seinen Namen nie klargemacht.
Er hieß so, seit er zur Welt gekommen war, sein Vater ebenso, sein Großvater.
Großvater war Pfeifendeckel des k. u. k.-Feldkaplans am Col di
Lana gewesen und hatte deswegen die grandiose Sprengung des Berges
...
Lesen Sie, falls Sie je jaeh uebern Brenner fahren sollten,
in einer lyrischen installation dieses hier, und zwar dorten,
und lesen Sie weiter, an 24 stufen:
Es sind seit je die
so saftig wie ein Schweinebraten.
Und so geht diese hier:
Ein Dutzend Höllen hab ich schon
durchschritten. Ein Dutzend Paradiese
ebenfalls. Und falls ich falle, sind es diese,
die zerbrechen, nicht mein Hals.
...
usw usf
Wo? ich sag mal : Rosen.
so n biszcken kriminalistisches gespuer sollt schon sein.
einiges passiert. einiges gelesen. einiges geschrieben.
: n paar nachtraege also:
Η χουντα
Η χουντα δεν τελειωσε το '73 / Die Junta ist 1973 gar nicht zu ende gegangen
Kleine denkaufgabe, fuers erste:
redaktionell : einiges los hier
(das uebliche eben: arbeit, und die unfaehigkeit dazu, auch. sowie das
andere) : und nachdem diese seite kein netzlogbuch ist - noch je war,
jaeh wahr - , sondern eben immer (nur) eine eher sporadisch,
fragmentarische uebernahme aus dem ARBB (dem ARBeitsBuch) : dauert es
noch, das mit dem nachtragen, der fragmente ende 2010 bis dato. kommt
aber. noch. (dank fuer interesse wie gelassenheit : ans p.t.
publikum.) zudem ists eh, das nachtragen, ein- wie austragen,
meist kaum an konkrete daten gebunden; also auch im nachgang, wenn
ueberhaupt, lesbar)
! in mona : 57% : 94% !
dazu ein splendides beispiel von regimepresse
Soeben erschienen
Der Tote im Fels
Ein Tschonnie-Tschenett-Roman
Vom Autor vollständig neu durchgesehene,
überarbeitete und erweiterte Taschenbuchausgabe
Mit einem aktualisierten Glossar
Haymon Tb, 2011. 294 Seiten, 9,95 Euro
Vor die Wahl wie an die Wand
gestellt, Arzt zu werden oder
krank, hatte sich Thalfär bereits vor geraumer Zeit für zweiteres
entschieden. Und bis dato war die Rechnung aufgegangen. Er war,
zumindest wissentlich, noch keinem Arzt begegnet. Was in ersterem
Falle, so viel war klar, unausweichlich geblieben wäre - und spräche
man alleine von dem Spiegel im Bade.
Als Sturzgeburt hatte er Facharzt für Entbindung wie Hebamme
(auch Ärztegleiche zählen als Ärzte; das schloß im Extremfall selbst
Heizungstechniker wie Automechaniker ein) elegant umschifft, und war ...
aus der reihe / dalla serie : o(li)ggetti :
o(log)getto #8. Redesigning The Signs. Museion.
Holz auf Stahlbeton / AluDibond 220 x 135 / ÜberwachungsVideo HD, 02'35''
Preise auf Anfrage
Live im Luxus (zu Berlin, nur heute, inna Belforter)

Dem leichtmatrosen
Es ist dem leichtmatrosen leicht
sich schwer daneben zu benehm
Viel schwerer aber faellt es ihm
mit diesem leicht zu lebn
Denn es ist so:
Von schwermatrosen hoert man nie
es scheint sie nicht zu geben
Als floesse leichtoel in den bauch
– und nicht das schwere, wie es brauch
als bunker c – der stampfenden giganten
die wasserkuehen gleich und elefantentanten
durchs weltmeer ziehn, bis sie denn untergehn
Goldfishs fuffzichste reise um die halbe welt
An einem tach wie einem andern
wollt Goldfish wieda weita wandern
Bewegte sich per floss und schlach
ueber die see bis nach Pot Lach
Und dockte an, und hockte nieder
und streckte die gereisten glieder
Und kruemelt krill sich aus dem bart
und brummelt : jedem seine art
des wahnsinns. fette beute
wird das wieda, heute, drum:
Falscha fuffzcha, wirf mal meer her
von dem zeuchs! grusz. buckelwal von jeher
Strage di piazza della Loggia, dopo 36 anni tutti assolti i 5 imputati

I giudici della Corte d'assise hanno deliberato dopo una
settimana di camera di consiglio. Il processo per l'attentato del 1974
in cui morirono 8 persone e 104 rimasero ferite è durato quasi due
anni, con 166 udienze. La sentenza in base all'articolo 530,
insufficienza di prove.
Per la strage di piazza della Loggia nessuno è mai
stato condannato definitivamente, nonostante diversi processi.
Das Schöne aber
an der Sache ist: Schön ist daran so gut wie gar nichts. Auf den
ersten Blick nicht, auf den zweiten noch weniger, und, gäbe es so etwas
wie den Letzten Blick ... Nun, wir wollten ihn nicht wirklich tun. Auf
das Schöne schon gar nicht, ich bitt'Sie. Also, was ist: Kaufen Sie?«
Goldfishs neununsawansigste reise um die halbe welt
Goldfish, unvergleisterweise
sasz am strand und sachte
sacht er: sach mal sachen, ich
glaubich willma wieda lachen
Mir ist, mir waer nach kuddelmuddel
im gedaerm, nach sich vor lachen
krause kringelndem gekrill
vanilleeis und appelstruddel
Mir ist, als waers jetzt zeit, mal wieder
ernstzumachen mit den lachensachen
Goldfish lacht und lachte lueftern
von floss bis kopp, mit bauch und hueftern
091110
Wozu ein Buch verfassen?
Weidagehts : Heavy Ion Collisions

Technical stop

Wie die Zeit vergeht. Passa(il)tempo.

Meldung. Eben reingekommen.
BRESCIA. Piazza della Loggia: chiesti 4 ergastoli
Per la strage del 1974 i pm chiedono il carcere a vita per Delfo Zorzi,
Carlo Maria Maggi, Francesco Delfino e Maurizio Tramonte.
Il manganello (o sfollagente)

Scontri a Terzigno, cinque arresti: "Noi col rosario, voi coi manganelli"
./.
Da Roma intanto, il capo della polizia, Antonio Manganelli, ribadisce: "Useremo anche la forza se necessario".
Kessels Chorta
Ein Gutes hat der neue Arbeitsplatz, von dem ansonsten
nur zu sagen ist, daß es ein Arbeitsplatz ist, und neu ist daran auch
nicht viel. Ein Gutes hat der neue Arbeitsplatz auf jeden Fall: er
kennt sich seitdem aus am Flughafen. Und man kennt ihn.
Die Geschichte mit dem Elefanten
und der Elefant, um den es geht, war in mehrfacher
Hinsicht ein Unikat. Zum einen besaß der Elefant keinen Namen. Was
damit zusammenhängen mag, daß er unter der Brücke hauste, jedem aus dem
Weg ging, auf Fragen, der nach dem Weg zur nächsten Tankstelle etwa,
höchstens etwas mürrisch mit dem Rüssel wackelte, und ansonsten tat,
als ginge ihn alles nichts an.
ferragosto. samt binaerem thermometer. termometro binario
hier >>>
Apără-mă de găini, că de câini nu mă tem.
Tutres. Ein Stück Tschenett als TraraTragödie

In nome del Popolo Italiano. Anni
sette.
Der Forza Italia-Mitbegruender, Berlusconiangestellte und
-freund sowie Senator der ital. Republik ist heute, in zweiter Instanz,
wegen Unterstützung der Mafia zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
Der bereits wegen Steuerbetrug und Bilanzfälschung verurteilte
Parlamentarier war Chef von Berlusconis Werbeunternehmen Publitalia und
hatte 1994 bei Berlusconis Einstieg in die Politik in wenigen Wochen
die Partei Forza Italia ...
Endlich : laeuft der RSS-feed wieder :
einigermaszen.
nur zerschieszt die software, wieso immer, alles, was auch nur
minimalst auszerhalb der norm liegt : als da waeren : umlaute, das sz,
italienische akzente. und griechisches schon gar. musz sich zur zeit,
leider, damit gelebt werden; da keine zeit fuer tiefergehende analysen.
(doch, schon : nur aber eben : fuer andere blosz)
Ogni tempo ha il suo fascismo
Ogni tempo ha il suo fascismo: se ne notano i segni
premonitori dovunque la concentrazione di potere nega al cittadino la
possibilità e la capacità di esprimere ed attuare la sua volontà. A
questo si arriva in molti modi, non necessariamente col timore
dell'intimidazione poliziesca, ma anche ...
Vielleicht (notat)
Vielleicht sollt ich dann
doch noch ein paar jahre
leben : um mein werk
von miszverstaendnissen
zu befrein. nicht ein
verstaendnissen, nein
Vor runden notizen sitzen (IIX/III)
>>> hier
Das waren noch Zeiten
"... so hat der Haymon-Verlag die Gunst der Stunde
genutzt und einen von Kurt Lanthalers Tschonnie Tschenett Romanen
wieder in die Läden gebracht, die zwischenzeitlich bei Diogenes
erfolgreich waren. 'Grobes Foul', im Original von 1993, hat
nur indirekt mit Fußball zu tun, ist aber immer noch eine große Freude.
...
Klar trägt Lanthaler dick auf, aber die Ironie ist unverkennbar,
Chandlers Marlowe wird hemdsärmelig verwurstet. Dazu strotzt 'Grobes
Foul' nur so von witzigen Details: Jener römische Fußball-Star namens
Paolo Canaccia, der in Südtirol aufgrund eines Trainingslagers weilt,
berlinert, weil er bei der Hertha groß geworden ist. Das waren noch
Zeiten."
(Joachim Schneider. Badische Zeitung. 05.06.2010)
siehe auch >>>
und >>> und >>>
Things should start to get interesting right about now
Bob Dylan. Mississippi. The Bootleg
Series, Vol. 8: Tell Tale Signs - Rare and Unreleased 1989-2006 (Bonus
Track Version)
(zusaetzlich zu dem, was eine trennlinie weiter unten steht, - ist
heute im italienischen senat ein gesetz durchgewunken worden, das wir legge bavaglio nennen. demnaechst
ist das zitieren abgehoerter telefonate verboten, bei strafen bis zu
300.000 euro.
unsereins
wiederum behandelt sowas seit geraumen zeiten als eigne
(sub)textgattung. und
mixt es sich : scubbydubbydoo : in roman wie sonett. wohlauf also.)
(der song und sein text zudem, wie seit dezember schon, mir lieb wegen
seiner naehe zu tutres, dem schwemmland. siehe dort. oder beim
syphilitischen datendealer g***le, der gerade das suchwort "oil spill"
an die deltoiden (ich versteh was von delten)
dreckschweine von BP verkauft hat. complimenti. that's not evil.)
Das Buch kam Anfang März in die Welt und auf den Markt.
Und schreibt sich seither fort.
Aus dem Glossar zu »Grobes Foul«. Haymon Tb 2010.
Aus gegebenem Anlasz.
S. 96 Falcone: tatsächlich, soviel wissen wir
inzwischen, gaben diese anonymen Briefe des corvo (ital. Rabe, Krähe),
die aus dem Herzen des italienischen politischen Systems kamen, der
Mafia das Signal: wir geben Richter Falcone und Richter
Borsellino zum Abschuß frei. Dann wurden die beiden per Autobombe in
die Luft gejagt (19.7.1992, 23.5.1993).
Daß noch im Jahre 2010 ein Prozeß läuft, und nach länger laufen wird,
der politische Sympathisanten, wenn nicht Mitauftraggeber dieser und
anderer Bomben zu ermitteln versucht: gehört zum Gang unserer, der
italienischen Geschichte.
(Auch, daß dabei Senatoren, Abgeordnete und Ministerpräsidenten : auf
der Liste stehen.)
An dieser Stelle sei dem Schriftsteller, dies eine Mal, eine
persönliche, wenn auch strikt an die Arbeit gebundene Geschichte
erlaubt:
Die Ursache der Odyssee kennt nur der Elefant
weiter: >>>
hier
Aus dem Arbeitsbuch zu
TUTRES. Ein Stück Tschenett als
Traratragödie
Schauspiel. Uraufführung Lana 09.07.2010
Tutres. Der Teig.
400 g roggenmehl
400 g weizenmehl
undsoweiter. >>> hier
Ps: Ihnen wurde erzaehlt, Tutres wuerden Tirtlen heiszen
und seien eine typische spezialitaet aus Tripstrill?
kolonialistischer quatsch. die dinger heiszen Tutres und stammen aus
dem Badiotischen. Dixit.
Vivo in un paese barbaro e incivile
Sandro Bondi. Ministro dei Beni e delle Attività Culturali. Oggi. Dixit.
E noi allora?, guaglió?
Beccati questa, stronz di un bonz:
Και μερικοί έφθασαν απ’ τα σύνορα,
Και είπανε πως βάρβαροι πια δεν υπάρχουν.
Και τώρα τί θα γένουμε χωρίς βαρβάρους.
Οι άνθρωποι αυτοί ήσαν μια κάποια λύσις.
(Κωνσταντίνος Καβάφης)
(war damals, in >>> Azzurro,
dem roman, eines der motive. dort, also online, auch das zitat.
allerdings nur in der griechischen fassung. wenn man, uebrigens, meines
italienischen kultusministers bondi statement von heute mit dem meines
staatssekretaers im innenministerium von gestern (>>>
hier)
: parallel verschaltet: kann einem schon ganz schoen kotzich
werden. es eruebrigt sich also, eines der gedichte des ministers zu
lesen. - doch: die gibts. (ein andermal))
Einige Leute sind von der Grenze
gekommen
und haben berichtet, es gebe sie nicht mehr, die Barbaren.
Und nun, was sollen wir ohne Barbaren tun?
Diese Menschen waren immerhin eine Lösung.
(Konstantinos Kavafis)
Σερα, μι σεντι? Sera, mi senti?
Sera ist eine (mehr als fluechtige) bekannte aus der Napule-zeit.
man hoert sich, ab und an. mehr nicht, weniger nicht. man hat sich im
auge. im sinn.
Sanguinetti ist tot. È morto Edoardo Sanguinetti.
Soldisoldoni a cricche, cracche e :
Sono state disposte più operazioni a garanzia della democrazia,
tutte in attesa di essere eseguite.
Zitat.
aus: Das Δ des Deltas. roman in arbeit.
Ελλάδα. & Ανοιχτοί Λογαριασμοί.
Griechenland. Offene Rechnungen. & Dicktenausgleich.

Ihr redet von griechenland? ihr wiszt nichts.
(wird fortgesetzt)
Weil
er grad spricht (gerade, im sinn von "geradeaus", spricht er
nicht, nein):
Da ist Stacy-Marie Ishmael (alphaville
/ financial times) durchaus einstimmend zuzustimmen:
"Come on Herr Ackermann, tell us how you really feel about
Greece – and how your bank is really positioned…"
"... altrimenti sembrerà che mi hanno
beccato con il sorcio in bocca"

Ἐλέου. Αἰδοῦς, Φήμης, καὶ Ὁρμῆς.
Erbarmen. Ehrfurcht, guter Ruf, und Eifer.
Misericordia. Verecondia, Fama, ed Impeto.
Mercy. Shamefastness,
Rumour, and Effort.
He hertha: hol mal bier, hier.
18 / 32:51 / - 19 / 23
so siehts aus. zur feier des taaches n biscken text.
«La mafia italiana risulterebbe essere
la
sesta al mondo, ma guarda caso è quella più conosciuta, perchè c'è
stato un supporto promozionale che l'ha portata ad essere un elemento
molto negativo di giudizio per il nostro paese. Ricordiamoci le otto
serie della Piovra
(...)
Einer von uns.
Der erste. Da drausz.
Jurij Alekseevič Gagarin. 12. April 1961.
(dasz man das noch erleben durft.)
welcome to the machine II
Siebn stunden ging das so
und es ging gut. sternstunden
seines lebens. auch wenn es immer noch
nicht richtig dunkel werden wollt
(...)
welcome to the machine I

kochen. essen.
(sodann auf arbeitsreise.)
*
Moules de Bouchot su barba di frate
Tomatencoulis a là Patagonia
**
Felchen auf OrangenFenchel, samtgrün
***
Grünspargel und Lachs, safranmariniert
****
Kalbsleber, Chutney grüner Tomaten, HavannaBoskop
*****
Kaninchenragout
carciofi alla romana, biscotto di polenta
******
RhabarberHimbeerStrudel samt Schlach
Schokoladensoufflé
Peanutcake
dalla serie: kochen mit max. und dirk, pâtissier peanutcake.
Schlechtes wetter, auf neptun

bilder eines methanhurricans am suedpol (des n)
: und unsereins musz demnaechst verreisen. wenn das blosz gutgeht.
(quelle: http://arxiv.org/abs/1003.3240v1)
ID 5460 / 17-Mar 14:33
Double writing of events (as seen this morning):
The
problem occurred if the Lumi and the Full stream were writing from the
same node. The reason was that the trigger/event masks on the node were
not exclusive and hence the event was picked up twice. This is
considered to be repaired.
Tschelatti
so ein
elektronenrechner kann ja
viel behaupten:
Il capo è nero: Tutti
a casa.
»E
come vuoi che stia? E' nero, ma lucidissimo. Però adesso diamoci da
fare, perché se sabato non gli portiamo in piazza un milione di
persone andiamo tutti a casa«.
(Cicchitto
al telefono. Roma, ore 15,35 di martedì 16 marzo)
Fotoroman/zo. Establishing Shot.
Was hast, Tschenett, was
bitte ist das denn für ein Gesicht, mit dem du da herumläufst? Gegen
ein kirchliches Bauwerk gelaufen? ..., ach lassen wir das.
Was soll mit meinem Gesicht sein?, sagt Tschenett. Und wen
interessierts?
Nun, sag ich, mich.
(...)
weiter: >>>
hier
(Annotate.
Kürzestgeschichten.
12/03/10)
Tutres
Waehrend in
der wirtschaft am end der welt schwere ventilatorenschaufeln traeg
schwuelheisze luft umwaelzen, schneits drauszen vorm fenster, wieder.
(die herausforderungen der poetik)
Come ognun vede
Come ognun vede
in questa sede
si parla di nient
siam deficient
siam la plebe
Come ognun vede
(...)
Palermo, ore 13.50 “Era uno degli oggetti principali del contropapello.
Il
foglio che mio padre scrive di persona e che prende in considerazioni
le possibili soluzioni sottoposto a Provenzano da far approvare a
Riina, c’erano argomentazioni…
...
Transkript der Aussagen des Ciancimino jr. Dritter Akt, dritter Tag der
Befragung durch Staatsanwalt Antonio Ingroia.
Massimo
Ciancimino wird als Zeuge im Prozess gegen Mario Mori, den
Ex-Kommandanten der Carabinieri-Sondereinheit ROS, befragt. Mori wird
beschuldigt, in den 90er Jahren einen Geheimpakt mit der Mafia zur
Verhinderung von Anschlägen abgeschlossen zu haben.
Nachtrag zum Nachtrag, wachsende Glossare, wuchernd.
Ach lasz den
nachlasz
Ach lasz den nachlasz
nachlasz sein; er ist
nichts als ein anlasz
tot zu sein
Bullendämmerung im faschistischen Polizeiposten. Schwarzweiße
Polizeiwagen um sie herum. Die Rote Göttin im erbsgrünen Mantel und
abgewetzten Stiefeln.
LeseStueck. James
Ellroy. Blood's a Rover. Blut will fließen. Ullstein, 2010. S.447
Palermo, ore 10.45.
“Questa nuova fase... a Provenzano si era assicurato… che poteva
muoversi tranquillamente. Per poter garantire che Provenzano fosse
l’unico capace a ricondurre Cosa nostra, anche a detta dei carabinieri,
in una strada ragionevole. L’unico personaggio che poteva ricondurre
Cosa nostra nella strada della non visibilità… fu garantito l’impunità.
Questo fu detto ai carabinieri e fu assicurato dai carabinieri e di
questo fu informato il signor Franco”.
It's the brain, stupid.
«Sono anni ormai che ci chiediamo
se il fascismo ritornerà, ma tranquilli amici, un po’ è già tornato;
non il fascismo del ventennio, ma quello di sempre, autobiografia della
nazione, frutto spontaneo del nostro autoritarismo anarcoide, del
nostro piacere di servire, della retorica patriottarda».
LeseStueck. Giorgio
Bocca. Annus Horribilis. Feltrinelli, 2010
Illegaler datenklau. wieweit darf ein rechtsstaat gehen?
SCHATTENRISS
Treatment zu einem Spielfilm
Schwarz/Weiß. 1987
So
schreiben sich geschichten, so schreiben sich romane: weiter.
und,
auch, dazu bedarf es, bedurfte es, wird beduerfen: der glossare. (die
der eine oder andere inzwischen als "ganz eigenständiges" erzaehlmoment
durchaus ausgemacht hat.
zugegeben, dieser tage trudelts
uebermaeszig gehaeuft hier ein, tagfuertag, an schreibtisch und archiv, ...
Dei
cannoli.
hier: >>>
Napule.
Reloaded.
Sie
hatten hunderte verprügelt. Und sie hatten Verletzte anschließend aus
den Krankenhäusern entführt und ohne jegliche rechtliche
Handhabe
in einer Kaserne interniert. Verspottet und mißhandelt. Und als dann
gegen einige von ihnen Anzeigen vorlagen und endlich Untersuchungen
eingeleitet wurden, als einigen von ihnen der Haftbefehl zugestellt
werden sollte, besetzten Polizisten den Polizeipalast, andere ketteten
sich auf der Straße mit ihren eigenen Handschellen an.
Hoho, die Firma
FERMCAR. Entnehmen wir doch, woertlich, der zeitung:
"Das
hätten sie sich wahrscheinlich nicht träumen lassen: FERMCAR-Chef T.B,
sein Kühlwagenchef E.T. und die Manager J.F.H., A.R. und A.F. stehen ab
Montag vor Gericht. Ihnen wird zur Last gelegt, sechs Fahrer gezwungen
zu haben, länger zu arbeiten, als es ihnen erlaubt ist. Außerdem sollen
die Fahrer dafür auch noch zu gering entlohnt worden sein."
...
So schreiben sich
Geschichten weiter. Siehe >>> Grobes
Foul.
Und siehe >>> Der
Tote im Fels. Da kam die Fa. FERMCAR auch schon zu (Euer)
Ehren.
Sie
nannten sie Exkasso und Inkasso

(entwurf
und casting zu einem italo-western)
auch das,
dieser tage (mehr wird nicht verraten), samt eines hesamandls:
"Der zweijährige Winnetou,
wohnhaft in der Wotanstrasse, wird vermisst."
Was fuer ein fundstueck. weiter hier >>>
La
‘ndrangheta, invece, è
puntualissima.
seit dreivier jahren am
thema. fuenf. und jezze sitzste da, und kanns nich los. erst mal andres
abarbeiten.
20 am tach. abzueglich der 5 fuer den caporale. und der 3 fuer den pulmino. oder
andersrum.

War n langer tach. also,
wenn morgens schon schneeraum', dann abends wenigstens spinatnocken und
und.
Knödelbrot,
glasierte Zwiebel, Knoblauch, geschlagne 2 Eier und ...
weiter: >>>
hier
(Annotate.
Ochsenschwanz.Sachbuch. 21/12/09)
Ach!: von uns
Der
vor kurzem verstorbene, ach!: von uns gegangene, Tarzan am Prenzlauer
Berg, Adolf Endler, einer, der sein Leben lang hart gearbeitet, also:
geschrieben hat -
Aus
der Kürzestgeschichte
"Das Geschrei des Buches der Tatjana Wpunkt".
hier: >>>
nachzulesen.
(Annotate.
Kuerzestgeschichten. 03/08/09)
neu eingestellt:
aus "Passagen",
Roman in Arbeit.
>>>
Vernatsch. Passagen.
>>>
Das Museum der siebenundzwanzig Minuten. Passagen.
Y tu,
Brindisi
Y tu, Brindisi, pitla
sor? chi te à pa fat fé
chël che te es fat?
(ert stajoves?
mo piec.)
Poesies
tla traduziun tl ladin de Rut Bernardi. Hier:
>>>