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Goldfishs reisen um die halbe welt
50 gedichte
zuzueglich eines nachschlags
und
eines essays gebunden mit schutzumschlag
ISBN 978-3-85218-734-1 / EUR 14,90
Haymon Verlag
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Passagen
Elegia friulana. Mal d'America. Und retour.
(Vorankündigung eines textes als einer reise)
Habla
un poco más fuerte, porque ya me estoy poniendo más sordo que Buñuel y
más ciego que Borges, que es la condición ideal para un cineasta: ciego
y sordo. (1)
Wo die Alpen gerade noch
auszumachen und das Mittelmeer eben schon zu erahnen ist, in diesem
Zwischenbereich, diesem NichtMehrDasEine und NochNichtDasAndere, liegt
die Birri-Mühle. Il mulino Birri. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts an die
Roggia Brentana gebaut, einen Kanal, der um 1760 in die Trasse der von
Aquileia nach Kärnten führenden Via Iulia Augusta gegraben wurde.
Es ist flach, das Land hier, und die Wasser fließen immer
gemächlicher - bis auf den Tag, an dem sie reißend übergehen so weit
das Auge reicht, natürlich - in diesem Teil Friúlis, der, seit es den
Giro d'Italia gibt, rennradtechnisch als reine Überführungszone (2)
gilt, Atemholen für die nördlich gelegenen großen Bergetappen, die so
gern »mörderisch« genannt werden; in diesem Friûl zwischen mare und
monti, in dieser »zona di confini«, wie Fernando Birri im Gespäch mit
Fernando Orso sagt, liegt die zweitausend-Einwohner-Gemeinde Sante
Marie la Lungje. Lungje wiederum leitet sich wohl ursprünglich aus dem
Slowenischen lóka für Au ab, und liegt so gesehen irgendwo zwischen Ost
und West.
(...)
Pasolini, sui cunfíns, über die Grenzen, an den Grenzen:
Il soreli scur di fun
sot li branchis dai moràrs
al ti brusa e sui cunfíns
tu i ti ciantis, sòul, i muàrs.
(...)
(1)
Fernando Birri in: Adolfo Colombres (Hrsg.): Cine, antropología y
colonialismo. (2ª edición amp). Ediciones Del Sol, Buenos Aires, 2005
(2) »Delle tappe come questa, che gli intenditori definiscono
‚di trasferimento‘, si suol dire che non hanno storia.« »Von Etappen
wie dieser, die Kenner als 'Überführungsetappen' bezeichnen, sagt man
gemeinhin, daß sie keine Geschichte erzählen.« Vasco Pratolini über die
17. Etappe (31. 5., Jesolo - Trieste) des Giro d'Italia 1955. Der Giro
2009 fuhr die selbe Strecke ab. In: Vasco Pratolini. Al Giro d'Italia.
Casa editrice Otto/Novecento. Milano 2010
Goldfishs einundfuenfzigste reise um die halbe welt
Der tag ging auf
der tag ging unter
und hinter jedem
neuen alten tag
lag meisenmunter
einandrer. dann klang
: Παλιό τραγούδι
και νέα μελωδία
Und alte melodey
und neues lied
Gesang, sagt goldfish
haelt sich tagelang
Fish swim - Worauf man bei goldfishs-recherchen so trifft:
(auch so reimt es sich : respekt)
Fish swim
Birds fly
Daddies yell
Mamas cry
Old men
Sit and think
I drink
Rezitiert by Mr D in TTRH : >>> anhoern
Original by Mary Gauthier. Drag Queens in Limousines. 1999
hier: http://tinyurl.com/6fljhr7
Soeben erschienen:
Inga Hosp, Almut Schüz, Zeno Braitenberg (Hrsg.): Tentakeln des Geistes. Begegnungen mit Valentin Braitenberg. Raetia Verlag.
darin
L‘uomo delle macchinette
(für Valentin Braitenberg)
Sie nannten ihn also, seit Jahren: L‘uomo delle macchinette.
Anfänglich hatte er sich darüber noch erregen können, durch Mund und
Nase geschnaubt und dabei den Kopf geschüttelt. Bis er begriffen hatte,
daß es einzig dieses uomo delle macchinette, dieses grobe
Mißverständnis war, das es ihm weiterhin erlaubte, in der Halle von
Roma Stazione Termini, nun: seinen Studien nachzugehen. Tagaus, tagein.
Keinem sonst wäre, was er tat, nachgesehen worden, genehmigt
schon gar nicht, jeder längst von den Ordnungskräften, Polizia
ferroviaria, Polizia di Stato, Guardia di Finanza, Carabinieri, des
Bahnhofs verwiesen, vom Ort verbracht bis an die Stadtgrenze, dort
ausgesetzt bei Nacht und Nebel, wie üblich. Um im weiteren Verlauf, bei
Wiederholungstäterschaft, mit Sicherheit in die staatsbahnhofseigenen,
im tiefsten Souterrain gelegen Zellen gesperrt zu werden. Und
schließlich dann, bestenfalls, in der Casa circondariale di Roma Regina
Coeli zu enden, dem altrömischen Knast, den Rest seiner Tage.
Daß es nie so weit gekommen, und daß es so gekommen: alles eine Frage der Wesen.
Er war, damals noch ohne jeglichen Plan, was sein Leben und
seine Tage betraf, im Schlendern auf ein Buch getroffen, irgendwann in
den Achtzigern, und hatte es sich, von dem, was ihm an Handgeld noch
verblieben, prompt gekauft. Noch ein Buch, von dem er nicht wußte, wie
und wozu es in seinen Besitz gekommen war. Egal. Wichtig einzig: noch
ein Buch. Künstliche Wesen. Die Sonne schien. Freiburg im Breisgau lag
schon im Frühling, und das vereiste Berlin weitab. Eine nächtliche
Transitfahrt, drei Blenden und zwölf Grad Celsius.
Er hatte, wie seine Gewohnheit, von hinten her in das Buch
hineingelesen und sich dabei den Bauch wärmen lassen. Daraufhin war ihm
hungrig geworden. Im Garten des Brauhauses fand sich ein
halbbeschienener, ruhiger Tisch. Im Essen noch begann er das Buch von
vorn und las.
Es wird von Maschinen sehr einfacher
Bauart die Rede sein, so einfach, daß sie vom Standpunkt der
mechanischen oder elektronischen Technik kaum als sehr aufregend
empfunden werden können. Das Interessante an den Spielautos oder
‚Vehikeln‘ entsteht erst, wenn wir sie mit denselben Augen betrachten,
mit denen wir einen Stall lebendiger Tiere betrachten würden: wenn wir
sie sozusagen als Wesen begreifen.¹
Dann tauchte eine italienische Reisegruppe auf und feierte,
bereits bei Ankunft unwesentlich berauscht, vorgezognes Oktoberfest. Er
verzog sich. Einige Jahre später, Berlin immer noch kalt, Freiburg
schon wieder sonnig, er erneut zu Besuch, stellte er fest, daß der
Autor der kybernetischen Vehikel zu einem Vortrag in der Stadt war.
Hatte das Buch zwar nie zu Ende gelesen, viel zu viel war, damals, in
Freiburg noch dazwischen gekommen. Zwischen ihn und das Buch, die
Vehikel und die Wesen. Das Leben eben.
(...)
weiter hier >>>
Persen
Era una brutta storia. In
realtà le storie erano due. Erano state. Ma così come spesso accade con
le storie, queste hanno la caratteristica, l’impulso, se si vuole, di
trasformarsi incontrandosi. Si attorcigliano, vorticano, si
intrecciano. Cosicché alla fine è diventata veramente una brutta
storia, quella che è successa. Per questo, quando era ormai accaduto
quello che è accaduto, così come nella vita, essa è doppiamente passata
e finita. Non averci mai a che fare con le storie. Le storie, lo stesso
se brutte o belle, al contrario che nel resto della vita, non finiscono
mai, ed alla fine non hanno una fine. E questo è bello. Anche nelle
brutte storie. Come questa. Finché vengono scritte.
E adesso gli aveva fatto arrivare una cartolina sulla quale,
poiché per mesi interi l’aveva seguita nel suo viaggio, c’erano tre
indirizzi diversi, due dei quali barrati, una veduta un po’ sbiadita
del porto di Livorno visto dalla Fortezza Vecchia, con le parole:
Fratello, dove ti trovi adesso? O brother, where art thu?
Nessun intestatario, nessun saluto. Nessuna data, nessun mittente.
Eppure, naturalmente, sapeva da chi arrivava la cartolina. E annotò su
un suo foglio a lettere di piombo: e adesso?
Oh Fratello, queste erano
state le prime e le ultime due parole, che l’altro, che suo fratello
non era, gli aveva dette, ma anche allora niente di più che queste due
parole.
(...)
(Tradotto da Aldo Mazza e Dominikus Andergassen. In: Ad alta voce. Edizioni Alpha & Beta, 2011)
segue qui: >>>
Lanthaler: un racconto sullo spettro della follia
(...) L'autore di «Persen» è bolzanino di nascita, ma vive
da più di venticinque anni a Berlino. È autore originale ed estroso, di
non facile comprensione nella struttura delle sue opere più che nel
lessico, a cui piace giocare con le storie ed intrecciarle. «Persen» è
la storia della vita solitaria di un ragazzo, il cui unico forte legame
è quello con il fratellastro Tschonnie Tschenett marinaio giramondo con
il quale ogni tanto si ricongiunge. Sullo sfondo il tema della follia,
della paura di finire in un manicomio, siamo a Pergine («Persen» in
italiano è Pergine) negli anni '80 e l'eco della vecchia struttura
psichiatrica esiste ancora. (...)
Alto Adige, 27.02.2011
§ 90 Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland
Verunglimpfung des Bundespräsidenten
(1)
Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von
Schriften (§ 11 Abs. 3) den Bundespräsidenten verunglimpft, wird mit
Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) In minder schweren
Fällen kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49
Abs. 2), wenn nicht die Voraussetzungen des § 188 erfüllt sind.
(3) Die Strafe ist
Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, wenn die Tat eine
Verleumdung (§ 187) ist oder wenn der Täter sich durch die Tat
absichtlich für Bestrebungen gegen den Bestand der Bundesrepublik
Deutschland oder gegen Verfassungsgrundsätze einsetzt.
(4) Die Tat wird nur mit Ermächtigung des Bundespräsidenten verfolgt.
...
Kleiner tipp an den beraterstab des bundespraesers:
Die verunglimpfungen finden sich bei bedarf hier >>> und hier >>> usw usf (linkklick meinerseits hiermit ermaechtigt) ;
... und was da rechts oben in der toten banderole steht ist zum einen
italienisch und zum anderen sueditalienisch : und uebertraegt sich,
korrekt, so ins deutsche: "und jetzt zeig mich an, du gehoernter
schluffi"
Zustaendig waere dann die Staatsschutzkammer des Landgerichtes, hoho!
Die verhandelt ansonsten sowas:
(1) Bei den Landgerichten,
in deren Bezirk ein Oberlandesgericht seinen Sitz hat, ist eine
Strafkammer für den Bezirk dieses Oberlandesgerichts als erkennendes
Gericht des ersten Rechtszuges zuständig für Straftaten
1. des Friedensverrats in den Fällen des § 80a des Strafgesetzbuches,
2. der
Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates in den Fällen der §§ 84 bis
86, 87 bis 90, 90a Abs. 3 und des § 90b des Strafgesetzbuches,
3. der Gefährdung der Landesverteidigung in den Fällen der §§ 109d bis 109g des Strafgesetzbuches,
4. der
Zuwiderhandlung gegen ein Vereinigungsverbot in den Fällen des § 129,
auch in Verbindung mit 129b Abs. 1, des Strafgesetzbuches und des § 20
Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 4 des Vereinsgesetzes; dies gilt nicht, wenn
dieselbe Handlung eine Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz
darstellt,
5. der Verschleppung (§ 234a des Strafgesetzbuches) und
6. der politischen Verdächtigung (§ 241a des Strafgesetzbuches).
Vi perdete
cinquant' anni
italiani
Fedele Conte Mamai
Bombolo e l'anguilla
Babà, baccalà, bresaola
e
bottarga
Per colpa del vostro
editore di fiducia
Il
Delta
Romanzo
2012 : das faengt ja gut an :
Hoeren Sie auf freirad : 12 goldfishene halbweltreisen vom 12erturm
Aus 12 goldfishen entstanden 2009 ebensoviele kleine
klangstuecke. tagelang strahlten sie, eine lyrichthysche
klanginstallation, von einem turm ab, der der 12erturm genannt wird.
Jetzt, puenktlich zu beginn des 12erjahres, strahlt freirad sie aus.
Zu hören auf FREIRAD, in den ersten beiden Jännerwochen:
von Montag bis Samstag: 02.-07.01. und 09.-14.01. täglich kurz vor 9 –
um 08:56 Uhr und die Wiederholung am selben Tag von 12:00-12:04 Uhr.
Als Webradio: hier:
http://www.freirad.at/FlashPlayer.html
Enjoy. Und dank an die freirad macherInnen
Black as night, sweet as love, hot as hell
EXTRACT FROM NAPULE BY KURT LANTHALER
TRANSLATED BY NÓRA BUTLER
»No« says Ciro. There is a decisiveness to this no that makes me sit up and listen.
I can see it for myself, of course: the caffè
in this particular establishment isn’t what it might be. Hotel coffee,
no more no less. But this morning Ciro seems to know no tolerance and
instructs the night porter-cum-breakfast waiter to order us four caffè from the café on the Piazza Carità and furthermore, mi raccomando, they had better arrive hot, properly hot, e normali. Normal.
I know that stretch by now and can clearly
picture the bustling crowds on the Via Toledo. No easy task. The café’s
messenger boy will have some job running over here with his tray.
My night porter/waiter goes along with this: either he knows o’prufessore
or he knows of him. Or else the latter’s grim charisma is enough to
convince him, for there is a greyness to Ciro’s face that is
entirely new this morning.
And so I wait. Someone will surely explain to me the meaning
behind this uncommon morning excitement and the emotional state of my
two companions. Ciro, however, is only just getting started. »Perché,« he says,
»because we have reached the point, alas, where you have to be so
bloody careful with Neapolitan coffee sellers. It’s a disgrace. Se venne Napule pe nu soldo e nun ce sta ‘o soldo.
Naples is being sold down the river. Assuming that anyone would buy
her, which they probably wouldn’t.« Still he makes no move to enlighten
me.
Right, I think, it’s clearly got nothing to do with me then.
Perhaps the pair of them suffered some kind of simultaneous
prostate attack last night. It can happen. Apparently.
»… I’ve been on the hunt for a stronger word than disgrace
for a while now. There are days when I mull over words from morning
till noon, from noon till dusk. And yet I always come back to the same
one: vergogna. Disgrace.«
»Totò leans back in his plastic chair. It is difficult to make out whether he is nodding or rocking.
He says nothing so I say nothing either.
»The disgrace,« says Ciro, »the disgrace is that in order to get a good old-fashioned Neapolitan caffè you now have to ask or should I say practically beg for a caffè normale.
What the hell is that? As if you should be ashamed of the fact that you
don’t particularly want to drink that other stuff, that blatant
American imposition, sweetened with Nutella or whatever other muck it
is that they mix into it.«
Ciro, I think, what’s wrong with you? I for one would be first
up to give my life for a properly made cup of coffee, but today, now,
here? And with such vehemence?
Tell me that something else is going on here.
But Ciro won’t oblige me, continuing instead to gripe about the
treachery and heartlessness of the modern-day coffee roaster*. He
swears vigorously. It’s all a bit loud.
I sit it out. Totò twiddles his thumbs. He is
in on this, I’ve figured that out already. I have also figured that
these two gentlemen, for whatever reason, are going to wait for their
coffee to arrive before they put me in the picture. A sailor’s agony. A
lorry driver’s flashing lights. Kicking the bleary-eyed.
Something like that.
Sometimes the rules of the game are stupid but you choose to
observe them anyway. Irrespective of the game, rules are rules. I
console myself with this. Time passes. And so forth.
»And …« says Ciro, »Never have I had to wait so long on a caffè as I have today. These messenger runners just don’t seem to know what running means anymore.«
Finally it clicks. Ciro is in filthy humour.
For as long as I’ve known him he has never worried about being in hurry.
Ciro scratches his head, Totò rocks back and forth.
I start to work things out. There are three
of us but Ciro has ordered four cups of coffee: who’s missing? And
hasn’t the conference already started? Why is the sun shining as if
tomorrow were ferragosto, the
fifteenth of August? In the middle of January? What can have happened
last night to have turned the world upside down like this?
»Eccoci qua.«
Here we are. My night porter/waiter insists
on personally escorting the messenger boy to the terrace, serving us
the caffè from the tray as if
just drawn from his very own machine. And so it is him that Ciro
pays, generously, with a few Euro included as a tip, leaving me
wondering whether he just wants to get rid of the pair of them or
whether in fact he has suddenly cheered up this morning. The messenger
and my night porter/waiter instantly vanish to divide out the money in
a dark corner somewhere, unwilling to treat us to the remainder of the
spectacle. I strain my ears in their direction: not a sound to be
heard, seasoned professionals both.
»E insomma,« says Ciro, »può andare,
that’ll do.« He really is being ungracious today. The caffè has hardly
suffered at all on its way down the Via Toledo, the runner really must
have run it. Which is more than could have been expected of him.
Ciro looks into his cup, Totò looks into his
cup: they are reading the coffee grounds. I hold back. I don’t want to
hear it. But I will.
*
But Ciro won’t oblige me, continuing instead to gripe about the treachery and heartlessness of modern-day coffee roasters.
I may be hopelessly old-fashioned and stubborn to the point of
incapacitation but they’ll never get me to buy into these perversions;
it amazes me, in fact, that they’ve even sprung up in Naples at all.
Milan and Trieste is one thing: if those Austrians want to drink their
damn ciofèca then let them.
But it is the fact that the cafés of this city have now started
extolling the virtues of these monstrosities that really upsets me. The
names they come up with are as tasteless as they are inventive: Caffè Vesuvio (with cream and chocolate chips), Caffè nocciolato (with hazelnut cream) or cioccolattato (with chocolate cream), Caffè Brasiliano, Viennese, Irlandese, Veneziano.
There are only three or four cafés left that I know of that are
resisting this unspeakable trend and protecting their baristi from the
ignominy of having to faff about with creams and foams and bits and
bobs as if they were in a bloody nursery. A good coffee should be
exactly as it is described by Mikhail Bakunin, not a native Neapolitan
exactly, but one who clearly learned something from his time in Italy
(1864-67) working on his Anarchist theories. Black as night, sweet as love, hot as hell is how coffee should be
he said, to which I would add: like the chasm of the soul itself.
Incidentally, the only thing left to the likes of us to defend
ourselves against the joints selling these new-fangled abominations are
the words of the playwright Courteline: man would sooner change his religion than his coffee. All is not lost, not yet. I can still discuss with my barista whether to use seven grammes of powder or eight, whether to opt for Robusta or Arabica
or a mixture of the two, how much coarser he should grind his beans in
rainy weather, whether he should adjust his machine to seventeen bars
of pressure or to eighteen, whether he should brew the coffee for 25
seconds or for 29, whether he take into account the concerns of ladies
worried about their lips and their lipsticks and refrain from serving
cups that are quite so boiling hot. The Palermans might like to drink
their glass of water afterwards but I drink it as I have always drunk
it – beforehand.
And if, says Ciro, if all else fails and
Starbucks cafés continue to mushroom across the face of the earth with
their own particular brand of tastelessness, if they proudly proclaim
to be bringing their same-tasting (that is to say non-tasting)
coffee to people in their 5140 branches in 24 countries, if they
threaten, worst of all, to try to teach coffee to the Greeks ( they
appear already to have succeeded in this country) then there is but one
last resort: I shall reach for my own humble espresso pot. For here I
favour the words of the great Eduardo de Filippo: Io,
per esempio, a tutto riuncerei, tranne a questa tazzina di caffè, presa
tranquillamente qua, fuori al balcone, dopo quell’oretta di sonno che
uno si è fatto dopo mangiato. E me lo devo fare io stesso, con le mie
mani. I, for example, can happily go without many things, but
not without this cup of coffee, taken quietly out on the balcony after
the hour’s nap granted to oneself after eating. And I must make it
myself, with my own hands.
That’s easily explained, says Angela, this
business of wanting to make it yourself. You men just don’t seem to
want to let go of the privilege of grabbing something iron at least
twice a day in the hope of warding off the evil eye…
Transkript der Weihnachtsrede des Bundespräsidenten
(gemaesz der TV-Aufzeichnung am 21.12.2011)
"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Sie sitzen vermutlich gerade im Kreise Ihrer Lieben, der
Tannenbaum ist geschmückt, die Lichter brennen. Die Kinder warten
gespannt auf ihre Geschenke. Und mir hat man unlängst (>>>) freundlicherweise geraten, 'einfach mal die Klappe zu halten'. Ich wünschen Ihnen allen also noch einen schönen Abend."
(na : klappt doch. herzlichen dank dem aufmerksamen leser dieser seite fuer die zusendung des transkriptes)
Ein Wiener Termin gefaellig? Urauffuehrung
Weihnachtskonzert des Ensemble Wiener Collage
"Alle zwei Jahre lädt das Arnold Schönberg Center zum inzwischen
traditionellen Ensemble Wiener Collage Weihnachtskonzert: was aber auf
dem Programm steht ist nicht einfach ein Konzert, sondern vielmehr eine
regiebetreute Reise durch die ungeahnten Möglichkeiten der Weihnacht,
wobei auch die Geschmackssinne im anschließenden Buffet auf ihre Kosten
kommen sollen. Neben dem Fixpunkt “Weihnachtsmusik” von Arnold
Schönberg und der “Wintersonnenwende-4” von Ramon Lazkano darf man
dieses Mal, am 19. Dezember, neugierig sein auf Uraufführungen von
Petra Bachratá, Herbert Grassl, Dietmar Hellmich, Rudolf Jungwirth,
Manuela Kerer, Ludmila Samodaieva und Wolfgang Seierl."
Manuela Kerer: zu singen (UA)
für Bass, Sprecherin, 2 Violinen, Cello, Klavier, Akkordeon und Klarinette.
Nach einem Text von Kurt Lanthaler
zu singen
(aus den b-protokollen : schnee)
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Alberi che cadevono
com' era caduta
la neve : di notte
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Und baeume, die fielen
wie schnee gefallen
war : des nachts
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die b-protokolle / #2
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Am schnee lags nicht. es
lag im schnee : ein
lachendes gesicht. mehr
nicht. so lasz es
liegen. und lasz
federn. fliegen
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die b-protokolle / #3
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(
swar kein tachnich
sich auf reis zu gebn
: jezz, dada schnee
plattueberfrorn unn
eisgeworrn die
altn fallen lecht
)
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die b-protokolle / #4
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Es bleibt ja, wenns so schneit, nur eins :
schneemann oder reim. ich reims
Ein schneemann waer zum beispiel jetzt
stuend er am falschen gleis, zerfetzt
Son reim aber, das kann man sehn
bleibt ewig stehn
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die b-protokolle / #5
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Und baeume, die fielen
wie schnee gefallen
war : des nachts |
Alberi che cadevono com' era caduta
la neve : di notte
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Ensemble Wiener Collage im Arnold Schönberg Center
Montag, 19. Dezember 2011, 19:30
... 13 ... 12 ... 11... And still counting.
Wir hatten hier ja bereits, in unverdaechtigen zeiten, gelegenheit, ihn als das zu benennen, was er ist : ein arschloch.
Und hiermit geendet :
"He!,
bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch. Einfach mal
die klappe halten. und appanasche schnappen. fuer den rest des
kuemmerlichen lebens."
Nun ist es quasiamtlich raus : Die appanasche scheint ihm nicht zu reichen, dem
bundespraesidenten Wulff.
Also laeszt er sichs reinstecken. von
finanzhaien und schrottjuwelenhaendlern. und, parlamentarisch dazu
nachgefragt, bequemt sich das W. einer falschaussage und luege.
(die es, m.e. und anders als die dt. presse das z.zt. schreibt, auch streng
formaljuridisch ist : einfachmal mal nachsehen : die w.'schen
monatlichen zinszahlungen zum "privatkredit" muessen - per forza - in
die anlage KAP der einkommensteuererklaerung des kreditgebers
aufgenommen werden : wenn das nicht der deutliche beleg eines
geschaeftes ist.)
Das bundesarschloch, dessen amtssitz einen kurzen spaziergang von
meinem finanzamt entfernt liegt, mit dessen, also meiner, hilfe Wulffens
lustwandeln durch die welt gerade (basis)finanziert wird (die extras
uebernehmen in die schweiz steuergefluechtete), das bundesarschloch
ist, ueber selbiges hinaus, also nicht nur ein dauerdummschaetzer,
sondern auch noch geldgeil und ein luegner. (zudem wohl strafrechtlich
belangbar.)
Und das hier hat der Wuff sommers vor
jungen menschen (und nobelpreistraegern; nur zweitere - eh klar -
tauchen im datei-titel der bundespraesidialamtsseitig erstellten
redenpdf auf) zu lindau ausgeschieden :
"Das Versagen von Eliten bedroht langfristig den Zusammenhalt in der
Gemeinschaft, in der Gesellschaft. Wer sich zur Elite zählt und
Verantwortung trägt, darf sich eben auch nicht in eine eigene
abgehobene Parallelwelt verabschieden."
Sprachigkeit
Zur poetik. ein teilaspekt als kaempfer & impost
Literatur ist: geschichten erzaehlen. (es gab es literatur, lang bevor
es schrift gab.) und geschichten erzaehlen – von roman bis lyrik – sich
ueber die sprachen. sprachen ergeben orte. fremde sprachen fremde orte.
und orte menschen. und menschen geschichten. und fremde sprachen fremde
orte fremde menschen fremde geschichten. das ganze dann : sprachigkeit.
(notiz, bei umordnungsarbeiten wieder an die oberflaeche getreten)
Sparare ...
... Swarovski con le fionde
(detto italiano)
...
Henning Meyer, London School of Economics
zu den Folgen der heutigen londoner EU-Entscheidungen:
«Die schottische Regierung will ein Referendum über
Schottlands Unabhängigkeit abhalten. Mittelfristig will Schottland zur
EU und auch den Euro einführen. Das könnte zum Bruch des Vereinigten
Königreichs führen.»
Na, das wird doch noch was.
Quelle: Interview in Tagesanzeiger.ch
Es ist dem Leopold
das Gold nicht hold, sang Herr
Thalfär den alten Schlager vor sich hin. Und wußte, daß es ihm, und
keiner wußte davon, ganz anders ging.
Er hatte sich, vor Jahren bereits, lang vor dem hysterischen
Boom der Gurus des Goldes, ebensolchenes in den Unterschenkel
implantieren lassen; von einem verschwiegenen Bukarester Chirurgen. Und
zwar dermaßen, daß bei etwaigen Röntgenaufnahmen (dem
Anti-Islam-Zugangscanner zum Supermarkt zum Beispiel; Flughäfen mied er
seit Ewigkeiten) das Implantat als Schienbeinreparatur
(Plattenosteosynthese der Tibia: der Fachjargon lag griffbereit im
Vorderlappen bereit) durchgehen würde. Seither ein Viertelkilo
schwerer, Herr Thalfär. Und im Besitze eines Skalpells No. 10 und
dreier Ampullen Lidocain.
Er war nicht reich. Er hatte nur seine Ausgaben aufs
Allerwesentlichste, und also Vernünftigste, beschränkt. Saß am Tag in
einem nur wirklich Interessierten bekannten Kellerlokal in der
Silbergasse, in dem er einen sehr kleinen Laden in Im&Export
noch sehr viel kleinerer elektronischer Geräte betrieb (für die
andere meist den Kammerjäger rufen) und trank Wasser. Lag nächtens in
dem kleinen fensterlosen Raum hinter seinem Laden, aß Zwieback und
trank Tee, und schaute an die Decke.
Und tagtäglich vormittags zwei und nachmittags zwei Stunden
stummen Spazierganges an den Rändern der Stadt, immer in Begleitung
eines Gehstockes, dessen Goldknauf (die Welt ist schlecht)
messingüberzogen war. An manchen Tagen allerdings machte sich Herr
Thalfär Sorgen: es waren die Tage, an denen er überzeugt war, die Welt
sei zusätzlich auch noch dumm. Und dann bereute er, daß er sich nicht
doch für den Chamoislederüberzug entschieden hatte.
Es war auf einem dieser Spaziergänge, daß ein Plan in ihm erst
wie aus dem Nichts aufgetaucht, und sich dann, Schritt für Schritt,
sozusagen, ausgewachsen, Hand und Fuß bekommen, sich also artikuliert
hatte, bis er, der Plan, Tage später, sozusagen in vollendeter Gestalt
vor ihm gestanden hatte.
Und er, Thalfär, vor dem Geschäft. Tierhandlung Get a Pet
lag, wie sein täglicher Spaziergang, am Rande der Stadt und sah, von
außen betrachtet, nach einem Gefängnis aus. Thalfär hatte sich
vorbereitet. Gelesen und gelesen. In der Bibliothek, da war es jetzt
deutlich wärmer als in seinem Laden. Daß der Geschäftsgang darunter
etwas gelitten hatte, war ihm die Sache wert gewesen.
Wie alt denn der älteste hier käuflich erwerbbare Goldfisch
sei?, fragte Herr Thalfär. Der Verkäufer sah ihn verwundert an. Na,
sagt er dann, das übliche halt: Ein Paar Zentimeter groß.
Der allerälteste Goldfisch sei, bisher nachweisbar, von den
anderen wisse man nichts, weil kein Mensch so lange je hingesehen habe
auf den Goldfisch; von seinen Möglichkeiten her, alles eine Frage der
Zellteilung, sei ein Goldfisch nämlich eigentlich auf Unsterblichkeit
ausgelegt …, der älteste Goldfisch sei auf über 50 Jahre gekommen. Und
ein Bursche von stattlicher Halbmetergestalt gewesen.
Unsere haben die normale Lunaparkgröße, sagte der Verkäufer.
Andere habe er auch noch nie gesehen. Aber sie würden sicher noch
wachsen, bei vernünftiger häuslicher Pflege. Wozu er eine große Auswahl
an hochmodernen Aquarien im Angebot ...
Soviel Zeit, sagt Herr Thalfär, habe er leider nicht mehr. Und
geht. Und denkt: Einen kleinen Goldfisch auszustopfen und ihn
dann blattgolden zu überziehen: ist den Aufwand nicht wert. Das ist
nicht der Plan.
Neues, in sachen goldfish
Goldfishs reisen um die halbe welt
50 gedichte zuzueglich eines nachschlags
und eines essays
Gebunden mit schutzumschlag
ISBN 978-3-85218-734-1, EUR 14,90.-
Haymon Verlag
lieferbar
Brief vom kleinen wannsee
Ach! es beruechten mir leute
sie haetten den fish in haenden
Ich meinereins kann mich grad
nur an kleistens grab wenden
Nur Deutschland ist sicher, alles andere geht unter
(titelt Die Welt heut)
:
Tatsaechlich, der p u r e horror : die vorstellung, m i t Schland unterzugehn.
ich geh schon mal vor. kommtmir blosz nich nach, wa!
notizen zu einem glossar zu einem roman.
der roman : noch zuend zu schreiben.
also weiter :
Aπ' τα σύνορα
Per moi. Kurz vor halb acht
Was ist das, was
mich traurich macht
kurz vor halb acht
: das ueberlebte leben?
Ich bittSie. hat
sich so ergeben
War nie geplant, und
isses weiter nicht
Der rest chronistenpflicht
Per enne. post nach b.
Es liegt ein bein
fuer sich allein
und sagt: ich moecht
mal wieder wandern
Da meldet sich ein
zweites bein
und sacht: ach
frag n andern
mir ist heut mehr
nach tanzen
und den blasz
blauen pomeranzen
Mit blau, so sagt
das erste bein, mit blau
da koennt ich dienen
Und mo. und schokobienen
Oh du!, so sagt das zweite bein
verfuehrer du. was fuer ein
auftritt wird das werden
hier auf dieser schraegen erden
Nichts Neues. In Sachen. Goldfish, Goldfish. Zieht seine Kreise. Leise.
Und, wer weisz wieso?, : gerade laufen hier
jede menge Goldfishe auf. fuer heut der eine.
(fuer den winter wird heftige proliferation erwartet.)
stand by.
Aπ' τα σύνορα
Laeuft zur zeit noch unter dem streng geheimen projekttitel : Odessa.
man koennt auch sagen : der alte Kavafis hat beschlossen,
dann doch n paar schritte zu fusz zu gehen. an die sínora.
He!, bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten.
Nachtrag vom 02/09/11 zu
Lieber Herr Bundespräsident : Mit verlaub, Sie sind ein arschloch.
zu lesen unter dem eintrag vom 24/08/11 >>>
Das laeszt man sich natuerlich gern gefallen:
Italien freibeutend retten
fotozusendung eines lesers, wiener buchhandlung
falls Sie weitere dermaszen erfreuliche kombinationen entdecken : her damit
unerfreuliches behalten Siebitte fuer sich
Lieber Herr Bundespräsident : Mit verlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten.
E sta canzone è dedicata a quella gente
ca parra parra e un ci ‘nni futti niente
Ελλάδα brennt. so sind
gedichte, die hier liegen,
ploetzlich : obsolet. was
schreiben also, wenn das
geschriebne laengst
schon ueberschriebn?
Ἐλέου. Αἰδοῦς, Φήμης, καὶ Ὁρμῆς.
Erbarmen. Ehrfurcht, guter Ruf, und Eifer.
Misericordia. Verecondia, Fama, ed Impeto.
17,1 Auf der Agora der Athener
befindet sich unter anderen, nicht allen bekannten Werken auch ein
Altar, der für Eleos (Erbarmen) eingerichtet wurde; obwohl diese
Gottheit dem menschlichen Leben und dem Wandel des Geschicks am
förderlichsten ist, wird sie nur von den Athenern verehrt. Hier hat
aber nicht nur philantropia (Menschenfreundlichkeit) Bestand, sondern
sie ehren die Götter auch mehr als andere. Sie verfügen nämlich sogar
über Altäre für Aidos (Ehrfurcht), Pheme (guter Ruf) und Horme (Eifer).
Und es ist ganz offen sichtlich, daß all jenen, die über mehr
Frömmigkeit als andere verfügen, in gleichem Maß auch ein besseres
Schicksal zuteil wird.
Pausanias. Beschreibung Griechenlands.
Übersetzung Jacques Laager.
Zürich, Manesse. 2004.
aus: Egnatia odos. XII. Δόδεκα.
Nachtrag vom 02/09/11
He!, bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten.
Das Arschloch heiszt mit
buergerlichem namen Christian Wulff. und hat von nichts ne ahnung. was
ja noch in ordnung waer, wuerde er das eine nichts bei sich, also dem
anderen nichts, behalten. tut er aber nicht.
wir griechen wissen,
wovon wir sprechen, wenn wir das : Hybris : nennen.
damit waer die sache hierorts eigentlich erledigt
Auf so ein nichts : wie
schreibste da denn
ein gedicht : am
besten : nicht
Aber da er von nichts ne ahnung hat, sagt er, dann auch
noch, vor 21 wirtschaftsnobelpreistraegern, das: "Ich sage es mit
Bedacht, ..."
(nachzulesen hier, kommt mir nicht an/auf meine seite)
http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Downloads/DE/
Reden/2011/08/110824-Wirtschaftsnobelpreistraeger.pdf?
__blob=publicationFile
Nur mal kurz (am fall exemplarisch durchgestellt fuer seine kaste) : wovon redet der?
der mensch hat nie gearbeitet.
WollnSe mal nachrechnen?
jahrgang 59. parteieintritt 1975. bundesvorsitzender der jungen union 1978. jusstudium.
trommelwirbel: eintritt in eine rechtsanwaltskanzlei: 1990.
1994 in den niedersächsischen landtag gewaehlt.
gibt, lt adam riese : im besten falle 4 jahre arbeit. echte. (wobei das
bei juristen so ne sache ist, das mit der arbeit, der richtigen.
geschenkt.)
und das mit den vier jahren ist sehr freundlich gerechnet. (er ist naemlich 1986 bis 2001 ratsherr der stadt
Osnabrück, 1989 bis 1994 vorsitzender der ratsfraktion seiner partei)
dieser mensch, der davon, wie man sich im mastdarm dem süstäms
windet, alles, von der welt wenig, von der arbeitswelt nullkomma -
überlegenSemal, was dieser plurifunktionaer in der
rechtsverdreherkanzlei wohl getrieben hat, in diesen vier einzigen jahren
seines lebens, von denen er behaupten koennte, sowas wie
gearbeitet hat - der also nullkommairschendwas weisz, ...
(4 jahre? ich mein : in vier jahren schreiben wir hier, wenns gut geht,
einen roman und ein paar gedichte. und was ist von den vier
arbeitsjahren des arschwullfs ueberliefert, den posteri?)
wie auch immer: seither, dem fernen jahre 1994, nix als polidükk.
landtagsoppositionschef. ministerpräsident des landes.
und dann eben: bundespraesi.
also : wovon redet der eigentlich? von der welt? von irgendetwas, das real ist?
He!, bundespraesident : ganz ohnverlaub, Sie sind ein arschloch.
einfach mal die klappe halten. und appanasche schnappen. fuer den rest des kuemmerlichen lebens.
Goldfish, Goldfish
Und, wer weisz wieso?, : gerade laufen hier
jede menge Goldfishe auf. fuer heut der eine.
(fuer den winter wird heftige proliferation erwartet.)
stand by.
Goldfishs segsunreichste reise um die halbe welt
Es ist am morgen nie ein vogel hoch geflogen
(das waer nur ueble nachrede, wenn ueberhaupt)
So denkt sich Goldfish, und
er denkt sich : morgenstund
ich sach mal : goldimmund
: damit, da gehnsmer bitte weiter
Die besten voegel fliegen morgens nur
knapp uebern boden (innen bogen)
Falls sie denn fliegen. der rest sitzt
klamm am ast. und spielt fantast
So ist im leben alles bestens eingericht
sagt Goldfish. Und sagt : wieso (auch) nicht
Anlaeszlich der "Giornata Nazionale del Sacrificio del Lavoro Italiano all’Estero" sowie ferragosto
Herr Thalfär lachte
auf. Er, der in einem nur wirklich Interessierten bekannten
Kellerlokal in der Silbergasse einen sehr kleinen Laden in
Im&Export noch sehr viel kleinerer elektronischer Geräte betrieb
(für die andere meist den Kammerjäger rufen), war seit geraumer Zeit in
Gold investiert.
Da waren ein Prämolar und zwei Molare, gesamt also drei
Backenzähne, ein massiver Gehstockknauf (samt Messingüberzug: die Welt
ist im Zweifelsfall schlecht) sowie ein bei Bedarf und entsprechend
kaltem Willen mit einfachstem Werkzeug schnell freilegbares
250-Gramm-Implantat im Unterschenkel.
Das, sowie die auf seinem privaten Wunderhof sorgfältig in einem Nasco
- so waren in den seligen Gladiozeiten die Sprengstoff- und
Hilfsmittelverstecke kurzbenannt worden - vergrabene Edelmetallreserve
gab ihm ein Gefühl von Unsicherheit. Und das beruhigte ihn ganz
ungemein.
Denn nichts war Herrn Thalfär verhaßter als dieser allüberall
grassierende, wollüstig wuchernde graugreuliche Zustand solider
Sicherheit. Und noch nie in seinem langen Leben war es so schlimm
gewesen damit. Er mußte es wissen. Er war der Fachmann fürs Diversive.
War Agent der Diversion. Gewesen. Inzwischen nichts als Ruhe im Karton.
Er konnte kaum mehr auf die Straße gehen. Hatte seit Ewigkeiten
kein Kino besucht. Mied Bahnhöfe. Hatte längst ganz auf Parkanlagen,
Parkhäuser und Parkhotels verzichtet, blutenden Herzens. (Man sagt das
so; de facto stand es sogar um sein Herz bestens. Vom Mechanischen,
Elektrischen sowie Strömungstechnischen her gesehen.)
Es war nicht mehr seine Welt, und Herr Thalfär hatte längst alle
Hoffnung fahren lassen wie einen flauen Flatus im Morgengrauen. Als es
das Schicksal endlich wenn schon nicht gut, so doch leicht besser
meinte mit ihm.
Es war nämlich in den frühen Vormittagsstunden ein Mann in
seinen kleinen Kellerladen eingetreten und hatte sich unsicher
umgesehen.
Ob er denn hier richtig sei? Das hänge ganz davon ab, sagt
Thalfär. Verstehe, sagt der Mann. Und hatte nichts verstanden. Er habe,
er sei sich nicht sicher, gehört, … Auf jeden Fall: Er benötige eines
dieser Geräte. Dazu einen Fachmann. Es sei nämlich so: Er rede des
Nächtens im Schlaf. Da er aber alleine im Bett liege, wisse er nicht,
was. Und das sei ihm gar nicht recht. Andererseits aber: Wenn nun eines
dieser Geräte, die hier wohl zu haben seien, getreulich aufzeichne, daß
er des Nachts: nichts als Normalitäten von sich gäbe... Horror. Ob man
denn, mit den Geräten, hier auch eine Transkription der Aufzeichnungen
bestellen könne. Und ob, gäben die Aufzeichnungen nichts
Außergewöhnliches her, man nicht, es sei ja wohl ein Fachgeschäft für
solches, die Aufzeichnungen, nun: entsprechend überarbeiten können,
Fachmännischerseits?
In welche Richtung?, fragt Herr Thalfär. Nun, sagt der kleine Mann: Gern hin zum Schlimmsten.
Mit Sicherheit, sagt Herr Thalfär. Und lacht auf.
L'uomo delle macchinette
Valentin Braitenberg zum Geburtstag
Sie nannten ihn also, seit
Jahren: L'uomo delle macchinette. Anfänglich hatte er sich darüber
noch erregen können, durch Mund und Nase geschnaubt und dabei den Kopf
geschüttelt. Bis er begriffen hatte, daß es einzig dieses L'uomo delle
macchinette, dieses grobe Mißverständnis war, das es ihm weiterhin
erlaubte, in der Halle von Roma Stazione Termini, nun : seinen Studien
nachzugehen. Tagaus, tagein.
(...)
Erscheint im Herbst
Andrer Verlach, andre Sach, aber:
Erscheint auch im Herbst, ist grad im Druck:
Egnatía Odós
XIII. Δεκατρία
Also hammse mir nach Griechen
land geschickt. Στο ’πα και στο
ξαναλέω / στο γιαλό μην κατεβείς /
Ο γιαλός κάνει φουρτούνα / και σε
πάρει και διαβείς. Dalaras
Schoen und gut, sagte das Gegen
ueber, nur: Wenn ich die Griechen
schon nicht verstehe, wieso sollte
ich dann Griechisch beherrschen?
(...)
Erscheint im Herbst, ist grad im Druck:
Egnatía Odós
XII. Δόδεκα
E sta canzone è dedicata a quella gente
ca parra parra e un ci ‘nni futti niente
Ellada brennt. und mir
hier hauens die fassade
presslufthammern raus
Was, Ελλάδα, in Deinem
falle wiedrum luxus waer
(...)
Tschiggfrey
(ein starker Qualmer), der sich sein Leben lang, das grad mal
eben halbjahrhunderlich, Tschiggfrey - ein wenig kurzatmig allerdings
bereits - hatte sich seinen Namen nie klargemacht.
Er hieß so, seit er zur Welt gekommen war, sein Vater ebenso, sein Großvater.
Großvater war Pfeifendeckel des k. u. k.-Feldkaplans am Col di
Lana gewesen und hatte deswegen die grandiose Sprengung des Berges
durch die Italiener überlebt; der geistliche Herr war samt Bedienstetem
Stunden vor dem Exitus vom Berg in die sichere Etappe abberufen worden.
Undankbar, wie Vater ob der Tatsache des Überlebens seines
Erzeugers und seiner damit erst möglich gewordenen Erzeugung gewesen
war, hatte er nur in Ausnahmefällen, und das heißt: an allerhöchsten
Familienfesten und erst nach dem dritten Glas zu einer Zigarette
gegriffen. Und prompt jeweils grau geworden um die Nasenspitze.
Tschiggfrey selbst hatte der Schande ein Ende gemacht und war
mit vierzehn zum behänden EsportazioneSenzaFiltro-Raucher geworden.
Ihn hatte der Kinderspottgesang nie getroffen, dem seine Nachbarn ausgesetzt gewesen waren: Tschigg.Tschagg.Schnupftabagg der eine, der Tschigg. FreiFrauvonFrei/bringAnEiVorbei die andere, die Frei. Ihm, dem Tschiggfrey: Nichts.
So war ihm sein Namen nie etwas gewesen, was bedeutet hätte. Irgendwas. Tschiggfrey eben, und etwas umständlich im spelling
mit überseeischen Geschäftspartnern. (Daß ein Tschick auch im
Österreichischen eine Zigarette; und daß ein Tschiggfrey in den
Bombenjahren Landeshauptmann gewesen, hatte er erst am Ort dessen
Wirkens, in Innsbruck, erfahren; Jahre später. Und dabei festgehalten:
Nein, er habe keine Verwandschaft.)
Dann war wieder Ruhe gewesen. Und er hatte, so weit das
möglich war, seinen Namen vergessen. Hätte ihn natürlich jederzeit -
Wie heißen Sie, was ist Ihr Reiseziel? - Amtspersonen gegenüber
herunterbeten können. Aber eben: ohne eigentlich zu wissen, was er da
sagte.
Und auch als die Rauchverbote ins Land und über die Länder gezogen waren: Tschiggfrey war nichts aufgefallen.
Dann aber reserviert er, letzte Woche, für sich und zwei
nigerianische Geschäftsfreunde, einen durchaus gehobenen
Restauranttisch. (Wer über Nigerias Wirtschaft lacht, hat vor Jahren
auch über die chinesische gelacht. Und nunmehr Sorge, demnächst müßten
in der Stadt alle Einheimischen schließen, da längst alles chinesisch.
Also. Mal Maul halten.) Und hatte mit weiser Voraussicht das eine
gewählt, als Restaurant, das zum einen beste Küche und abgründige
Weinkarte, zum anderen als solches zweigeteilt: in Nichtraucher- und
Raucherrestaurant. »Tschiggfrey, 21 Uhr, ist notiert. Wir freuen uns.«
Und jetzt saß er da, mitten in den Schweiß- und Parfumwolken der Rauchfreien. Und verfluchte erstmals den k. u. k.-Feldkaplan.
Lesen Sie, falls Sie je jaeh uebern Brenner fahren sollten,
in einer lyrischen installation dieses hier, und zwar dorten,
und lesen Sie weiter, an 24 stufen:
Es sind seit je die
so saftig wie ein Schweinebraten.
Und so geht diese hier:
Ein Dutzend Höllen hab ich schon
durchschritten. Ein Dutzend Paradiese
ebenfalls. Und falls ich falle, sind es diese,
die zerbrechen, nicht mein Hals.
...
usw usf
Wo? ich sag mal : Rosen.
so n biszcken kriminalistisches gespuer sollt schon sein.
einiges passiert. einiges gelesen. einiges geschrieben.
: n paar nachtraege also:
Η χουντα
Η χουντα δεν τελειωσε το '73 / Die Junta ist 1973 gar nicht zu ende gegangen
Kleine denkaufgabe, fuers erste:
In welchem jahr sind die sogenannten P.I.G.S-laender ihre faschistoiden
regime jeweils endlich losgeworden? Wieviele jahre vor dem sog. fall
der mauer?
(ok: italien, auch einer dieser flugzeugtraeger der nato - und »gastgeber« des vatikanstaates, was in dem zusammenhang nicht unwichtig ist -, durfte mit sog. »putschversuchen« vorlieb nehmen. die opfer rechten terrors gehen in die hunderte. mehr hier- und dazu in den glossaren meiner romane)
Welcher englischsprachige regierungschef befahl im jahre 1943, gegen »kommunistische partisanen« vorzugehen?
Wie hiesz der zur partisanenbekämpfung abgestellte junge
geheimdienstchef der nazis in thessaloniki? welche rolle bekleidete er
später in der uno? in wien?
Wo und wann kam napalm erstmal ernsthaft zum einsatz?
Aus welchem land kam die frau des griechischen koenigs, wessen enkelin war sie, und wie wurde sie adelsintern genannt?
Worüber beklagte sich der US-diplomat mit sitz in athen bitterlich in seinem washington, kurz vor der machtergeifung der junta?
:
Was heiszt das?
Und was sagt uns das alles?
(das sind so fragen, die sich einem stellen, in der arbeit an einem roman. und an einem gedicht, Egnatia odos I-XVI ff)
Ellada mou
Και είδε: σήμερα είναι μια οδός
στη Θεσσαλονίκη : Εγνατίας
|
Und sah: Ist heute eine strasze
in Thessaloniki. Egnatia
|
|
Und ging
die Egnatia entlang. und stand dann auf dem dach. fuer dieses eine mal
um mitternacht, die strasze leer wie sonst nur fuenf uhr morgens im
august. Oi anarchistés, sagt der cousin. tatsaechlich standen rings um
den galeriusbogen wannen, kampf bereit
|
Cacciamali, jaeger des boesen
heiszt der bus body builder
aus brescia. vollvergitterter
tiefblauer mannschafts
bus (jia triánda átoma)
der ellinikí astinomía
Der mannschaftsfuehrer
fett. ansonsten : gelang
weilten berliner bullen
in nichts nachstehend
an der Αψίδα του Γαλερίου
|
|
aus: Egnatía odós, eptá
pensavi di fare un affare
fatto. ti mettevi lì
in spiaggia, bella
in vista. e son venuti |
πίστεψες σε μια σίγουρη
δουλειά. και ξάπλωσες εκεί
στην ακτή, όμορφη
σε σημείο ορατό, κι ήρθανε
|
aus: Egnatía odós, éna
redaktionell : einiges los hier
(das uebliche eben: arbeit, und die unfaehigkeit dazu, auch. sowie das
andere) : und nachdem diese seite kein netzlogbuch ist - noch je war,
jaeh wahr - , sondern eben immer (nur) eine eher sporadisch,
fragmentarische uebernahme aus dem ARBB (dem ARBeitsBuch) : dauert es
noch, das mit dem nachtragen, der fragmente ende 2010 bis dato. kommt
aber. noch. (dank fuer interesse wie gelassenheit : ans p.t.
publikum.) zudem ists eh, das nachtragen, ein- wie austragen,
meist kaum an konkrete daten gebunden; also auch im nachgang, wenn
ueberhaupt, lesbar)
! in mona : 57% 94% !
dazu ein splendides beispiel von regimepresse
Soeben erschienen
Der Tote im Fels
Ein Tschonnie-Tschenett-Roman
Vom Autor vollständig neu durchgesehene,
überarbeitete und erweiterte Taschenbuchausgabe
Mit einem aktualisierten Glossar
Haymon Tb, 2011. 294 Seiten, 9,95 Euro
Vor die Wahl wie an die Wand
gestellt, Arzt zu werden oder
krank, hatte sich Thalfär bereits vor geraumer Zeit für zweiteres
entschieden. Und bis dato war die Rechnung aufgegangen. Er war,
zumindest wissentlich, noch keinem Arzt begegnet. Was in ersterem
Falle, so viel war klar, unausweichlich geblieben wäre - und spräche
man alleine von dem Spiegel im Bade.
Als Sturzgeburt hatte er Facharzt für Entbindung wie Hebamme
(auch Ärztegleiche zählen als Ärzte; das schloß im Extremfall selbst
Heizungstechniker wie Automechaniker ein) elegant umschifft, und war am
groben Bretterboden zu liegen gekommen. Bis er sich aufgerappelt hatte.
Dem grauen Kastenwagen dann, eigentlich ein alter Kleinlaster,
dem ein Röntgengerät eingebaut war, auf daß er staatlich von Schulhof
zu Schulhof fahre auf der Suche nach versprengten Tuberkeln, war er
durch einen beherzten Sprung in den anliegenden Entwässerungsgraben
entkommen; und damit einer Strahlendosis gleich zwanzig Fukushima. (Die
Erziehungsberechtigten tagsdrauf in die örtliche Carabiniere-Kaserne
vorgeladen, und ermahnt. Da war‘s aber schon zu spät. Und der
Röntgenwagen längst vom Hof. Das Jahr drauf dann, sowieso, abgeschafft.
Er hatte es sich auf die Fahne geschrieben.)
Der Musterung zum Militär, älter geworden also, Thalfär, ging
das Gerücht voraus, es würde einem an den Sack gelangt und man hätte
dazu zu husten. Das weder als solches noch in der Kombination fürs
erste besonders schlimm, bis zu dem Augenblick, als klar wurde, es
würde ein Arzt dies tun. Und er huste dabei meist nicht. Thalfär also
flugs fahnenflüchtig. Und übers Gebirg. Nächtens, der alte
Schmugglersteig. So kam ihm ein Land abhanden.
Und so ging es weiter, ein Leben lang.
Mir der einen Ausnahme freilich - was ist das Leben schon
anderes als eine einzige Ausnahme? - : das Jahr, als er, dreikäsehoch
(man stelle sich das nicht anhand von Parmesanrädern vor), als Doktor
Eisenbart in den Fasching ging. Kurier die Leut nach meiner Art / Die Blinden mach ich wieder gehn / die Lahmen können plötzlich sehn.
Und Grund für das alles nichts als der eine, einzige Satz: »Die Ärzte enthalten sich der Prognose.«
Was Thalfär, in der landschaftlichen Sprache seiner Kindheit,
sich prompt folgendermaßen dechiffriert hatte: Die Ärzte behalten ein
Stück Nase ein. Von jedem ihrer Patienten. Zumindest von denen, die es
in die Radionachrichten geschafft hatten, vor denen Thalfär kindlich
begeistert Wort für Wort gesessen und, damals noch, auch Wort für Wort
für wahr genommen hatte.
Inzwischen steht Thalfär im hohen Alter und überlegt, doch noch einen Arzt aufzusuchen: Wer möcht schon ewig leben.
aus der reihe / dalla serie : o(li)ggetti :
o(log)getto #8. Redesigning The Signs. Museion.
Holz auf Stahlbeton / AluDibond 220 x 135 / ÜberwachungsVideo HD, 02'35''
Preise auf Anfrage
Live im Luxus (zu Berlin, nur heute, inna Belforter)

Dem leichtmatrosen
Es ist dem leichtmatrosen leicht
sich schwer daneben zu benehm
Viel schwerer aber faellt es ihm
mit diesem leicht zu lebn
Denn es ist so:
Von schwermatrosen hoert man nie
es scheint sie nicht zu geben
Als floesse leichtoel in den bauch
– und nicht das schwere, wie es brauch
als bunker c – der stampfenden giganten
die wasserkuehen gleich und elefantentanten
durchs weltmeer ziehn, bis sie denn untergehn
Goldfishs fuffzichste reise um die halbe welt
An einem tach wie einem andern
wollt Goldfish wieda weita wandern
Bewegte sich per floss und schlach
ueber die see bis nach Pot Lach
Und dockte an, und hockte nieder
und streckte die gereisten glieder
Und kruemelt krill sich aus dem bart
und brummelt : jedem seine art
des wahnsinns. fette beute
wird das wieda, heute, drum:
Falscha fuffzcha, wirf mal meer her
von dem zeuchs! grusz. buckelwal von jeher
Strage di piazza della Loggia, dopo 36 anni tutti assolti i 5 imputati

I giudici della Corte d'assise hanno deliberato dopo una
settimana di camera di consiglio. Il processo per l'attentato del 1974
in cui morirono 8 persone e 104 rimasero ferite è durato quasi due
anni, con 166 udienze. La sentenza in base all'articolo 530,
insufficienza di prove.
Per la strage di piazza della Loggia nessuno è mai
stato condannato definitivamente, nonostante diversi processi.
Das Schöne aber
an der Sache ist: Schön ist daran so gut wie gar nichts. Auf den
ersten Blick nicht, auf den zweiten noch weniger, und, gäbe es so etwas
wie den Letzten Blick ... Nun, wir wollten ihn nicht wirklich tun. Auf
das Schöne schon gar nicht, ich bitt'Sie. Also, was ist: Kaufen Sie?«
(...)
Goldfishs neununsawansigste reise um die halbe welt
Goldfish, unvergleisterweise
sasz am strand und sachte
sacht er: sach mal sachen, ich
glaubich willma wieda lachen
Mir ist, mir waer nach kuddelmuddel
im gedaerm, nach sich vor lachen
krause kringelndem gekrill
vanilleeis und appelstruddel
Mir ist, als waers jetzt zeit, mal wieder
ernstzumachen mit den lachensachen
Goldfish lacht und lachte lueftern
von floss bis kopp, mit bauch und hueftern
091110
Wozu ein Buch verfassen?
Weidagehts : Heavy Ion Collisions

Technical stop

Wie die Zeit vergeht. Passa(il)tempo.

Meldung. Eben reingekommen.
BRESCIA. Piazza della Loggia: chiesti 4 ergastoli
Per la strage del 1974 i pm chiedono il carcere a vita per Delfo Zorzi,
Carlo Maria Maggi, Francesco Delfino e Maurizio Tramonte.
Il manganello (o sfollagente)

Scontri a Terzigno, cinque arresti: "Noi col rosario, voi coi manganelli"
./.
Da Roma intanto, il capo della polizia, Antonio Manganelli, ribadisce: "Useremo anche la forza se necessario".
Kessels Chorta
Ein Gutes hat der neue Arbeitsplatz, von dem ansonsten
nur zu sagen ist, daß es ein Arbeitsplatz ist, und neu ist daran auch
nicht viel. Ein Gutes hat der neue Arbeitsplatz auf jeden Fall: er
kennt sich seitdem aus am Flughafen. Und man kennt ihn.
Die Geschichte mit dem Elefanten
und der Elefant, um den es geht, war in mehrfacher
Hinsicht ein Unikat. Zum einen besaß der Elefant keinen Namen. Was
damit zusammenhängen mag, daß er unter der Brücke hauste, jedem aus dem
Weg ging, auf Fragen, der nach dem Weg zur nächsten Tankstelle etwa,
höchstens etwas mürrisch mit dem Rüssel wackelte, und ansonsten tat,
als ginge ihn alles nichts an.
ferragosto. samt binaerem thermometer. termometro binario.

aus der reihe o(li)ggetti:
o(log)getto #3. Binaerer Thermometer.
auf kante waer : grad die richtige temperatur
drueber ist : zu kalt
drunter ist : zu heisz
deutlich zu kalt also, dieser ferragosto 010 (15,2°)
...
dalla serie: o(li)ggetti:
o(log)getto # 3. Termometro binario
in linea : temperatura giusta
sopra : troppo freddo
sotto : troppo caldo
(risulta chiaramente che ferragosto 010 è di un freddo cane (15,2°).
pazienza. passerà anche questa. come questaltro o quellaltro governo. e
il malditesta domenicale. es ist handelt sich hierbei um ein aeuszerst
praezises sowie handliches thermometer. klar, da binaer.)
Apără-mă de găini, că de câini nu mă tem.
Tutres. Ein Stück Tschenett als TraraTragödie

In nome del Popolo Italiano. Anni
sette.
Der Forza Italia-Mitbegruender, Berlusconiangestellte und
-freund sowie Senator der ital. Republik ist heute, in zweiter Instanz,
wegen Unterstützung der Mafia zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
Der bereits wegen Steuerbetrug und Bilanzfälschung verurteilte
Parlamentarier war Chef von Berlusconis Werbeunternehmen Publitalia und
hatte 1994 bei Berlusconis Einstieg in die Politik in wenigen Wochen
die Partei Forza Italia aus dem Boden gestampft. Interessant in unserem
Zusammenhang vor allem der zweite Satz der Urteilsverkuendung :
Kontakte zur Mafia haetten nur bis 1992 bestanden.
Questa la sentenza della seconda sezione di Corte
d'Appello
emessa nei confronti di Marcello Dell'Utri, accusato di concorso
esterno in associazione mafiosa.
:
«In nome del Popolo Italiano. In riforma della sentenza del Tribunale
di Palermo dell'11 dicembre 2004 appellata da Cinà Gaetano e Dell'Utri
Marcello, e incidentalmente dal procuratore della Repubblica di
Palermo, dichiara ...
Endlich : laeuft der RSS-feed wieder :
einigermaszen.
nur zerschieszt die software, wieso immer, alles, was auch nur
minimalst auszerhalb der norm liegt : als da waeren : umlaute, das sz,
italienische akzente. und griechisches schon gar. musz sich zur zeit,
leider, damit gelebt werden; da keine zeit fuer tiefergehende analysen.
(doch, schon : nur aber eben : fuer andere blosz)
Ogni tempo ha il suo fascismo
Ogni tempo ha il suo fascismo: se ne notano i segni
premonitori dovunque la concentrazione di potere nega al cittadino la
possibilità e la capacità di esprimere ed attuare la sua volontà. A
questo si arriva in molti modi, non necessariamente col timore
dell'intimidazione poliziesca, ma anche ...
Vielleicht (notat)
Vielleicht sollt ich dann
doch noch ein paar jahre
leben : um mein werk
von miszverstaendnissen
zu befrein. nicht ein
verstaendnissen, nein
Vor runden notizen sitzen (IIX/III)
War einer an mir vorbei gefahrn
zwei fahnen am gefaehrt, die eine
links die andre rechts, und ich
der da gedacht : ma guarda : la
povera stella (ella), armsschweindu
Falls deine mannschaft meiner nation
heut so spielt, wie letztre sich
befindet : Dann biste, fernderheimat
morgen gleich zweimal verlacht
E allora : È andata come doveva
andare. (menomale) . E allora
c'è la beffa, oltre il danno
c'è la muffa, oltre l'affanno
El fútbol a veces es justo
(SVK : ITA - 3 : 2)
Vor runden notizen sitzen (IIX/II)
kursiv
: zitat : RSI
(RAI1 wird hier aus lizenzgruenden
gesperrt)
Vi ricordo:
in italia non
c'è pirlo
(siam tutti dei pirla)
furbi
i paraguayani
Vor runden notizen sitzen (IIX/I)
Fuhr eben einer an mir vorbei
zwei fahnen am gefaehrt, die eine
links die andre rechts, und ich
der dacht : ma guarda : la
povera stella (ella), armsschweindu
Falls deine mannschaft meiner nation
heut so spielt, wie letztere sich
befindet : war kamerun brasilien
Und dann biste, fernderheimat
morgen gleich zweimal verlacht
(e buffon nicht der nur im tor)
(ITA : PAR - 1 : 1)
Das waren noch Zeiten
"... so hat der Haymon-Verlag die Gunst der Stunde
genutzt und einen von Kurt Lanthalers Tschonnie Tschenett Romanen
wieder in die Läden gebracht, die zwischenzeitlich bei Diogenes
erfolgreich waren. 'Grobes Foul', im Original von 1993, hat
nur indirekt mit Fußball zu tun, ist aber immer noch eine große Freude.
...
Klar trägt Lanthaler dick auf, aber die Ironie ist unverkennbar,
Chandlers Marlowe wird hemdsärmelig verwurstet. Dazu strotzt 'Grobes
Foul' nur so von witzigen Details: Jener römische Fußball-Star namens
Paolo Canaccia, der in Südtirol aufgrund eines Trainingslagers weilt,
berlinert, weil er bei der Hertha groß geworden ist. Das waren noch
Zeiten."
(Joachim Schneider. Badische Zeitung. 05.06.2010)
siehe auch >>>
und >>> und >>>
Things should start to get interesting right about now
Bob Dylan. Mississippi. The Bootleg
Series, Vol. 8: Tell Tale Signs - Rare and Unreleased 1989-2006 (Bonus
Track Version)
(zusaetzlich zu dem, was eine trennlinie weiter unten steht, - ist
heute im italienischen senat ein gesetz durchgewunken worden, das wir legge bavaglio nennen. demnaechst
ist das zitieren abgehoerter telefonate verboten, bei strafen bis zu
300.000 euro.
unsereins
wiederum behandelt sowas seit geraumen zeiten als eigne
(sub)textgattung. und
mixt es sich : scubbydubbydoo : in roman wie sonett. wohlauf also.)
(der song und sein text zudem, wie seit dezember schon, mir lieb wegen
seiner naehe zu tutres, dem schwemmland. siehe dort. oder beim
syphilitischen datendealer g***le, der gerade das suchwort "oil spill"
an die deltoiden (ich versteh was von delten)
dreckschweine von BP verkauft hat. complimenti. that's not evil.)
Das Buch kam Anfang März in die Welt und auf den Markt.
Und schreibt sich seither fort.
Aus dem Glossar zu »Grobes Foul«. Haymon Tb 2010.
Aus gegebenem Anlasz.
S. 96 Falcone: tatsächlich, soviel wissen wir
inzwischen, gaben diese anonymen Briefe des corvo (ital. Rabe, Krähe),
die aus dem Herzen des italienischen politischen Systems kamen, der
Mafia das Signal: wir geben Richter Falcone und Richter
Borsellino zum Abschuß frei. Dann wurden die beiden per Autobombe in
die Luft gejagt (19.7.1992, 23.5.1993).
Daß noch im Jahre 2010 ein Prozeß läuft, und nach länger laufen wird,
der politische Sympathisanten, wenn nicht Mitauftraggeber dieser und
anderer Bomben zu ermitteln versucht: gehört zum Gang unserer, der
italienischen Geschichte.
(Auch, daß dabei Senatoren, Abgeordnete und Ministerpräsidenten : auf
der Liste stehen.)
An dieser Stelle sei dem Schriftsteller, dies eine Mal, eine
persönliche, wenn auch strikt an die Arbeit gebundene Geschichte
erlaubt:
...
Die Ursache der Odyssee kennt nur der Elefant
weiter: >>>
hier
Aus dem Arbeitsbuch zu
TUTRES. Ein Stück Tschenett als
Traratragödie
Schauspiel. Uraufführung Lana 09.07.2010
Tutres. Der Teig.
400 g roggenmehl
400 g weizenmehl
undsoweiter. >>> hier
Ps: Ihnen wurde erzaehlt, Tutres wuerden Tirtlen heiszen
und seien eine typische spezialitaet aus Tripstrill?
kolonialistischer quatsch. die dinger heiszen Tutres und stammen aus
dem Badiotischen. Dixit.
Vivo in un paese barbaro e incivile
Sandro Bondi. Ministro dei Beni e delle Attività Culturali. Oggi. Dixit.
E noi allora?, guaglió?
Beccati questa, stronz di un bonz:
Και μερικοί έφθασαν απ’ τα σύνορα,
Και είπανε πως βάρβαροι πια δεν υπάρχουν.
Και τώρα τί θα γένουμε χωρίς βαρβάρους.
Οι άνθρωποι αυτοί ήσαν μια κάποια λύσις.
(Κωνσταντίνος Καβάφης)
(war damals, in >>> Azzurro,
dem roman, eines der motive. dort, also online, auch das zitat.
allerdings nur in der griechischen fassung. wenn man, uebrigens, meines
italienischen kultusministers bondi statement von heute mit dem meines
staatssekretaers im innenministerium von gestern (>>>
hier)
: parallel verschaltet: kann einem schon ganz schoen kotzich
werden. es eruebrigt sich also, eines der gedichte des ministers zu
lesen. - doch: die gibts. (ein andermal))
Einige Leute sind von der Grenze
gekommen
und haben berichtet, es gebe sie nicht mehr, die Barbaren.
Und nun, was sollen wir ohne Barbaren tun?
Diese Menschen waren immerhin eine Lösung.
(Konstantinos Kavafis)
Σερα, μι σεντι? Sera, mi senti?
Sera ist eine (mehr als fluechtige) bekannte aus der Napule-zeit.
man hoert sich, ab und an. mehr nicht, weniger nicht. man hat sich im
auge. im sinn.
Sanguinetti ist tot. È morto Edoardo Sanguinetti.
Soldisoldoni a cricche, cracche e :
Sono state disposte più operazioni a garanzia della democrazia,
tutte in attesa di essere eseguite.
Zitat.
aus: Das Δ des Deltas. roman in arbeit.
Ελλάδα. & Ανοιχτοί Λογαριασμοί.
Griechenland. Offene Rechnungen. & Dicktenausgleich.

Ihr redet von griechenland? ihr wiszt nichts.
(wird fortgesetzt)
Weil
er grad spricht (gerade, im sinn von "geradeaus", spricht er
nicht, nein):
Da ist Stacy-Marie Ishmael (alphaville
/ financial times) durchaus einstimmend zuzustimmen:
"Come on Herr Ackermann, tell us how you really feel about
Greece – and how your bank is really positioned…"
"... altrimenti sembrerà che mi hanno
beccato con il sorcio in bocca"

Ἐλέου. Αἰδοῦς, Φήμης, καὶ Ὁρμῆς.
Erbarmen. Ehrfurcht, guter Ruf, und Eifer.
Misericordia. Verecondia, Fama, ed Impeto.
Mercy. Shamefastness,
Rumour, and Effort.
He hertha: hol mal bier, hier.
18 / 32:51 / - 19 / 23
so siehts aus. zur feier des taaches n biscken text.
«La mafia italiana risulterebbe essere
la
sesta al mondo, ma guarda caso è quella più conosciuta, perchè c'è
stato un supporto promozionale che l'ha portata ad essere un elemento
molto negativo di giudizio per il nostro paese. Ricordiamoci le otto
serie della Piovra
(...)
Einer von uns.
Der erste. Da drausz.
Jurij Alekseevič Gagarin. 12. April 1961.
(dasz man das noch erleben durft.)
welcome to the machine II
Siebn stunden ging das so
und es ging gut. sternstunden
seines lebens. auch wenn es immer noch
nicht richtig dunkel werden wollt
(...)
welcome to the machine I

kochen. essen.
(sodann auf arbeitsreise.)
*
Moules de Bouchot su barba di frate
Tomatencoulis a là Patagonia
**
Felchen auf OrangenFenchel, samtgrün
***
Grünspargel und Lachs, safranmariniert
****
Kalbsleber, Chutney grüner Tomaten, HavannaBoskop
*****
Kaninchenragout
carciofi alla romana, biscotto di polenta
******
RhabarberHimbeerStrudel samt Schlach
Schokoladensoufflé
Peanutcake
dalla serie: kochen mit max. und dirk, pâtissier peanutcake.
Schlechtes wetter, auf neptun

bilder eines methanhurricans am suedpol (des n)
: und unsereins musz demnaechst verreisen. wenn das blosz gutgeht.
(quelle: http://arxiv.org/abs/1003.3240v1)
ID 5460 / 17-Mar 14:33
Double writing of events (as seen this morning):
The
problem occurred if the Lumi and the Full stream were writing from the
same node. The reason was that the trigger/event masks on the node were
not exclusive and hence the event was picked up twice. This is
considered to be repaired.
Tschelatti
so ein
elektronenrechner kann ja
viel behaupten:
Il capo è nero: Tutti
a casa.
»E
come vuoi che stia? E' nero, ma lucidissimo. Però adesso diamoci da
fare, perché se sabato non gli portiamo in piazza un milione di
persone andiamo tutti a casa«.
(Cicchitto
al telefono. Roma, ore 15,35 di martedì 16 marzo)
Fotoroman/zo. Establishing Shot.
Was hast, Tschenett, was
bitte ist das denn für ein Gesicht, mit dem du da herumläufst? Gegen
ein kirchliches Bauwerk gelaufen? ..., ach lassen wir das.
Was soll mit meinem Gesicht sein?, sagt Tschenett. Und wen
interessierts?
Nun, sag ich, mich.
(...)
weiter: >>>
hier
(Annotate.
Kürzestgeschichten.
12/03/10)
Tutres.
waehrend in
der wirtschaft am end der welt schwere ventilatorenschaufeln traeg
schwuelheisze luft umwaelzen, schneits drauszen vorm fenster, wieder.
(die herausforderungen der poetik)
Come ognun vede
Come ognun vede
in questa sede
si parla di nient
siam deficient
siam la plebe
Come ognun vede
(...)
Palermo, ore 13.50 “Era uno degli oggetti principali del contropapello.
Il
foglio che mio padre scrive di persona e che prende in considerazioni
le possibili soluzioni sottoposto a Provenzano da far approvare a
Riina, c’erano argomentazioni…
...
Transkript der Aussagen des Ciancimino jr. Dritter Akt, dritter Tag der
Befragung durch Staatsanwalt Antonio Ingroia.
Massimo
Ciancimino wird als Zeuge im Prozess gegen Mario Mori, den
Ex-Kommandanten der Carabinieri-Sondereinheit ROS, befragt. Mori wird
beschuldigt, in den 90er Jahren einen Geheimpakt mit der Mafia zur
Verhinderung von Anschlägen abgeschlossen zu haben.
Nachtrag zum Nachtrag, wachsende Glossare, wuchernd.
Ach lasz den
nachlasz
Ach lasz den nachlasz
nachlasz sein; er ist
nichts als ein anlasz
tot zu sein
Bullendämmerung im faschistischen Polizeiposten. Schwarzweiße
Polizeiwagen um sie herum. Die Rote Göttin im erbsgrünen Mantel und
abgewetzten Stiefeln.
LeseStueck. James
Ellroy. Blood's a Rover. Blut will fließen. Ullstein, 2010. S.447
Palermo, ore 10.45.
“Questa nuova fase... a Provenzano si era assicurato… che poteva
muoversi tranquillamente. Per poter garantire che Provenzano fosse
l’unico capace a ricondurre Cosa nostra, anche a detta dei carabinieri,
in una strada ragionevole. L’unico personaggio che poteva ricondurre
Cosa nostra nella strada della non visibilità… fu garantito l’impunità.
Questo fu detto ai carabinieri e fu assicurato dai carabinieri e di
questo fu informato il signor Franco”.
It's the brain, stupid.
«Sono anni ormai che ci chiediamo
se il fascismo ritornerà, ma tranquilli amici, un po’ è già tornato;
non il fascismo del ventennio, ma quello di sempre, autobiografia della
nazione, frutto spontaneo del nostro autoritarismo anarcoide, del
nostro piacere di servire, della retorica patriottarda».
LeseStueck. Giorgio
Bocca. Annus Horribilis. Feltrinelli, 2010
Illegaler datenklau. wieweit darf ein rechtsstaat gehen?
SCHATTENRISS
Treatment zu einem Spielfilm
Schwarz/Weiß. 1987
So
schreiben sich geschichten, so schreiben sich romane: weiter.
und,
auch, dazu bedarf es, bedurfte es, wird beduerfen: der glossare. (die
der eine oder andere inzwischen als "ganz eigenständiges" erzaehlmoment
durchaus ausgemacht hat.
zugegeben, dieser tage trudelts
uebermaeszig gehaeuft hier ein, tagfuertag, an schreibtisch und archiv, ...
Dei
cannoli.
hier: >>>
Napule.
Reloaded.
Sie
hatten hunderte verprügelt. Und sie hatten Verletzte anschließend aus
den Krankenhäusern entführt und ohne jegliche rechtliche
Handhabe
in einer Kaserne interniert. Verspottet und mißhandelt. Und als dann
gegen einige von ihnen Anzeigen vorlagen und endlich Untersuchungen
eingeleitet wurden, als einigen von ihnen der Haftbefehl zugestellt
werden sollte, besetzten Polizisten den Polizeipalast, andere ketteten
sich auf der Straße mit ihren eigenen Handschellen an.
Ach, die Firma
FERMCAR. Entnehmen wir doch, woertlich, der zeitung:
"Das
hätten sie sich wahrscheinlich nicht träumen lassen: FERMCAR-Chef T.B,
sein Kühlwagenchef E.T. und die Manager J.F.H., A.R. und A.F. stehen ab
Montag vor Gericht. Ihnen wird zur Last gelegt, sechs Fahrer gezwungen
zu haben, länger zu arbeiten, als es ihnen erlaubt ist. Außerdem sollen
die Fahrer dafür auch noch zu gering entlohnt worden sein."
...
So schreiben sich
Geschichten weiter. Siehe >>> Grobes
Foul.
Und siehe >>> Der
Tote im Fels. Da kam die Fa. FERMCAR auch schon zu (Euer)
Ehren.
Sie
nannten sie Exkasso und Inkasso

(entwurf
und casting zu einem italo-western)
auch das,
dieser tage (mehr wird nicht verraten), samt eines hesamandls:
"Der zweijährige Winnetou,
wohnhaft in der Wotanstrasse, wird vermisst."
Was fuer ein fundstueck
weiter hier >>>
La
‘ndrangheta, invece, è
puntualissima.
seit dreivier jahren am
thema. fuenf. und jezze sitzste da, und kanns nich los. erst mal andres
abarbeiten.
20 am tach. abzueglich der 5 fuer den caporale. und der 3 fuer den pulmino. oder
andersrum.

War n langer tach. also,
wenn morgens schon schneeraum', dann abends wenigstens spinatnocken und
und.
Knödelbrot,
glasierte Zwiebel, Knoblauch, geschlagne 2 Eier und ...
weiter: >>>
hier
(Annotate.
Ochsenschwanz.Sachbuch. 21/12/09)
...
es ist hier einiges nachzutragen, auch wenns, wie immer, nur
splattersplitter sind. man kommt aber, vor lauter arbeit, zu nichts.
(noch schlimmer: abgabe- termine, in serie geschaltet. pfff.)
solang also: bildstatthalter.
goldfish.arbeit.
(Annotate.
AkuteZustaende. 18/10/09)
Ach!: von uns
(...)
Der
vor kurzem verstorbene, ach!: von uns gegangene, Tarzan am Prenzlauer
Berg, Adolf Endler, einer, der sein Leben lang hart gearbeitet, also:
geschrieben hat - nun, nicht sein gesamtes Leben lang: nach einer
abgebrochenen Buchhändlerlehre (das Gute im Menschen siegt eben immer)
arbeitete Endler, wissen die Lexika, als »Transportarbeiter und
Kranfahrer«. Was ihm prompt eine »Anklage wegen Staatsgefährdung«
einbrachte, weshalb er von Düsseldorf-West nach
Berlin-Ost zog,
1955. Seither aber, jetzt aber wirklich, arbeitete er hart; - als
freier Schriftsteller, was sich zuallererst im Jahre Sechzig sinnfällig
in einem Lyrikband des Titels »Erwacht ohne Furcht« liederschlug.
biederschlug. miederschlug. niederschlug.
(...)
Aus
der Kürzestgeschichte
"Das Geschrei des Buches der Tatjana Wpunkt".
hier: >>>
nachzulesen.
(Annotate.
Kürzestgeschichten. 03/08/09)
neu eingestellt:
aus "Passagen",
Roman in Arbeit.
>>>
Vernatsch. Passagen.
>>>
Das Museum der siebenundzwanzig Minuten. Passagen.
Y tu,
Brindisi
Y tu, Brindisi, pitla
sor? chi te à pa fat fé
chël che te es fat?
(ert stajoves?
mo piec.)
Poesies
tla traduziun tl ladin de Rut Bernardi. Hier:
>>>