Gefahren

Auf dem Weg vom Ei bis zum Falter laueren einige Gefahren. Zudem kann wie überall in der Natur etwas schief gehen.

Mit jedem Jahr kamen neue Erkenntnisse dazu, denen wir versuchen Rechnung zu tragen.

Trotzdem gibt es immer wieder Rückschläge!

Eier

Den Eiern der ersten Generation passiert eigentlich nicht sehr viel.
Die grösste Gefahr droht bei starken Regenfällen und erst recht bei Hagel.
Vor allem dünne Halme können auf den Boden gedrückt und mit Erde überdeckt werden.

Je später die Eiablage erfolgt umso mehr Feinde sind vorhanden. Die zweite Generation hat da schon mehr Probleme. Es gibt eine Art kleine Schlupfwespen, die ihre Eier im Schwalbenschwanzei ablegen.

In einigen Fällen ist das Ei leer, die Hülle wird nach einigen Tagen durchsichtig. Es wurde von einem Insekt ausgesogen.

Ganz prekär wird die Lage für eine 3. Generation. Es schlüpfen kaum noch Raupen, entweder sind die Eier leer oder aber ganz weg.

leeres Ei

Baby-Raupe

Kurz nach dem Schlüpfen aus dem Ei droht der Baby-Raupe die nächste grosse Gefahr.

Wir konnten das aber noch nie direkt beobachten, aber wir sind ziemlich sicher, dass die kleinen Raupen von Marienkäfern gefressen werden.

Schwebefliegen, Wespen und was sonst noch alles um die Doldenblüten schwirrt, lassen die kleinen Raupen in Ruhe.
Auch Vögel scheinen kein Interesse zu haben.

Wenn aber Raupen plötzlich verschwunden waren, waren immer auch Marienkäfer an den entsprechenden Halmen und Dolden.

Sind die Raupen schon etwas grösser, droht diese Gefahr nicht mehr und sie sind relativ sicher.

Als weitere Gefahr kommt noch dazu, dass die kleinen Raupen runter fallen, nicht sehr oft, aber ab und zu. Ob sie dann den Rückweg zur Futterpflanze schaffen ist fraglich.

Baby Raupe
Kasten

Um die kleinen Raupen besser zu schützen, haben wir einen Kasten gebaut.

Wir schneiden die Halme oder Dolden mit den kleinen Raupen oder ganz schwarzen Eiern ab und stellen sie in Vasen in den Kasten.
Hier sind sie vor Marienkäfern geschützt und diejenigen die runter fallen können wieder rauf gesetzt werden.

Das heisst aber auch, alle Tage kontrollieren, Wasser geben, verwelkte Halme austauschen. So lange die Raupen noch klein sind halten die Halme Tage, die grossen Raupen brauchen aber jeden Tag neues Futter. Bei über 100 Raupen ziemlich zeitaufwändig.

In seltenen Fällen fallen Raupen runter, bewegen sich nicht mehr und sterben. Warum wissen wir nicht, Krankheit?

Zu Beginn liessen wir die Raupen bis zur Verpuppung und Schlüpfen in dem grossen Kasten. Das hat dann aber andere Gefahren ergeben.

Puppen

Puppe angestochen Puppe angestochen

Auch den Puppen drohen Gefahren.

Sie werden von kleinen Schwebefliegen (sehen aus wie Fruchtfliegen) angestochen und Eier in die Puppe gelegt.

Die Maden der Schwebefliegen ernähren sich von der Puppe.

Nachdem die Schwebefliegen geschlüpft sind, bohren sie ein Loch in die inzwischen fast leere Puppenhülle und fliegen aus.

Zurück bleiben leere Puppenhüllen mit Löchern!

Gefährdet sind vor allem die Puppen der zweiten Generation, die überwintern, da sie sehr lange Zeit Puppen sind.

Kasten

Mit dem grossen Kasten war es fast unmöglich die Schwebefliegen fern zu halten.

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen und das Risiko besser zu verteilen, haben wir kleinere Kästen gebaut. Inzwischen sind es sechs.

Sobald die Raupen gross sind, kurz vor der Verpuppung, stellen wir die Vasen mit den Raupen in die kleinen Kästen.
Die Raupen verpuppen sich nun auch dort.

Mit unter kann es doch etwas eng werden bei 20 oder 30 Raupen, Puppen.

Der grosse Kasten dient nun zur Aufbewahrung der kleinen Kästen.

Kasten

Pannen, Missbildungen, andere Rückschläge und Verluste!

Die nun folgenden Bilder zeigen die weniger schönen Seiten.

Bei den Eiern und Raupen spielt die Natur eigentlich keine Streiche, ausser in selten Fällen wo ein Ei nicht befruchtet ist oder eine Raupe einfach so stirbt.

Aber bereits bei der Verpuppung kann einiges schief laufen.

Puppen die runter fallen weil sie sich nicht genügend festgemacht haben, sind wenigstens in unsern Kästen ein eher ein kleines Problem.
In der freien Natur schon eher problematisch.

Text

Leider ist dieses Bild nicht sehr scharf.
Diese Puppe ist undicht.

Nach der Verpuppung verflüssigt sich ja der Inhalt der Puppe komplett.
Die schwarze Verfärbung im vordern Puppenteil stammt von dieser Flüssigkeit.

Vermutlich leider keine Ueberlebenschange!

Text

Leider ist auch bei dieser Raupe bei der Verpuppung etwas schief gelaufen.

Sie hat sich zwar noch festgebunden, dass der Schwanzteil nicht gehalten hat, ist normalerweise kein Problem.

Doch nach dem Anbinden ist diese Raupe offenbar gestorben. Warum ??

Auch beim Schlüpfen kann vieles schief gehen. Die 3 Falter unten haben zwar ihre Puppenhülle gesprengt, haben es aber nicht raus geschafft.

Text
Text
Text
Text

Dieser Falter hat es aus der Puppenhülle geschafft, leider hat er sich aber einen Flügelteil abgerissen.
Der rechte Hinterflügel hat sich in der Puppenhülle verklemmt.

Text
Text

Auch dieser Falter hat es aus der Puppenhülle geschafft, hat sich aber einen Vorderflügelteil abgerissen.
Der Rest des Flügel hat sich auch hier in der Puppenhülle verklemmt.

Text
Text

Dieser Falter hat es fast aus der Puppenhülle geschafft, leider aber nicht ganz.

Das die Raupenhülle nicht vollständig abgeschüttelt wurde, dürfte nicht das Problem gewesen sein.

Vielleicht war es Erschöpfung, wir wissen es nicht.

Text

Dann gibt es leider auch die Puppen, die es nicht schaffen ihre Puppenhülle zu sprengen.

Eigentlich sieht die Puppe perfekt aus, beginnt zu ranken und zucken, doch die Hülle will und will nicht platzen.

Nach zwei, drei Tagen ist keine Aktivität mehr zu beobachten, der Falter ist offenbar in seiner Hülle gestorben.