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An der nordwestlichste Stelle in unserem Garten hatten wir ein Salatbeet angepflanzt.
Nicht zu heiss und nicht zu viel Sonne. Zu Salat gehört natürlich auch Dill. Doch schon im ersten Jahr fanden wir Raupen am Dill.
Die Suche im Internet ergab, es sind Schwalbenschwanzraupen oder landläufig auch als "Rüebliraupe" bezeichnet.

Als ausführlichste Seite haben wir "Schmetterlinge-Raupe.de" gefunden. Aber nicht nur über den Schwalbenschwanz, nein so zu ziemlich über alle Falter und Schmetterlinge die bei uns vorkommen.

Glücklicherweise waren es nur zwei Raupen, sonst hätte der Dill nicht ausgereicht. (Für uns gab's keinen mehr!)

In den folgenden Jahren haben wir bewusst mehr Dill und zusätzlich Knollenfenchel sowie Krautfenchel angepflanzt, was dann auch prompt belohnt wurde. Es wurden jedes Jahr mehr Raupen!

Zu Beginn war es uns nie möglich, zu verfolgen, wohin sich die Raupen zur Verpuppung begeben. Sie waren eines Tages einfach weg, spurlos verschwunden.
Auch die Suche im Internet hat nicht viel gebracht, findet man doch da z.B.:
"Die Raupen können sich sehr weit von ihrer Futterpflanze entfernen". Was ist für eine Raupe weit? Oder: "Sie suchen sich verholzte Stauden aus und können bis auf ca. 1 Meter hoch krabbeln". Was genau sind verholzte Stauden in unserem Blumengarten?

Doch vor einigen Jahren hatten wir Glück, von 6 Raupen konnten wir deren 4 beobachten und verfolgen, wohin sie wanderten.
Soviel kann jedoch schon gesagt werden, weit kann ohne Weiteres über 40 Meter sein. Als Verpuppungsplatz hat sich jede der 4 Raupen für eine andere Variante entschieden.

Unser Interesse und Neugier war geweckt und hat sich in der Zwischenzeit zu einer Leidenschaft entwickelt. Mit jedem Jahr stiegen auch unsere Erfahrungen. Die Faszination über dieses Wunderwerk der Natur ist geblieben.

Wir sind keine Fachleute oder Züchter, wir geben hier unsere eigenen Beobachtungen aus der freien Natur wieder, das war wenigstens zu Beginn die Idee.

Seit wir über die vielen Gefahren für die Raupen und Puppen wissen, sind wir von unserer ursprüglichen Idee abgekommen und versuchen aktiv die Gefahren möglichst klein zu halten um die Ueberlebeschangen massiv zu erhöhen.
Was mit 2 Raupen begann hat sich zu weit über 100 Raupen/Puppen entwickelt. Der Rekord waren 198 Puppen die bei uns überwinterten.

Zudem verwenden wir nur eigene Fotos.  Die hier veröffentlichen Fotos sind stark reduziert, da die Grösse dieser Homepage limitiert ist. Die meisten Original-Fotos haben eine Auflösung von 1632x1224 und sind fast 1MB gross.  Die Original-Fotos können bei uns natürlich kostenlos in voller Auflösung per e-Mail angefordert werden.

Das ursprünglich angelegte Salatbeet ist heute in erster Linie Kinderstube der Rüebliraupen mit viel Krautfenchel. Etwas Salat hat es aber trotzdem noch. Und Dill inzwischen auch genug.

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